NVDA-Aktie steigt vor den Quartalszahlen um 3 %: Was zu erwarten ist

NVDA-Aktie steigt vor den Quartalszahlen um 3 %: Was zu erwarten ist
Utkarsh Roshan
26. Feb. 2025, 16:06 PM
  • Nvidias Umsatz wird auf 38 Milliarden Dollar geschätzt, der Nettogewinn auf 21,08 Milliarden Dollar.
  • Nvidia hat in 16 der letzten 18 Quartale die Erwartungen übertroffen.
  • Die NVDA-Aktie stieg nach Börsenbeginn stark an und legte um über 3 % zu, um ein Intraday-Hoch von 131,60 $ zu erreichen.

Die Nvidia-Aktien notierten am Mittwochmorgen im Plus. Die NVDA-Aktie stieg nach Börsenbeginn stark an und legte um über 3 % zu, um ein Intraday-Hoch von 131,60 $ zu erreichen.

Der Chipriese wird am Mittwoch nach Börsenschluss seine Finanzergebnisse für das vierte Quartal veröffentlichen und damit ein Jahr abschließen, das zu den bemerkenswertesten in der Unternehmensgeschichte zählen könnte.

Nvidia Q4-Ergebnisse: Was zu erwarten ist

Von FactSet befragte Analysten erwarten für das Januar-Quartal einen Umsatz des Unternehmens von rund 38 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 72 % im Jahresvergleich.

Der Nettogewinn wird voraussichtlich 21,08 Milliarden Dollar erreichen, gegenüber 12,84 Milliarden Dollar im Vorjahr. Für das Quartal erwarten die Wall-Street-Analysten einen Gewinn je Aktie (EPS) von 0,84 Dollar.

Investoren werden auch die Prognose von Nvidia genau beobachten, wobei Analysten für das kommende Quartal einen Umsatz von fast 42 Milliarden Dollar erwarten.

Ein weiterer Schwerpunkt wird auf den Aktualisierungen zum Produktionshochlauf der Blackwell-Plattform liegen.

Diese starke Leistung markiert das zweite Geschäftsjahr in Folge, in dem sich der Umsatz von Nvidia mehr als verdoppelt hat.

Nvidia hat sich einen starken Ruf für das Übertreffen der Gewinnerwartungen erarbeitet und in 16 der letzten 18 Quartale die Schätzungen übertroffen, wie eine Analyse von Nasdaq zeigt.

Im dritten Quartal meldete das Unternehmen einen Umsatz von 35,1 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 94 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im zweiten Quartal erzielte Nvidia einen Umsatz von 30,0 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 122 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

In den letzten zwei Jahren ist die Nvidia-Aktie um 478 % gestiegen. Der Höhenflug der NVDA-Aktie hat den KI-Giganten für kurze Zeit auch zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht.

Nvidias Sorgen

Trotz des rekordverdächtigen Wachstums hat sich der Aktienkurs von Nvidia in letzter Zeit stabilisiert.

Der Handel auf ähnlichem Niveau wie im vergangenen Oktober lässt Anleger vorsichtig in die Zukunft des Unternehmens blicken, insbesondere da Anzeichen dafür auftauchen, dass einige seiner größten Kunden ihre Investitionen möglicherweise reduzieren könnten.

Die Aktie ist langsam in das Jahr 2025 gestartet. Seit Jahresbeginn ist die NVDA-Aktie um etwa 5 % gefallen.

Ein Großteil von Nvidias Umsatz stammt von einer kleinen Gruppe von Unternehmen, die riesige Serverfarmen – sogenannte Hyperscaler – betreiben, deren Ausgabenentscheidungen einen erheblichen Einfluss auf den Chipgiganten haben.

Im Februar letzten Jahres gab Nvidia bekannt, dass ein einziger Kunde 19 % des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2024 beisteuerte. Bei einer so hohen Konzentration könnte ein Rückzug wichtiger Kunden Nvidias Dynamik stören.

Eine weitere Herausforderung für Nvidia ergab sich letzten Monat mit dem Debüt von DeepSeek, einem chinesischen Startup, das ein effizientes „destilliertes“ KI-Modell vorstellte.

Die Leistung des R1-Modells von DeepSeek warf Fragen auf, ob die massiven Investitionen in Nvidia-GPUs für die Entwicklung modernster KI immer notwendig sind, und führte zu einem vorübergehenden Rückgang der Marktkapitalisierung von Nvidia um fast 600 Milliarden Dollar.

CEO Jensen Huang bleibt jedoch optimistisch. In einem vorab aufgezeichneten Interview erklärte er, dass die neuen Entwicklungen die Notwendigkeit noch größerer GPU-Kapazitäten unterstreichen – insbesondere für KI-Inferenzaufgaben, bei denen die Bereitstellung von Modellen im großen Maßstab umfangreiche Rechenressourcen erfordert, anstatt die Nachfrage zu verringern.

Huang verwies auf das „Skalierungsgesetz“ von OpenAI und betonte, dass der zunehmende Daten- und Rechenaufwand weiterhin die KI-Verbesserungen vorantreibt und so die anhaltende Nachfrage nach Nvidias Technologie sichert.