Dow entlässt im Rahmen eines Kostensenkungsplans im Wert von einer Milliarde US-Dollar 1.500 Mitarbeiter

Dow entlässt im Rahmen eines Kostensenkungsplans im Wert von einer Milliarde US-Dollar 1.500 Mitarbeiter
Srinibas Rout
30. Jan. 2025, 19:43 PM
  • Das Unternehmen plant weltweit Personalabbau, wobei der Schwerpunkt auf Europa und Asien liegen soll.
  • Dow erwartet, dass sich die Kosten durch die Rationalisierung der Ausgaben in diesem Jahr um 300 bis 500 Millionen US-Dollar senken lassen.
  • Dow bleibt optimistisch hinsichtlich des Wachstums der Nachfrage nach Polyethylen in Nordamerika.

Das in Michigan ansässige Unternehmen Dow Inc. gab am Donnerstag bekannt, dass es im Rahmen einer Kostensenkungsinitiative im Wert von einer Milliarde US-Dollar 1.500 Mitarbeiter entlassen werde. Als Gründe nannte es die schwache Nachfrage und Margendruck. Die Ankündigung ließ die Dow-Aktien im Vormittagshandel um 6,3 % einbrechen.

Wie viele andere Unternehmen der Branche kämpft der Chemiekonzern mit steigenden Produktionskosten und schwacher Preismacht, insbesondere in Europa, wo Unternehmen aufgrund regulatorischer Herausforderungen ihre Strategien überdenken mussten.

Fokus auf Europa und Asien

Das Unternehmen plant weltweit Personalabbau, wobei der Schwerpunkt auf Europa und Asien liegen soll.

Neben den Stellenstreichungen erwartet Dow, in diesem Jahr durch die Straffung der Ausgaben zwischen 300 und 500 Millionen Dollar einzusparen.

Das Unternehmen gab außerdem eine enttäuschende Umsatzprognose für das laufende Quartal ab und prognostizierte einen Umsatz von 10,3 Milliarden US-Dollar – was den Erwartungen von Wall Street von 10,78 Milliarden US-Dollar unterlag, wie Daten von LSEG zeigen.

Führungskräfte warnten, dass die höheren weltweiten Rohstoff- und Energiekosten die Preissteigerungen weiterhin übertreffen und die Margen unter Druck setzen. Sie schätzen, dass dies im laufenden Quartal die Gewinne um etwa 100 Millionen US-Dollar negativ beeinflussen wird.

Dow’s größtes Umsatzsegment, Verpackungen und Spezialkunststoffe, verzeichnete einen Rückgang der Quartalsumsätze um 5,8 % auf 5,32 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Obwohl die Nachfrage nach Verpackungsprodukten weiterhin hoch war, wurden diese Gewinne durch niedrigere Preise ausgeglichen.

Dow bleibt optimistisch hinsichtlich der Nachfrage nach Polyethylen

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Dow optimistisch hinsichtlich des Wachstums der Nachfrage nach Polyethylen in Nordamerika, einem wichtigen Bestandteil von Verpackungsmaterialien. Das Unternehmen prüft auch aktiv seine europäischen Aktivitäten und erwartet, bis Mitte 2025 ein Update bereitzustellen.

Was die Gewinne betrifft, meldete Dow für das vierte Quartal ein bereinigtes Break-Even-Ergebnis je Aktie (EPS), das die Erwartungen der Analysten von 24 Cent je Aktie verfehlte.

Um die schwierigen Marktbedingungen zu meistern, kündigte Dow Pläne an, im zweiten Quartal einen seiner europäischen Ethylen-Cracker stillzulegen. Der Betrieb soll wieder aufgenommen werden, sobald sich die Marktbedingungen verbessern.

Dow’s Kostensenkungsstrategie unterstreicht den wachsenden Druck, dem die Chemieindustrie ausgesetzt ist, da schwache globale Nachfrage, steigende Kosten und regulatorische Herausforderungen das Wachstum belasten. Während das Unternehmen versucht, seine Margen zu stabilisieren, bleiben die Anleger vorsichtig, da die wirtschaftlichen Unsicherheiten anhalten.