China warnt vor Destabilisierung der globalen Lieferketten durch US-Stahlzölle

China warnt vor Destabilisierung der globalen Lieferketten durch US-Stahlzölle
Sayantan Sarkar
13. Feb. 2025, 13:24 PM
  • Der chinesische Verband für Eisen und Stahl hat gewarnt, dass diese Zölle die globale Stahlversorgungskette stören werden.
  • Die US-Zölle könnten die Kosten erhöhen und zu Vergeltungsmaßnahmen führen.
  • Obwohl Chinas Stahl-Exporte in die USA gering sind, behauptet die USA, dass China zum weltweiten Stahlüberangebot beiträgt.

Die jüngste Entscheidung der USA, auf alle Stahl- und Aluminiumexporte einen Zollzuschlag von 25 % zu erheben, hat in der weltweiten Stahlindustrie Bedenken ausgelöst.

Der chinesische Verband für Eisen und Stahl hat seine Besorgnis ausdrücklich zum Ausdruck gebracht und erklärt, dass diese Tariferhöhung sich negativ auf die komplexe Lieferkette der globalen Stahlindustrie auswirken werde, einschließlich des chinesischen Stahlsektors.

Diese Erklärung wurde am Donnerstag vom staatlichen Fernsehsender China Central Television gemeldet.

Vielschichtige Auswirkungen

Die potenziellen Auswirkungen dieser Zollerhöhung sind vielfältig.

Es könnte beispielsweise den etablierten Stahl- und Aluminiumhandel zwischen den Ländern stören und zu Lieferengpässen oder Verzögerungen führen.

Darüber hinaus könnte es die Kosten für Stahl- und Aluminiumprodukte für Unternehmen und Verbraucher erhöhen, was die Nachfrage dämpfen und das Wirtschaftswachstum verlangsamen könnte.

Darüber hinaus könnte es die Handelsspannungen zwischen den USA und anderen Ländern, insbesondere China, verschärfen und zu Vergeltungsmaßnahmen führen, die das globale Handelsumfeld weiter destabilisieren.

Um die angeschlagenen US-Stahl- und Aluminiumindustrien zu stützen, verhängte Präsident Donald Trump am Montag einen Zoll von 25 Prozent auf alle Importe dieser beiden Metalle.

Die Zölle werden ohne Ausnahmen oder Befreiungen flächendeckend erhoben, eine Entscheidung, die zu einem globalen Handelskrieg führen könnte.

Zölle können langfristig schädlich sein

Im Jahr 2024 exportierte China laut einem Reuters-Bericht 508.000 Nettotonnen Stahl in die USA.

Diese Zahl stellt einen kleinen, aber nicht unbedeutenden Teil der gesamten amerikanischen Stahimporte dar und macht 1,8 % des Gesamtvolumens aus.

Obwohl China nicht die größte Quelle für importierten Stahl in den USA ist, bleibt der Beitrag Chinas zum amerikanischen Stahlmarkt ein bemerkenswerter Aspekt der globalen Stahlhandelslandschaft.

Der Zollanstieg wurde von Zhang Longqiang, stellvertretender Generalsekretär des chinesischen Eisen- und Stahlverbandes, entschieden abgelehnt. Er sagte gegenüber Reuters, dass dies nicht „gesundem und fairem Handel und Marktwettbewerb“ dienlich sei.

Er fügte hinzu:

China ist für den weltweiten Stahlüberhang verantwortlich

Obwohl Chinas direkte Stahlexporte in die USA minimal sind, argumentiert die amerikanische Regierung, dass China eine bedeutende Rolle bei der globalen Überproduktion von Stahl spielt.

Diese Überkapazität ist auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen, darunter staatliche Subventionen, kostengünstige Produktion und ein Fokus auf infrastrukturgetriebenes Wirtschaftswachstum.

Der daraus resultierende Stahlüberschuss hat die Weltpreise gedrückt und die Stahlproduzenten in anderen Ländern, darunter auch in den USA, negativ beeinflusst.

Dies hat zu Handelsspannungen und der Erhebung von Zöllen durch die USA geführt, um die heimische Stahlindustrie zu schützen.

Die Vereinigten Staaten behaupten, dass die subventionierte Stahlproduktion in China dazu führt, dass andere Länder ihre Stahlexporte erhöhen.

Dies hat dazu geführt, dass chinesischer Stahl über andere Länder in die USA verschifft wird, um Zölle und Handelshemmnisse zu umgehen.