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Hongkong signalisiert einen Wandel: Könnte Kryptographie Einwanderungsmöglichkeiten eröffnen?

Hongkong signalisiert einen Wandel: Könnte Kryptographie Einwanderungsmöglichkeiten eröffnen?
Deepali Singh
17. Feb. 2025, 11:31 AM
  • Hongkong deutet an, Kryptowährungen als Vermögensnachweis für die Einwanderung anzuerkennen.
  • Der Buchhalter Clement Siu bearbeitete Fälle, bei denen Bitcoin und Ether als Vermögensnachweis verwendet wurden.
  • InvestHK erklärt, dass es keine strengen Regeln für Anlagearten gibt und Kryptowährungen weiterhin eine Option bleiben.

Die Regierung von Hongkong hat auf Anfragen zur Verwendung von Kryptowährungen als Vermögensnachweis für ihr Einwanderungsprogramm reagiert und eine differenzierte Antwort gegeben, die die Tür für die Rolle digitaler Vermögenswerte bei der Anwerbung globaler Talente und Kapital offen lässt.

Die Reaktion folgt auf öffentliche Äußerungen von Clement Siu, einem in Hongkong ansässigen Wirtschaftsprüfer, der enthüllte, dass er erfolgreich zwei Einwanderungsfälle bearbeitet hatte, bei denen Bitcoin und Ether als Nachweis des Vermögens eines Klienten akzeptiert wurden.

Obwohl Kryptowährungen im Rahmen des Einwanderungsprogramms nicht ausdrücklich für Direktinvestitionen zugelassen sind, deuten Sius Fälle darauf hin, dass sie als Nachweis des Vermögens eines potenziellen Einwanderers verwendet werden können, was ihre zunehmende Anerkennung als Mainstream-Vermögenswert unterstreicht.

InvestHKs unklare Haltung: keine spezifischen Anforderungen

InvestHK, die für die Verwaltung der Anträge für das New Capital Investment Entrant Scheme (New CIES) zuständige Investitionsförderungsabteilung von Hongkong, erklärte, dass es „keine spezifischen Anforderungen“ hinsichtlich der Anlageklassen gebe, als man sie fragte, ob Kryptowährungen als zulässige Vermögenswerte akzeptiert würden.

Hongkong hat im März 2024 ein Investoren-Einwanderungsprogramm neu aufgelegt, um Kapital anzuziehen.

Bewerber müssen nachweisen, dass sie über Vermögenswerte im Wert von mindestens 30 Millionen HK-Dollar (3,9 Millionen US-Dollar) verfügen und diese in zugelassene Vermögenswerte investieren, um einen Aufenthaltstitel zu erhalten.

Siu: „Sie haben uns ermutigt, es auszuprobieren.“

„InvestHK hat nie gesagt, ob Krypto-Assets akzeptabel sind oder nicht, aber sie haben uns ermutigt, es auszuprobieren, also haben wir es einfach versucht“, sagte Siu, stellvertretender geschäftsführender Partner bei Global Vision CPA Limited, das Buchhaltungsberichte für Einwanderungsbewerber ausstellt, gegenüber Reuters.

InvestHK äußerte sich nicht konkret zu den von Siu hervorgehobenen Fällen und gab keine Auskunft darüber, wie viele Einwanderungsanträge unter Verwendung von Kryptowährungen als Vermögensnachweis angenommen wurden.

Im Wettstreit um den Status als Krypto-Hub: ein Schub für virtuelle Vermögenswerte

Hongkong konkurriert aktiv mit regionalen Rivalen wie Singapur und Dubai um die Position als globales Zentrum für virtuelle Vermögenswerte, was seine Haltung zu Kryptowährungen besonders bedeutsam macht.

„Die Akzeptanz virtueller Vermögenswerte als Vermögensnachweis zeigt, dass virtuelle Vermögenswerte in Hongkong den gleichen Status wie traditionelle Vermögenswerte haben. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Förderung der Mainstream-Etablierung virtueller Vermögenswerte“, sagte Jupiter Zheng, Partner bei HashKey Capital.

Die Akzeptanz von Kryptowährungen im Einwanderungsprozess wirft jedoch auch potenzielle Bedenken hinsichtlich der Umgehung der strengen Kapitalkontrollen Chinas auf.

Obwohl das Investitions-Einwanderungsprogramm von Hongkong nicht für Chinesen vom Festland offen ist, können sie diese Einschränkung umgehen, wenn sie eine ständige Aufenthaltserlaubnis in einem Drittland erhalten, sagen Analysten.

Siu bestätigte, dass einer seiner Kunden, der Ether als Vermögensnachweis verwendete, ein chinesischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Guinea-Bissau war, und betonte damit das Potenzial, das in der Ausnutzung solcher Lücken steckt.

Daten der Hongkonger Regierung für Juni zeigten, dass fast 80 % der über 250 Antragsteller für das neue CIES-Programm aus Guinea-Bissau oder Vanuatu stammten.