BYD-Aktien erreichen nach der Einführung ultraschneller Ladegeräte ein Rekordhoch.

BYD-Aktien erreichen nach der Einführung ultraschneller Ladegeräte ein Rekordhoch.
Utkarsh Roshan
18. März 2025, 03:10 AM
  • Die Aktien von BYD in Hongkong stiegen um rund 6 % und erreichten ein neues 52-Wochen-Hoch von 408,80 HKD.
  • Die Aktie hat seit Jahresbeginn einen starken Aufwärtstrend verzeichnet. Auf Jahressicht ist die Aktie um über 54 % gestiegen.
  • BYD stellte am Montag eine neue Elektrofahrzeugplattform vor, die die Ladezeiten drastisch verkürzen soll.

Die BYD-Aktien notierten am Dienstagmorgen im Plus, nachdem der Hersteller von Elektrofahrzeugen (EV) seine neue Ladetechnologie vorgestellt hatte.

Die Aktien von BYD in Hongkong stiegen um rund 6 % und erreichten ein neues 52-Wochen-Hoch von 408,80 HKD.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn einen starken Aufwärtstrend verzeichnet. Auf Jahressicht ist die Aktie um über 54 % gestiegen.

BYDs neue Technologie

BYD stellte am Montag eine neue Elektrofahrzeugplattform vor, die die Ladezeiten drastisch verkürzen und das Aufladen von Elektrofahrzeugen dem Komfort herkömmlicher Benzinautos näherbringen soll.

Der Automobilhersteller kündigte außerdem erstmals Pläne zum Aufbau eines eigenen Ladenetzes in ganz China an.

Die „Super-E-Plattform“, wie BYD sie nennt, wird Spitzenladeleistungen von 1000 Kilowatt (kW) unterstützen und es Fahrzeugen ermöglichen, in nur fünf Minuten 400 Kilometer (249 Meilen) Reichweite hinzuzugewinnen.

In einer Live-Übertragung aus dem Shenzhener Hauptquartier des Unternehmens betonte Gründer Wang Chuanfu die Bedeutung der Schnellladetechnologie für die Beschleunigung der Akzeptanz von Elektrofahrzeugen.

„Um die Ladeangst unserer Nutzer vollständig zu beseitigen, verfolgen wir das Ziel, die Ladezeit von Elektrofahrzeugen so kurz wie die Tankzeit von Benzinern zu gestalten“, sagte Wang.

Er betonte, dass dies das erste Mal in der Branche sei, dass die Ladeleistung die Megawatt-Grenze erreicht habe.

Elon Musks Tesla übertreffend

Die Ladezeiten der neuen Plattform wären doppelt so schnell wie die der neuesten Supercharger von Tesla, die bis zu 500 kW liefern.

Während Tesla sein Supercharger-Netzwerk in China seit 2014 anbietet, haben andere chinesische Elektrofahrzeughersteller wie Nio, Li Auto, Xpeng und Zeekr in den letzten Jahren ebenfalls stark in die Ladeinfrastruktur investiert.

BYD gab bekannt, dass die neue Ladearchitektur zunächst in zwei Modellen verfügbar sein wird: der Limousine Han L und dem SUV Tang L, die ab 270.000 Yuan (37.329 US-Dollar) angeboten werden.

Um diese Technologie zu unterstützen, plant das Unternehmen die Errichtung von über 4.000 ultraschnellen Ladestationen in ganz China. Ein Zeitplan oder Investitionsbetrag für die Einführung wurde jedoch nicht genannt.

Bisher waren BYD-Besitzer hauptsächlich auf Ladeanbieter von Drittanbietern oder die Ladenetze anderer Automobilhersteller angewiesen.

Die Entscheidung, eine eigene Infrastruktur aufzubauen, signalisiert einen strategischen Wandel und positioniert das Unternehmen wettbewerbsfähiger gegenüber Konkurrenten mit etablierten proprietären Ladeökosystemen.

Die schnellere Ladezeit könnte BYDs wachsenden Vorsprung und Marktanteil in China weiter stärken, wo Teslas Verkäufe im letzten Monat um 49 % auf 30.688 Einheiten zurückgingen – der niedrigste monatliche Wert seit Juli 2022.

Lokale Wettbewerber, die von niedrigeren Preisen profitieren, bieten ebenfalls Fahrerassistenzsoftware an, die mit der von Tesla vergleichbar ist. Teslas Aktien fielen am Montag in New York um etwa 4,8 %.

BYD verkaufte im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Fahrzeuge, die meisten davon Plug-in-Hybride.

Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 5 bis 6 Millionen Einheiten zu verkaufen, während es seine Präsenz auf dem globalen Markt für Elektrofahrzeuge weiter ausbaut.