Google steht erstmals unter den neuen Kartellgesetzen Großbritanniens unter einer umfassenden Untersuchung: Was wir bisher wissen

Google steht erstmals unter den neuen Kartellgesetzen Großbritanniens unter einer umfassenden Untersuchung: Was wir bisher wissen
Vatsala Gaur
14. Jan. 2025, 16:32 PM
  • Die britische CMA untersucht die Dominanz von Google im Rahmen der neuen DMCC-Regeln.
  • Die Untersuchung konzentriert sich auf Googles dominante Position auf dem britischen Suchmarkt.
  • Google macht mehr als 90 % aller allgemeinen Suchanfragen im Vereinigten Königreich aus und wird von über 200.000 Werbetreibenden verwendet.

Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hat im Rahmen ihrer ersten bedeutenden Untersuchung nach dem kürzlich erlassenen Digital Markets, Competition and Consumers (DMCC) Act ein Ermittlungsverfahren gegen Google eingeleitet.

Diese neue Gesetzgebung, die am 1. Januar in Kraft trat, zielt darauf ab, wettbewerbswidriges Verhalten auf digitalen Märkten zu bekämpfen, indem sie dem Regulierer erweiterte Befugnisse verleiht.

Die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde erklärte, sie wolle prüfen, ob Google gemäß dem neuen DMCC-Gesetz den „strategischen Marktstatus“ (SMS) besitzt.

Die Untersuchung konzentriert sich auf die dominante Position von Google auf dem britischen Suchmarkt, wo es über 90 % aller allgemeinen Suchanfragen kontrolliert.

Diese Bezeichnung als SMS könnte zu strengeren Regeln für Google führen und sicherstellen, dass seine Dominanz den Wettbewerb oder die Innovation in der Suchbranche nicht behindert.

Die Maßnahme der CMA erfolgt im Anschluss an die Bemühungen des US-Justizministeriums , Google zur Veräußerung seines Chrome-Browsers zu zwingen.

Das Justizministerium hat eine Klage eingereicht, mit der es den Tech-Giganten auflösen will, da er ein Monopol auf dem Suchmaschinenmarkt besitzt.

Der Aktienkurs von Alphabet fiel am Dienstag im vorbörslichen Handel um 0,11 %.

Untersuchung gegen Google: Wird sie faire Wettbewerbsbedingungen gewährleisten?

Sarah Cardell, die Geschäftsführerin der CMA, sagte, die Regulierungsbehörde untersuche die Dominanz von Google auf dem Suchmarkt, um sicherzustellen, dass „alle gleichberechtigt sind“ – insbesondere, da die künstliche Intelligenz die Art und Weise, wie Menschen online suchen, verändert. Sie sagte:

Sie wies außerdem darauf hin, dass ein fairer Wettbewerb für Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist, um in einem hart umkämpften Markt erfolgreich zu sein, sei es bei Suchmaschinen, Werbetreibenden oder Nachrichtenorganisationen.

Der Regulierer hob am Dienstag Googles dominierende Position auf dem britischen Suchmarkt als Hauptproblem hervor.

Laut CMA macht Google mehr als 90 % aller allgemeinen Suchanfragen im Vereinigten Königreich aus und mehr als 200.000 Werbetreibende im Land nutzen die Suchwerbungstools des Unternehmens.

Die CMA erklärte, dass die Suche „für das Wirtschaftswachstum von entscheidender Bedeutung“ sei. Die Rolle der CMA bei der Vermittlung zwischen Unternehmen, Investoren und Kunden bedeute, dass ein reibungsloser Wettbewerb „von entscheidender Bedeutung“ sei.

„Google Search unterstützt Millionen britischer Unternehmen beim Wachstum, indem es Kunden auf innovative Weise erreicht. Die heutige Ankündigung der CMA erkennt dies an“, sagte ein Google-Sprecher gegenüber CNBC per E-Mail.

„Wir werden weiterhin konstruktiv mit der CMA zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die neuen Regeln allen Arten von Websites zugutekommen und die Menschen in Großbritannien weiterhin von hilfreichen und innovativen Diensten profitieren können“, fügte der Google-Sprecher hinzu.

Sorgen der US-Regulierungsbehörden über KI-gesteuerte Suche

Die CMA prüft auch, wie sich Googles Marktposition auf neue Technologien auswirken könnte, insbesondere auf künstliche Intelligenz (KI).

Da KI-gesteuerte Suchmaschinen wie OpenAI und Perplexity an Popularität gewinnen, macht sich die Regulierungsbehörde Sorgen, ob die Dominanz von Google diese innovativen Akteure benachteiligen könnte.

Neben der Förderung von Innovationen betonte die CMA die Notwendigkeit eines wirksamen Wettbewerbs, um sicherzustellen, dass Nachrichtenverleger für die Nutzung ihrer Inhalte angemessen entschädigt werden.

Dies steht im Einklang mit den globalen Bedenken hinsichtlich des Ungleichgewichts in der Verhandlungsmacht zwischen Technologiegiganten und kleineren Inhaltsanbietern.