OECD prognostiziert für Mexiko ein Wachstum von 1,2 % im Jahr 2025

OECD prognostiziert für Mexiko ein Wachstum von 1,2 % im Jahr 2025
Noris Soto
03. Jan. 2025, 17:11 PM
  • Die mexikanische Wirtschaft wird voraussichtlich 2025 hauptsächlich aufgrund der sinkenden Inflation um 1,2 % wachsen.
  • Das Wachstum wird durch günstige Bedingungen aus den Vereinigten Staaten, seinem größten Wirtschaftspartner, gefördert.
  • Investitionen in Bildung und Arbeitskräfte sind für die langfristige Widerstandsfähigkeit Mexikos im Jahr 2025 von entscheidender Bedeutung.

Die mexikanische Wirtschaft scheint auf dem Weg zur Erholung zu sein, wenn auch nur allmählich. Sie wird 2025 leicht auf 1,2 % sinken und dann bis 2026 wieder auf 1,6 % steigen.

Diese Prognose stammt aus dem Bericht „Wirtschaftsaussichten für Mexiko“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Die Faktoren, die dieses moderate Wachstum vorantreiben, sind vor allem ein Rückgang der Inflation und eine anpassungsfähigere Geldpolitik.

Die OECD geht davon aus, dass dieser stetige Anstieg des Wachstums die Konsumaktivitäten aufrechterhalten und bald auch das Vertrauen der Investoren stärken wird.

Der Bericht besagt: „Das erwartete moderate Wirtschaftswachstum spiegelt die nachlassenden Inflationsdruck wider, die den Konsum ankurbeln werden, zusammen mit einem langsamen Rückgang der Zinssätze, der Investitionen anregen wird, selbst wenn für 2025 eine fiskalische Straffung erwartet wird.“

Was treibt den wirtschaftlichen Aufschwung an?

Neben den günstigen Inflationsvorhersagen wird erwartet, dass Mexikos Exporte dank des positiven wirtschaftlichen Trends in den Vereinigten Staaten, seinem wichtigsten Handelspartner, stark bleiben werden.

Die OECD prognostiziert, dass die Inflation bis 2025 auf etwa 3,3 % sinken und 2026 weiter auf 3 % fallen wird.

„Um die Inflation auf ihrem Abwärtstrend zu halten, sollte die Zentralbank einen vorsichtigen und schrittweisen Lockerungskurs fortsetzen. Die Einführung einer mittelfristigen Fiskalstrategie könnte dazu beitragen, das Defizit schrittweise zu verringern und den Weg für produktivitätssteigernde Investitionen, insbesondere in Infrastruktur und Bildung, zu ebnen“, schlägt der OECD-Bericht vor.

Ganzheitliche politische Vorschläge

Der Bericht betont die Notwendigkeit eines breit angelegten wirtschaftlichen Politikansatzes, insbesondere zur Förderung der Geschlechterbeteiligung am Arbeitsmarkt.

Beispielsweise könnte der Aufbau eines umfassenden Systems für die frühkindliche Bildung und Betreuung die Beteiligung von Frauen an der Erwerbsarbeit erheblich erhöhen.

Darüber hinaus könnte die Ausweitung dualer Berufsausbildungsprogramme das Angebot an technischen Fähigkeiten und den formellen Zugang zu Arbeitsplätzen verbessern.

Solche politischen Schritte könnten auch das Humankapital Mexikos stärken, das ein Eckpfeiler für nachhaltiges Wirtschaftswachstum ist.

Durch die Investition in Bildung könnte Mexiko die Fähigkeiten seiner Belegschaft verbessern, was es wettbewerbsfähiger auf globaler Ebene machen und besser auf wirtschaftliche Hürden vorbereiten würde.

Was können Investoren und Verbraucher erwarten?

Dem Bericht zufolge könnten sowohl Verbraucher als auch Investoren angesichts der erwarteten allmählichen Abnahme der Inflation und der Zinssätze ein günstigeres Umfeld vorfinden.

Für Verbraucher bedeuten niedrigere Zinssätze im Allgemeinen günstigere Kredite, was zu höheren Ausgaben für Waren und Dienstleistungen führen kann.

Für Unternehmen könnte eine gedämpfte Inflation in Kombination mit niedrigeren Zinssätzen Investitionen in Kapitalprojekte, Technologie und die Entwicklung der Belegschaft ankurbeln.

Die OECD warnt, dass die Erreichung dieser wirtschaftlichen Ziele eine sorgfältige Haushaltspolitik sowie Initiativen zur Verbesserung des Humankapitals erfordern wird.

„Investoren müssen bedenken, dass sich die Lage zwar verbessert, Faktoren wie die globale Wirtschaftsstabilität, Handelsabkommen und die Umsetzung der Innenpolitik jedoch einen erheblichen Einfluss auf die mexikanische Wirtschaftslandschaft haben werden“, heißt es in dem Bericht.

Die wirtschaftliche Prognose für Mexiko im Jahr 2025

Insgesamt ist zwar zu erwarten, dass das Wirtschaftswachstum Mexikos im Jahr 2025 bei bescheidenen 1,2 % liegen wird, die treibenden Kräfte hinter diesem Trend, wie die Reduzierung der Inflation und flexiblere Geldpolitik, bieten jedoch eine vorsichtig optimistische Perspektive.

Wenn die wirtschaftliche Lage gut gemanagt wird, könnten die anhaltenden Verbesserungen des Wirtschaftsklimas in den kommenden Jahren zu einem robusteren Wachstum führen und letztlich sowohl den Verbrauchern als auch den Investoren zugute kommen.

Während Mexiko sich aus der Krise erholt, werden strategische Investitionen in Bildung, Infrastruktur und die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft entscheidend sein, um langfristige wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und globale Wettbewerbsfähigkeit aufzubauen.