Digitale Euro der EZB gegen Trump-Dollar-gestützte Stablecoins: Wer wird gewinnen?

Digitale Euro der EZB gegen Trump-Dollar-gestützte Stablecoins: Wer wird gewinnen?
Srinibas Rout
25. Jan. 2025, 09:33 AM
  • Trump hat kürzlich eine Anordnung erlassen, in der er seine Vision für Kryptowährungen darlegt.
  • Stablecoins sind Kryptowährungen, die normalerweise an traditionelle Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind.
  • Ein digitaler Euro würde als von der EZB garantierte Online-Brieftasche dienen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Notwendigkeit eines digitalen Euro betont, um der Konkurrenz durch dollargedeckte Stablecoins entgegenzutreten, die von US-Präsident Donald Trump gefördert werden.

Dies betonte der EZB-Vorstandsmitglied Piero Cipollone während einer Konferenz in Frankfurt, wie Reuters berichtete.

Trumps Stablecoin-Vorstoß

Trump hat kürzlich eine Anordnung erlassen, in der er seine Vision für Kryptowährungen darlegt. Dazu gehört die Förderung der weltweiten Verwendung „gesetzlicher und legitimer , durch Dollar gedeckter Stablecoins “.

Stablecoins sind Kryptowährungen, die normalerweise an traditionelle Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind.

Laut Trump zielt diese Strategie darauf ab, die Akzeptanz von Stablecoins weltweit zu fördern und möglicherweise die Finanzlandschaft neu zu gestalten.

Reaktion der EZB auf Stablecoins

Cipollone argumentierte, dass die Förderung von Stablecoins die Banken weiter aus dem Geschäft drängen und zu niedrigeren Gebühren und einem Kundenverlust führen könnte.

Dies stärke, so sagte er, das Argument für die EZB, ihre Pläne für einen digitalen Euro zu beschleunigen.

„Das Schlüsselwort hier [in Trumps Durchführungsverordnung] ist weltweit“, erklärte Cipollone.

„Diese Lösung entmachtet die Banken weiter, da sie Gebühren und Kunden verlieren. Deshalb brauchen wir einen digitalen Euro.“

Wie sich der digitale Euro und Stablecoins unterscheiden

Stablecoins funktionieren ähnlich wie Geldmarktfonds und bieten Zugang zu kurzfristigen Zinssätzen in Währungen wie dem US-Dollar.

Sie werden häufig für grenzüberschreitende Zahlungen und Transaktionen im Bereich dezentraler Finanzen (DeFi) verwendet.

Im Gegensatz dazu würde ein digitaler Euro als von der EZB garantierte Online-Brieftasche dienen.

Obwohl Banken oder andere Unternehmen es betreiben würden, würde die Brieftasche es Einzelpersonen, einschließlich Personen ohne Bankkonto, ermöglichen, Zahlungen sicher zu tätigen.

Um Bedenken hinsichtlich möglicher finanzieller Störungen auszuräumen, würde die EZB wahrscheinlich Obergrenzen für die Bestände festlegen, diese auf einige Tausend Euro begrenzen und sicherstellen, dass sie zinslos sind.

Sorgen der Banken in der Eurozone

Die Banken der Eurozone haben Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen eines digitalen Euro auf ihre Liquidität geäußert.

Eine Verlagerung von Kundengeldern in von der EZB unterstützte Wallets könnte zu geringeren Einlagen führen und die Bankgeschäfte beeinträchtigen.

Trotz dieser Bedenken untersucht die EZB weiterhin die technischen und operativen Aspekte eines digitalen Euro.

Eine endgültige Entscheidung über die Einführung wird erst getroffen, wenn die europäischen Gesetzgeber die erforderlichen Gesetze verabschiedet haben.

Trumps Haltung zu CBDCs

Neben der Förderung von Stablecoins verbietet Trumps Anordnung der Federal Reserve die Ausgabe ihrer eigenen digitalen Zentralbankwährung (CBDC).

Dies unterscheidet die USA von Ländern wie China, das sein Projekt für den digitalen Yuan vorantreibt.

Die Debatte über digitale Währungen spiegelt umfassendere Fragen über die Zukunft des Geldes, die finanzielle Inklusion und das Kräfteverhältnis zwischen traditionellen Banken und neuen Technologien wider.

Während Stablecoins eine marktgetriebene Alternative bieten, könnte ein digitaler Euro eine stärkere Aufsicht und finanzielle Stabilität innerhalb der Eurozone gewährleisten.

Während sich beide Strategien entwickeln, könnte das globale Finanzökosystem erhebliche Veränderungen in der Verwendung und Verwaltung von Währungen erleben.