Meta zahlt Trump 25 Millionen Dollar, um Klage über Sperrung von Social-Media-Konten beizulegen

Meta zahlt Trump 25 Millionen Dollar, um Klage über Sperrung von Social-Media-Konten beizulegen
Vatsala Gaur
30. Jan. 2025, 07:50 AM
  • Meta stimmt zu, 25 Millionen Dollar zu zahlen, um Trumps Klage wegen seines Social-Media-Verbots beizulegen.
  • Die Entschädigungszahlungen dienen zur Finanzierung der Präsidentenbibliothek Trumps und seiner Anwaltskosten.
  • Meta veröffentlicht starke Ergebnisse für das vierte Quartal, gibt aber eine vorsichtige Umsatzprognose ab.

Meta gab am Mittwoch bekannt, dass es sich bereit erklärt habe, dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump 25 Millionen Dollar zu zahlen, um eine Klage über die Sperrung seiner Facebook- und Instagram-Konten nach dem Aufstand vom 6. Januar im Kapitol beizulegen.

Die Einigung, die Trumps zukünftige Präsidentenbibliothek und seine Anwaltskosten finanziert, markiert eine bedeutende Veränderung in der Beziehung zwischen großen Technologiefirmen und konservativen politischen Persönlichkeiten.

Der Schritt unterstreicht auch eine umfassendere Transformation bei Meta, bei der sich CEO Mark Zuckerberg zunehmend den Zielen und der Politik der Trump-Regierung annähert.

Wie Zuckerberg Meta mit Trump-freundlichen Richtlinien umgestaltet

Als Teil der sich wandelnden Haltung von Meta hat Zuckerberg umfassende Veränderungen im Unternehmen umgesetzt.

Er hat kürzlich die Richtlinien zur Inhaltsmoderation überarbeitet und mehr Arten politischer Rede zugelassen sowie Initiativen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion abgebaut.

Die Änderung hat bei Meta zu internen Spannungen geführt, steht aber im Einklang mit Trumps breiterer Kritik an der Zensur durch die Technologiebranche.

Bei einem Telefonat mit Investoren am Mittwoch lobte Zuckerberg die Trump-Regierung für ihre Unterstützung amerikanischer Technologieunternehmen und erklärte:

Die Einigung von Meta mit Trump spiegelt eine kürzliche Vereinbarung zwischen ABC News und dem ehemaligen Präsidenten über Verleumdungsansprüche im Wert von 15 Millionen Dollar wider.

Beide Siedlungen tragen zur Stiftung und zum Museum von Präsident Trump bei.

Meta meldet starke Gewinne, aber die Umsatzprognose ist ungewiss

Trotz rechtlicher Einigungen und politischer Veränderungen bleibt die finanzielle Leistung von Meta robust.

Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg von 21 % auf 48,4 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street.

Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 49 % auf 20,8 Milliarden US-Dollar, was hauptsächlich auf Verbesserungen bei der KI-gestützten Zielgruppenansprache und Inhaltsrekommendationen zurückzuführen ist.

Die Prognose von Meta für das laufende Quartal hat jedoch bei den Anlegern Bedenken geweckt.

Das Unternehmen erwartet einen Umsatz zwischen 39,5 und 41,8 Milliarden Dollar, wobei die untere Grenze unter den Prognosen der Analysten liegt.

Die Unsicherheit kommt, da Meta seine Ausgaben erhöht und für 2025 Investitionen zwischen 60 und 65 Milliarden US-Dollar plant – deutlich mehr als die 38 bis 40 Milliarden US-Dollar, die 2024 ausgegeben wurden.

Das Unternehmen konzentriert sich auf den Aufbau einer KI-Infrastruktur, um mit Konkurrenten wie Google, Amazon, Microsoft und OpenAI mithalten zu können.

Chinas DeepSeek heizt den Wettbewerb um KI an

Die KI-Ambitionen von Meta sehen sich einer wachsenden Konkurrenz gegenüber, insbesondere von DeepSeek aus China, einem Start-up, das kürzlich ein fortschrittliches KI-Modell zu einem Bruchteil der Kosten seiner US-Konkurrenten entwickelt hat.

DeepSeek nutzte Open-Source-KI-Tools von Unternehmen wie Meta und löste damit eine Debatte über geistiges Eigentum und technologische Führung aus.

Während der Investorenkonferenz erkannte Zuckerberg DeepSeek als „neuen Konkurrenten“ an, betonte jedoch die Notwendigkeit der amerikanischen Vormachtstellung bei KI.

„Aus unserer eigenen nationalen Sicht ist es wichtig, dass es sich um einen amerikanischen Standard handelt“, sagte er und signalisierte damit einen möglichen Vorstoß für regulatorische oder politische Eingriffe.