Trumps Aussetzung der Zölle auf Kanada und Mexiko löst Anstieg der größten Technologie-Aktien Asiens aus

Trumps Aussetzung der Zölle auf Kanada und Mexiko löst Anstieg der größten Technologie-Aktien Asiens aus
Diya Poddar
04. Feb. 2025, 07:50 AM
  • Die japanischen Chip-Hersteller Advantest und Lasertec stiegen um 5 % bzw. 4,81 %.
  • TSMC und Foxconn gewannen 2,8 %, während Samsung Electronics um 4,13 % zulegte.
  • Die Aktie von Meituan, einer der größten chinesischen E-Commerce-Plattformen, stieg um 5,06 %.

Asiatische Technologie-Aktien stiegen am Dienstag, nachdem die Anleger auf die Entscheidung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump reagiert hatten , die Zölle auf kanadische und mexikanische Exporte auszusetzen.

Der Schritt linderte vorübergehend die Marktsorgen über die eskalierenden Handelsspannungen und führte zu starken Kursgewinnen bei Halbleiter-, Elektronik- und KI-bezogenen Aktien in Japan, Südkorea und China.

Die Gewinne folgten einer volatilen Sitzung an den globalen Märkten, bei der die US-Aktien am Montag einen Teil ihrer Verluste wieder wettmachten.

Asiatische Aktien, insbesondere solche, die der globalen Halbleiter-Lieferkette ausgesetzt sind, reagierten positiv, da die Befürchtungen vor Handelsstörungen nachließen.

Die japanischen Chip-Hersteller Advantest und Lasertec führten den Aufschwung an und stiegen um 5 bzw. 4,81 Prozent. Tokyo Electron gewann 2,82 Prozent, Renesas Electronics legte um 2,99 Prozent zu und der Technologiekonzern SoftBank Group stieg um 1,53 Prozent.

In Taiwan verzeichneten TSMC und Foxconn jeweils Gewinne von 2,8 %, was das Optimismus der Anleger stärkt, dass die Störungen in der Lieferkette in naher Zukunft nicht noch schlimmer werden.

Auch die südkoreanischen Technologie-Aktien zeigten eine gute Leistung: Samsung Electronics stieg um 4,13 %, während SK Hynix ein bescheidenes Plus von 0,63 % verzeichnete.

Chinesische Aktien aus dem Bereich KI und Elektrofahrzeuge steigen trotz breiterer US-Zollrisiken

Aktien chinesischer Technologie- und KI-Unternehmen verzeichneten deutliche Gewinne, obwohl die umfassenderen Handelsspannungen zwischen China und den USA noch nicht gelöst sind.

Die Aktien von Tencent stiegen in Hongkong um 3,07 %, während Alibaba um 3,09 % zulegte.

Der Cloud-Dienstleister Kingsoft Cloud stieg um 7 % und auch die Hersteller von Elektrofahrzeugen (EV) verzeichneten starke Zuwächse: BYD stieg um 4,22 %, Li Auto um 9,35 % und Xpeng um 14,46 %.

Die Aktie von Meituan, einer der größten chinesischen E-Commerce-Plattformen, stieg um 5,06 %, da die Stimmung in Bezug auf den weltweiten Handelsverkehr besser wurde.

Der Anstieg der Aktien chinesischer Unternehmen im Bereich KI erfolgte, als Peking trotz anhaltender US-Beschränkungen bei den Halbleiter-Exporten seine Pläne für die Entwicklung der heimischen KI vorantrieb.

Diese Gewinne kamen inmitten der Spekulationen zustande, dass Trumps Schritt, die Zölle auf Kanada und Mexiko zu verschieben, ein strategisches Signal an China war.

Berichten zufolge plante er, später in der Woche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu sprechen, was die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt weckte.

Da die neuen US-Zölle auf chinesische Waren jedoch noch immer in Kraft treten sollen, blieben die Anleger vorsichtig.

Spannungen zwischen den USA und China trüben weiterhin das globale Bild der Halbleiterindustrie

Der Halbleitersektor, der im Mittelpunkt der Handelsspannungen zwischen den USA und China steht, blieb gegenüber politischen Veränderungen hochsensibel.

Während die Zollpause für Mexiko und Kanada eine Erleichterung für die asiatischen Märkte darstellte, bleibt die Halbleiterindustrie weiterhin anfällig für die anhaltenden US-Handelsbeschränkungen gegen chinesische Technologieunternehmen.

Chinas Bestreben, in der Halbleitertechnologie autark zu werden, hat zu einer verstärkten Investition in inländische KI- und Chipunternehmen geführt und eine Alternative zu den von den USA geführten Lieferketten geschaffen.

Letzte Woche sorgte die Einführung des kostenlosen, quelloffenen Sprachmodells des chinesischen Startups DeepSeek für Druck auf US-amerikanische und südkoreanische KI-Unternehmen und spiegelt die wachsenden Ambitionen Pekings in diesem Sektor wider.

Unterdessen sind Samsung Electronics und SK Hynix mit höheren Kosten und veränderten Nachfragetrends konfrontiert.

Die Gewinne von Samsung im vierten Quartal fielen unter die Erwartungen, was letzte Woche zu einem Rückgang des Aktienkurses geführt hatte. Die Gewinne vom Dienstag signalisierten jedoch ein erneutes Vertrauen der Anleger in den südkoreanischen Technologiesektor.

Trotz der Erholung warnten Analysten, dass die Unsicherheit über die US-Handelspolitik ein wichtiges Risiko bleibe. Da Trumps Zollpolitik oft unvorhersehbar schwankt, bereiten sich die Anleger auf mögliche weitere Störungen der globalen Lieferketten vor.