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Der Aktienkurs von Asian Paints ist eingebrochen und ein Todeskreuz rückt näher.

Der Aktienkurs von Asian Paints ist eingebrochen und ein Todeskreuz rückt näher.
Crispus Nyaga
30. Dez. 2024, 05:28 AM
  • Die Aktie von Asian Paints ist seit 16 Wochen in Folge gefallen.
  • Auf dem Wochenchart ist kurz vor der Bildung eines Todeskreuzes.
  • Das Unternehmen steht vor größerer Konkurrenz, was zu niedrigeren Margen führt.

Der Aktienkurs von Asian Paints ist in diesem Jahr weiter abgestürzt und hat seinen niedrigsten Stand seit März 2021 erreicht. Er ist gegenüber seinem Höchststand im September dieses Jahres um über 32 % und gegenüber seinem Allzeithoch um 35 % eingebrochen. Ist die Aktie von Asian Paints also eine gute Investition für 2025?

Warum die Aktie von Asian Paints abgestürzt ist

Asian Paints und andere führende Lackhersteller haben in diesem Jahr stark nachgegeben. So ist Berger Paints beispielsweise fünf Wochen in Folge gefallen und bewegt sich nahe seinem Tiefststand seit dem 3. Juni. Auch Grasim Industries ist drei Wochen in Folge gefallen.

Die Aktie von Asian Paints ist eingebrochen, da das Wachstum und die Margen nachlassen. Die jüngsten Ergebnisse des Unternehmens zeigten, dass der Umsatz im Quartal bis zum 30. Juni auf 78,52 Milliarden Rupien gesunken ist, ein großer Rückgang gegenüber den 80 Milliarden Rupien, die im gleichen Zeitraum des Vorjahres erzielt wurden.

Auch die Rentabilität von Asian Paints ging im Laufe des Quartals weiter zurück. Der Gewinn für den Zeitraum sank von 15 Milliarden Rupien im Vorjahr auf 11 Milliarden Rupien.

Die Umsätze des Unternehmens sind in einem Markt zurückgegangen, der in den nächsten Jahren dennoch weiter wachsen soll. Ein aktueller Bericht von CareEdge schätzt, dass der Sektor aufgrund des anhaltenden Baubooms um 8 bis 10 % wachsen wird.

Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass die Branche zunehmend wettbewerbsintensiver wird. Unternehmen wie Nippon Paints, Sherwin Williams, Akzo Nobel und Jotum haben im Land Niederlassungen gegründet und den Wettbewerb verschärft.

Asian Paints musste daher sein Marketingbudget erhöhen, was zu einer Verringerung der Betriebsmarge führte. Daher gehen Analysten davon aus, dass das Unternehmen in absehbarer Zeit weiterhin weniger profitabel sein wird.

Angesichts der verschärften Konkurrenz war das Unternehmen auch gezwungen, die Preise zu senken, um seine Wettbewerbsfähigkeit in allen Segmenten zu wahren. Durch die Preissenkung konnte das Unternehmen ein Volumenwachstum von etwa 7 % verzeichnen, was zwar gesund, aber unter dem Ziel von zweistelligen Wachstumsraten lag.

Das Management machte auch die hohe Inflation des Landes für die nachlassende Nachfrage verantwortlich. Die Inflation in Indien hat die indische Notenbank (RBI) gezwungen, die Zinsen länger als in anderen Ländern hoch zu halten.

Die Aktie von Asian Paints ist trotz des jüngsten Kurssturzes immer noch stark überbewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 47, was höher ist als der Branchendurchschnitt von 42. Das sind enorme Zahlen, wenn man bedenkt, dass Sherwin Williams, der größte Akteur in der Branche, ein Vielfaches von 34 hat. Die Vielfache sind auch höher als bei anderen Technologieunternehmen wie Google und Microsoft.

Positiv ist, dass das Geschäft von Asian Paints trotz der neuen Herausforderungen noch immer recht gut läuft, was bedeutet, dass ein Aufschwung im Jahr 2025 immer noch möglich ist. Die Aktie könnte sich erholen, wenn das Unternehmen zeigt, dass es mit der Konkurrenz gut umgehen kann.

Aktienkursanalyse von Asian Paints

Das Wochendiagramm zeigt, dass der Aktienkurs von Asian Paints in den letzten Wochen stark gefallen ist. Er ist in den letzten 16 aufeinanderfolgenden Wochen gefallen, was die längste Abwärtsserie in der Firmengeschichte ist.

Der Aktienkurs fiel unter die wichtige Unterstützungsmarke von 2.510 Rupien, den niedrigsten Stand seit Juni 2022. Außerdem steht eine Todeskreuzung bevor, da sich die exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMA) der letzten 50 und 200 Wochen kreuzen.

Die kurzfristige Prognose für die Aktie ist daher pessimistisch, wobei der nächste zu beobachtende Punkt bei 2.000 Rupien liegt. Die Aktie wird dann 2025 wieder anziehen, wenn sie zeigt, dass sie im Laufe des Jahres profitabel wachsen kann.