Google verbessert die Gesundheitssuche mit KI, aber Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit bleiben bestehen.

Google verbessert die Gesundheitssuche mit KI, aber Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit bleiben bestehen.
Vatsala Gaur
18. März 2025, 16:55 PM
  • Google startet „Was die Leute vorschlagen“, um Patienten mithilfe von KI beim Vergleich von Gesundheitserfahrungen zu helfen.
  • Aktualisierungen der Gesundheitssuche erweitern die Wissenspanels auf weitere Themen und Sprachen.
  • Neue APIs für medizinische Patientenakten ermöglichen einen einfacheren Zugriff auf Gesundheitsdaten unter Android.

Google hat eine neue Welle gesundheitsbezogener Updates für seine Suchplattform angekündigt, mit dem Ziel, Nutzern relevantere und personalisierte medizinische Informationen bereitzustellen.

Die neueste Ergänzung, „Was die Leute vorschlagen“ genannt, nutzt künstliche Intelligenz, um Erkenntnisse aus Online-Diskussionen zusammenzufassen, in denen Patienten ihre Erfahrungen mit bestimmten Gesundheitszuständen teilen.

Die Funktion, die jetzt in den USA auf mobilen Geräten verfügbar ist, ermöglicht es Nutzern, zu sehen, wie andere mit ihren gesundheitlichen Herausforderungen umgehen.

Beispielsweise könnte eine Person mit Arthritis untersuchen, wie andere Patienten mit der Erkrankung Sport treiben oder Schmerzen bewältigen.

Google erklärt, das Tool sei darauf ausgelegt, fachliche medizinische Informationen durch die Hervorhebung von Perspektiven aus dem realen Leben zu ergänzen.

Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Wissenspanels – Informationskästen, die neben den Suchergebnissen erscheinen – auf Tausende weiterer Gesundheitsthemen erweitert.

Diese Updates werden nun in mehreren Sprachen verfügbar sein, darunter Spanisch, Japanisch und Portugiesisch, wodurch ihre Reichweite weiter vergrößert wird.

Googles Geschichte inkonsistenter Bemühungen im Gesundheitswesen

Obwohl Google mehrere Vorstöße in den Gesundheitssektor unternommen hat, mangelte es seinen Bemühungen oft an Kontinuität.

2018 gründete das Unternehmen eine eigene Google Health-Abteilung und stellte Hunderte von Mitarbeitern ein, um verschiedene Initiativen voranzutreiben.

Die Einheit wurde jedoch 2021 aufgelöst, wobei ihre Projekte in andere Bereiche des Unternehmens integriert wurden.

Trotz dieser Umstrukturierung betont Google, weiterhin an Innovationen im Gesundheitswesen festzuhalten.

„Während Menschen die Google-Suche nutzen, um zuverlässige medizinische Informationen von Experten zu finden, schätzen sie es auch, von anderen mit ähnlichen Erfahrungen zu hören“, schrieb Karen DeSalvo, Chief Health Officer bei Google, in einem Blogbeitrag, der TechCrunch zur Verfügung gestellt wurde.

„Mithilfe von KI können wir verschiedene Perspektiven aus Online-Diskussionen in leicht verständliche Themen zusammenfassen und Ihnen so helfen, schnell zu erfassen, was die Leute sagen.“

KI in der Gesundheitssuche: ein zweischneidiges Schwert?

Viele der jüngsten Gesundheitsinitiativen von Google konzentrierten sich auf künstliche Intelligenz, doch die Technologie hat sich als zweischneidiges Schwert erwiesen.

Im Jahr 2023 führte Google AI Overviews ein, das Antworten auf gesundheitsbezogene Suchanfragen zusammenfasst.

Die Einführung wurde jedoch von Fehlern überschattet, wobei das KI-Tool mitunter irreführende oder kontroverse Vorschläge lieferte.

Eine Studie von The Senior List aus Dezember 2023 ergab, dass 70 % der KI-generierten Gesundheitsantworten in der Google-Suche von einem Gremium medizinischer Experten als riskant eingestuft wurden.

Als Reaktion darauf erklärt Google, dass seine neuesten Fortschritte im Bereich der KI, insbesondere durch seine Gemini-Modelle, die Genauigkeit der KI-Übersichten zu Gesundheitsthemen verbessert haben.

Dennoch mahnen Experten weiterhin zur Vorsicht bei der Verwendung von KI-generierten medizinischen Ratschlägen.

Erweiterter Zugriff auf Gesundheitsdaten über Android

Google erweitert seine Health Connect-Plattform für Android-Geräte außerdem durch die weltweite Einführung neuer APIs für medizinische Aufzeichnungen.

Diese APIs ermöglichen es Apps, Gesundheitsdaten wie Allergien, Medikamente, Impfungen und Laborergebnisse in einem standardisierten Format zu lesen und zu schreiben.

Dieses Update soll die Datenzugänglichkeit für Nutzer verbessern und ihnen ermöglichen, ihre medizinischen Informationen über mehrere Plattformen hinweg zu konsolidieren.

Trotz vergangener Fehler bleibt Google entschlossen, seine Gesundheitsangebote zu verbessern.

Ob sich diese neuesten KI-gestützten Tools als genau und zuverlässig genug für die Nutzer erweisen werden, bleibt eine offene Frage.