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Australien drängt auf klarere Krypto-Regeln und geht auf Bedenken hinsichtlich des Ausschlusses von Bankdienstleistungen ein.

Australien drängt auf klarere Krypto-Regeln und geht auf Bedenken hinsichtlich des Ausschlusses von Bankdienstleistungen ein.
Diya Poddar
21. März 2025, 09:58 AM
  • Finanzministerium, ASIC und RBA testen Pilotprojekt für Großhandels-CBDC und tokenisiertes Geld.
  • Einzelhandels-CBDC ausgeschlossen, Fokus bleibt auf der Modernisierung der Marktinfrastruktur.
  • Ein Rahmenwerk gegen die Ausgrenzung von Krypto-Unternehmen aus dem Bankensystem soll den Zugang zu Bankdienstleistungen für diese Unternehmen stärken.

Australien hat einen Fahrplan zur Regulierung und Integration digitaler Vermögenswerte in sein Finanzsystem vorgelegt, wobei der Schwerpunkt auf Tokenisierung, realen Vermögenswerten (RWAs) und digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) im Großkundengeschäft liegt.

In einem kürzlich veröffentlichten Weißbuch beschreibt das australische Finanzministerium gemeinsam mit der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) und der Reserve Bank of Australia (RBA) ein Pilotprogramm mehrerer Behörden, das tokenisiertes Geld – einschließlich Stablecoins – für die Abwicklung von Transaktionen auf Großhandelsmärkten für tokenisierte Vermögenswerte testen wird.

Das Rahmenwerk orientiert sich an regulatorischen Entwicklungen in der Europäischen Union und Singapur und skizziert, wie diese digitalen Innovationen die Effizienz steigern, die Abhängigkeit von Intermediären verringern und traditionell illiquide Vermögenswerte zugänglicher machen könnten.

CBDC- und tokenisierte Abwicklungstests

Obwohl die Regierung die Ausgabe einer CBDC für den Einzelhandel vorerst ausgeschlossen hat, sieht sie einen Nutzen in einer Großhandelsversion, die die Modernisierung der Finanzmarktinfrastruktur unterstützen könnte.

Laut dem Weißbuch arbeiten die RBA und das Finanzministerium an Versuchen mit tokenisierten Geldformen zur Abwicklung von Großhandelsfinanztransaktionen.

Diese Pilotprogramme zielen darauf ab, zu evaluieren, ob tokenisierte Märkte das Abwicklungsrisiko reduzieren, Handelsprozesse vereinfachen und Transaktionskosten senken können.

Durch die Automatisierung und die Reduzierung der Abhängigkeit von mehreren Vermittlern glaubt die Regierung, dass diese Systeme die Markteffizienz deutlich verbessern und einen breiteren Zugang zu zuvor illiquiden Vermögenswerten ermöglichen könnten.

Die Tests werden Stablecoins und andere tokenisierte Vermögenswerte umfassen, wobei die Behörden untersuchen wollen, wie diese Technologien in einem regulierten, skalierbaren Umfeld interagieren.

Die Zusammenarbeit wird auch die Infrastruktur untersuchen, die für eine zukünftige tokenisierte Wirtschaft benötigt wird.

Kryptoplattformen sehen sich neuen DAP-Regeln gegenüber.

Im Rahmen seines Ansatzes zur Regulierung digitaler Vermögenswerte wird Australien ein Lizenzsystem für Crypto exchanges einführen.

Diese Plattformen müssen die bestehenden Gesetze für Finanzdienstleistungen einhalten, einschließlich der Anforderungen an die Kapitaladäquanz und die Offenlegung.

DAP-Betreiber werden außerdem verpflichtet sein, Drittverwahrer für die Sicherung von Kundengeldern einzusetzen. Dies spiegelt das Bestreben nach einem verstärkten Verbraucherschutz nach den prominenten Zusammenbrüchen in der Kryptowährungsbranche wider.

Durch die Einführung eines strukturierten regulatorischen Umfelds für Trading platforms für digitale Vermögenswerte zielt die Regierung darauf ab, mehr Transparenz und Zuverlässigkeit in das Ökosystem zu bringen.

Dies markiert eine Verschiebung hin zur Angleichung kryptobezogener Dienstleistungen an traditionelle Finanzstandards.

Anti-Debanking-Plan für Krypto-Unternehmen

Um das anhaltende Problem des De-Bankings anzugehen, das viele Krypto-Unternehmen daran hindert, auf traditionelle Bankdienstleistungen zuzugreifen, enthält das Whitepaper Pläne, dieses Problem durch das DAP-Lizenzmodell zu lösen.

Ziel ist es, lizenzierten Unternehmen für digitale Vermögenswerte die Aufnahme und Aufrechterhaltung von Bankbeziehungen zu erleichtern.

Das Dokument hebt hervor, dass eine klare Lizenzierung Banken mehr Vertrauen bei der Risikobewertung und der Zusammenarbeit mit Krypto-Unternehmen geben könnte und möglicherweise einige der in der Vergangenheit beobachteten Reibungsverluste beseitigen würde.

Australiens Bemühungen gegen die Ausgrenzung von Bankkunden spiegeln Diskussionen in den USA wider, wo Gesetzgeber wie Senator Tim Scott Bedenken geäußert haben, dass Regulierungsbehörden „Reputationsrisiken“ nutzen, um den Zugang von Krypto-Unternehmen zur Bankeninfrastruktur einzuschränken.

Scotts FIRM Act zielt darauf ab, diese Praxis zu unterbinden und plädiert stattdessen für eine transparentere und konsistentere Regulierung.

Bestreben nach Angleichung an globale digitale Standards

Die Strategie der australischen Regierung für digitale Vermögenswerte spiegelt ein umfassenderes Engagement wider, mit internationalen Finanzinnovationen Schritt zu halten.

Durch den Bezug auf bereits in der EU und Singapur entwickelte Rahmenwerke positioniert das Weißbuch Australien als Nation, die ihre Wettbewerbsfähigkeit in der globalen digitalen Wirtschaft erhalten will.

Langfristig sollen diese Reformen die Grundlage für ein modernisiertes Finanzsystem schaffen, in dem tokenisierte Vermögenswerte, Wholesale-CBDCs und regulierte Plattformen innerhalb eines kohärenten rechtlichen und technologischen Rahmens agieren.

Mit dem Beginn der Pilotprogramme werden die Branchenteilnehmer und die Regulierungsbehörden deren Ergebnisse genau beobachten, um die zukünftige Politikgestaltung zu beeinflussen.