Mexikos Inflation könnte unter 4 % fallen, sagt stellvertretender Notenbankchef voraus

Mexikos Inflation könnte unter 4 % fallen, sagt stellvertretender Notenbankchef voraus
Noris Soto
21. Jan. 2025, 17:52 PM
  • Vizegouverneur Jonathan Heath prognostiziert, dass die Inflation in Mexiko bis Januar unter 4 % fallen wird.
  • Die Headline-Inflation sinkt auf 4,21 % und erreicht damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2023; die Kerninflation steigt auf 3,65 %.
  • Heath betonte die Notwendigkeit einer ausgewogenen Geldpolitik angesichts potenzieller Preissteigerungen in den USA.

In einem Interview mit Excelsior vom Montag sagte Jonathan Heath, stellvertretender Gouverneur der mexikanischen Zentralbank, voraus, dass die Kern- und Gesamtinflation bis Januar unter 4 % fallen würde.

Er wies darauf hin, dass die Bank keine strengen Vorschriften durchsetzen müsse, auch wenn externe wirtschaftliche Faktoren zu Preisdruck führen könnten.

Heath äußerte sich trotz Bedenken hinsichtlich möglicher Herausforderungen durch die Politik von US-Präsident Donald Trump optimistisch über die Inflationsentwicklung.

Heath prognostizierte, dass die Kern- und Gesamtinflation bis Januar unter 4 % fallen würde und das langfristige Ziel sei, sie auf 3 % zu senken.

Trumps Vorschläge, darunter Zölle auf mexikanische Exporte und Massenabschiebungen, könnten die mexikanische Wirtschaft unter Druck setzen und die Inflation anheizen.

Heath bleibt jedoch der Erreichung wirtschaftlicher Stabilität verpflichtet und betont:

Im Dezember sank die mexikanische Inflationsrate auf 4,21 %, den niedrigsten Wert seit Oktober. Die Kerninflation stieg jedoch leicht auf 3,65 %.

Heath betrachtet diese Entwicklungen als Fortschritt und sieht sie als Ausdruck der Bemühungen der Zentralbank, die Wirtschaft zu stabilisieren.

Die Bank von Mexiko hat die Zinssätze angepasst, um der Inflation entgegenzuwirken und gleichzeitig einen ausgewogenen Ansatz beizubehalten, um das Wachstum nicht zu beeinträchtigen.

Heath betonte die Flexibilität bei der Bewältigung potenzieller externer Herausforderungen und sagte:

Eine niedrigere Inflation kommt sowohl den Verbrauchern als auch den Unternehmen zugute, da sie die Preise stabilisiert und eine bessere Finanzplanung ermöglicht.

Allerdings bleiben Risiken bestehen, etwa durch die erhöhten Kosten aufgrund der US-Zölle.

Die Fähigkeit der Zentralbank, diesen Druck auszuhalten, wird entscheidend für die Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Stabilität Mexikos sein.

Mit Beginn des Jahres 2025 signalisiert Heaths optimistische Prognose Hoffnung auf ein Jahr mit niedriger Inflation und stetigem Wachstum, unterstützt durch flexible und wachsame Politikgestaltung.

Bank of Mexico könnte bei nachlassender Inflation größere Zinssenkungen in Erwägung ziehen

Die Bank von Mexiko (Banxico) könnte bei künftigen Sitzungen die Höhe der Zinssenkungen erhöhen, da die Inflation weiter sinkt, geht aus den Protokollen der geldpolitischen Sitzung vom Dezember hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Im Dezember senkte die Banxico einstimmig ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 10,00 %. In den Protokollen hieß es, dass „bei einigen Sitzungen größere Senkungen in Betracht gezogen werden könnten“, während die restriktive Geldpolitik beibehalten werde.

Drei der fünf Vorstandsmitglieder sprachen sich für eine Diskussion über größere Zinssenkungen aus. Seit März hat die Banxico fünf Zinssenkungen um 25 Basispunkte vorgenommen und den Leitzins von seinem Rekordhoch von 11,25 % im Jahr 2023 gesenkt.

Diese Verschiebung spiegelt den Fokus der Zentralbank wider, die Inflationskontrolle mit Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen.