Southwest Airlines entlässt Mitarbeiter, um 300 Millionen Dollar zu sparen: Aktien steigen, Analysten sind optimistisch

Southwest Airlines entlässt Mitarbeiter, um 300 Millionen Dollar zu sparen: Aktien steigen, Analysten sind optimistisch
Vatsala Gaur
18. Feb. 2025, 15:04 PM
  • Southwest Airlines wird 1750 Mitarbeiter in der Unternehmenszentrale entlassen – die ersten Massenentlassungen des Unternehmens.
  • Die Fluggesellschaft erwartet Einsparungen von 210 Millionen Dollar im Jahr 2025 und 300 Millionen Dollar im Jahr 2026.
  • Trotz vergangener Schwierigkeiten sehen Analysten Potenzial für eine Erholung der Aktienkurse und verweisen auf Kostensenkungen und Flottenmodernisierungen.

Der Aktienkurs von Southwest Airlines stieg im vorbörslichen Handel, nachdem die Fluggesellschaft Pläne zum Abbau von 1750 Arbeitsplätzen in der Verwaltung bekannt gab – die ersten Massenentlassungen in ihrer 53-jährigen Geschichte.

Die Kürzungen, die 15 % der Mitarbeiter des Unternehmens betreffen, werden hauptsächlich bis Ende des zweiten Quartals abgeschlossen sein und die Streichung von 11 Führungspositionen beinhalten.

Die Umstrukturierung ist Teil der umfassenderen Bemühungen von Southwest, angesichts des zunehmenden Drucks der Investoren die Rentabilität zu steigern und die Bilanz zu verbessern.

„Diese Entscheidung ist in unserer 53-jährigen Geschichte beispiellos und Veränderungen erfordern schwierige Entscheidungen“, sagte Chief Executive Officer (CEO) Bob Jordan.

„Wir befinden uns an einem entscheidenden Punkt, während wir Southwest Airlines in eine schlankere, schnellere und agilere Organisation umwandeln“, fügte er hinzu.

Nach der Bekanntgabe stiegen die Aktien von Southwest im vorbörslichen Handel um 2 %.

Southwest Airlines plant Stellenabbau, um bis 2026 300 Millionen Dollar einzusparen.

Die Stellenstreichungen sollen dem Unternehmen erhebliche Kosteneinsparungen bringen.

Southwest schätzt, dass die Reduzierung der Belegschaft im Jahr 2025 210 Millionen Dollar und im Jahr 2026 300 Millionen Dollar einsparen wird.

Die Restrukturierung wird jedoch auch zu einer einmaligen Belastung von 60 bis 80 Millionen Dollar im ersten Quartal 2025 führen, hauptsächlich für Abfindungen und Leistungen nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis.

Die Entlassungen sind Teil eines dreijährigen Geschäftsplans, den Southwest im September vorgestellt hat. Dieser umfasst die Ausweitung von Partnerschaften, das Angebot weiterer Urlaubspakete und den Einsatz von Sale-Leaseback-Geschäften für Flugzeuge, um Kapital freizusetzen.

Im Zuge der Führungsumstrukturierung ernannte Southwest letzte Woche Tom Doxey zum neuen Finanzvorstand. Er ersetzt Tammy Romo, die ihren Rücktritt angekündigt hatte.

Doxey, ein ehemaliger Manager von United Airlines und Breeze Airways, soll die Fluggesellschaft bei ihren Umstrukturierungsbemühungen unterstützen.

Kostensenkungsmaßnahmen als Folge des Drucks von Elliott Investment

Die Kostensenkungsmaßnahmen der Fluggesellschaft sind eine Reaktion auf den Druck des aktivistischen Investors Elliott Investment Management, der Southwest aufgefordert hat, die Effizienz zu verbessern und sein Geschäftsmodell zu modernisieren.

Das Unternehmen hat in diese Richtung bereits Schritte unternommen, darunter die Abkehr von seiner charakteristischen Sitzplatzpolitik ohne feste Zuordnung, einem entscheidenden Merkmal, das es von Konkurrenten wie Delta, United und American Airlines unterschied.

Trotz dieser Veränderungen hat die Aktie von Southwest Probleme.

Während der US Global Jets Exchange Traded Fund im vergangenen Jahr um 30 % zugelegt hat, angeführt von Fluggesellschaften wie United und Delta, sind die Aktien von Southwest um 13 % gefallen.

Die Fluggesellschaft hat in den letzten zehn Quartalen auch viermal die Gewinnprognosen der Analysten verfehlt, was zur Skepsis der Anleger beigetragen hat.

Warum sind Analysten optimistisch in Bezug auf die LUV-Aktie?

Das Unternehmen hatte Schwierigkeiten, mit der Konkurrenz Schritt zu halten, da seine Aktie im vergangenen Jahr aufgrund verfehlter Gewinnprognosen und eines schwächeren als erwarteten Umsatzwachstums unterdurchschnittlich abgeschnitten hat.

Trotz der jüngsten Schwierigkeiten sehen Analysten jedoch Potenzial für eine Erholung der Southwest-Aktie.

John Staszak von Argus Research hat die Aktie kürzlich auf „Kaufen“ mit einem Kursziel von 35 USD hochgestuft, was einen potenziellen Gewinn von 17 % gegenüber dem aktuellen Niveau impliziert.

Ein Grund zum Optimismus ist die prognostizierte Steigerung der verfügbaren Sitzplatzkilometer bei Southwest, die eine effizientere Flugzeugnutzung widerspiegelt.

Die Fluggesellschaft hat außerdem 136 neue Flugzeuge bestellt, die 2025 ausgeliefert werden sollen. Dadurch können die Treibstoffkosten im Vergleich zum Vorjahr um 6 % gesenkt werden.

Darüber hinaus plant Southwest, 1 Milliarde US-Dollar aus dem freien Cashflow für Aktienrückkäufe zu verwenden, was den Gewinn je Aktie weiter steigern und das Vertrauen der Anleger stärken könnte.

Die Fluggesellschaft verfügt derzeit über 8 Milliarden Dollar an Barmitteln, was ihr während der Restrukturierungsphase finanzielle Stabilität verleiht.

Mit niedrigeren Kosten, erhöhten Umsatzchancen und betrieblichen Anpassungen strebt Southwest eine Trendwende im Jahr 2025 an.

Die Umsetzung wird jedoch von entscheidender Bedeutung sein, da die Fluggesellschaft das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen und effektiver mit ihren größeren Konkurrenten konkurrieren möchte.