DeepSeek-Bedrohung? Softbank, Advantest und andere japanische Technologieaktien fallen um bis zu 10 %

DeepSeek-Bedrohung? Softbank, Advantest und andere japanische Technologieaktien fallen um bis zu 10 %
Utkarsh Roshan
27. Jan. 2025, 04:32 AM
  • Die Aktien japanischer Chip-Unternehmen gerieten am Montag unter Druck.
  • Advantest Corp., ein Zulieferer von Nvidia, verlor 8,2 %. Disco Corp. fiel um 3,3 %. SoftBank Group ging um 6,28 % zurück.
  • Der heutige Einbruch kommt, nachdem das chinesische KI-Startup DeepSeek mit seinem aktualisierten KI-Modell an Fahrt gewonnen hat.

Die Aktien japanischer Chip-Unternehmen gerieten am Montag unter Druck.

Der heutige Einbruch kommt, nachdem das chinesische KI-Startup DeepSeek mit seinem aktualisierten KI-Modell an Fahrt gewonnen hat und damit Befürchtungen über mögliche Herausforderungen für die technologische Vormachtstellung der USA aufkommen ließ.

Der Ausverkauf war auch eine Folge von Gewinnmitnahmen nach dem Rallyeanstieg der Technologieaktien in der vergangenen Woche, der durch die KI-Investitionspläne der SoftBank Group Corp. ausgelöst wurde.

Das Vertrauen der Anleger wurde durch Bedenken hinsichtlich des wettbewerbsfähigen KI-Modells von DeepSeek belastet. Auch die Nasdaq-Futures fielen und verstärkten das negative Sentiment.

Softbank und Advantest fallen um bis zu 10 %

Advantest Corp., ein Zulieferer von Nvidia, verlor 8,2 %. Disco Corp. fiel um 3,3 %. SoftBank Group verlor 6,28 % nach einem Anstieg von 16 % in der Vorwoche.

Die Datenkabelhersteller Furukawa Electric Co. und Fujikura Ltd. legten jeweils um mehr als 8 % zu.

Letzte Woche stiegen die japanischen Technologieaktien, nachdem die SoftBank Group Pläne zur Zusammenarbeit mit Unternehmen wie OpenAI und Oracle Corp. zur Investition in die KI-Infrastruktur in den USA bekannt gegeben hatte.

Die Einführung von DeepSeek und seines potenziell wettbewerbsfähigen KI-Modells hat jedoch neue Unsicherheiten auf dem Markt ausgelöst und eine Welle von Verkäufen bei Technologie- und Chip-Aktien ausgelöst.

Andrew Jackson, Leiter der japanischen Aktienstrategie bei Ortus Advisors Pte, sagte gegenüber Bloomberg:

Die DeepSeek-Bedrohung

Das chinesische Unternehmen DeepSeek hat die globale Technologiebranche schockiert, indem es KI-Modelle herausgebracht hat, die mit den besten in den USA konkurrieren können.

Diese Modelle sollen zu einem Bruchteil der Kosten gebaut werden und weniger leistungsstarke Hardware verwenden, was Bedenken hinsichtlich der schwindenden Führung der USA im Bereich KI aufwirft.

Im Dezember stellte DeepSeek ein kostenloses, quelloffenes Großsprachmodell vor, das in nur zwei Monaten für weniger als 6 Millionen US-Dollar entwickelt wurde.

Das Labor verwendete Nvidia-H800-Chips, die weniger leistungsfähig sind als die eingeschränkten H100-Chips, die US-Exportkontrollen unterliegen.

Trotzdem lieferte das Modell in Benchmark-Tests von Drittanbietern Ergebnisse, die die Modelle Llama 3.1 von Meta, GPT-4o von OpenAI und Claude Sonnet 3.5 von Anthropic übertrafen.

Letzte Woche brachte DeepSeek ein weiteres bahnbrechendes Modell namens r1 auf den Markt, ein Denkmodell, das OpenAIs neueste Version o1 in Bereichen wie Problemlösung, Mathematik und Codierung übertraf.

Diese Entwicklung hat die Bedenken über die massiven Ausgaben des Silicon Valley für KI-Modelle und Rechenzentren verschärft, da DeepSeek mit deutlich weniger Ressourcen wettbewerbsfähige Ergebnisse erzielt hat.

Die Fortschritte von DeepSeek haben weltweit Aufmerksamkeit erregt, darunter auch die Äußerungen von Microsoft-CEO Satya Nadella beim Weltwirtschaftsforum. Nadella lobte die Effizienz des Modells.

Er fügte hinzu:

Die Entstehung von DeepSeek hat die von den USA dominierte KI-Landschaft erheblich aufgewühlt.

Die Fähigkeit des Labors, kostengünstige und leistungsstarke Modelle zu entwickeln, ist ein Zeichen für wachsende Konkurrenz zur Führungsposition der USA auf dem Gebiet der KI.