Die US-Wirtschaftstätigkeit expandiert im März, aber zwei Schlüsselfaktoren belasten die Stimmung.

Die US-Wirtschaftstätigkeit expandiert im März, aber zwei Schlüsselfaktoren belasten die Stimmung.
Srinibas Rout
24. März 2025, 15:40 PM
  • Der S&P Global Flash US Composite PMI Output Index stieg im März auf 53,5.
  • Jeder Wert über 50 deutet auf Expansion hin.
  • Eine der drängendsten Sorgen in der Umfrage war der starke Anstieg der Inputkosten.

Die Wirtschaftstätigkeit in den Vereinigten Staaten expandierte im März und signalisierte damit die Widerstandsfähigkeit des Privatsektors.

Die wachsende Besorgnis über Kürzungen der Staatsausgaben und Importzölle belastete jedoch die Wirtschaftsstimmung und warf Fragen nach den zukünftigen Wachstumsaussichten auf.

Eine am Montag von S&P Global veröffentlichte Umfrage hob hervor, dass der Dienstleistungssektor zwar das Wachstum vorantrieb, die Fertigungsindustrie jedoch wieder in die Kontraktion zurückfiel. Darüber hinaus spiegelten steigende Inputkosten und zurückhaltende Neueinstellungen die breitere wirtschaftliche Unsicherheit wider.

Die Geschäftstätigkeit nimmt zu, aber die Stimmung verschlechtert sich.

Der S&P Global Flash US Composite PMI Output Index, der die verarbeitende Industrie und den Dienstleistungssektor erfasst, stieg im März auf 53,5, gegenüber 51,6 im Februar.

Jeder Wert über 50 deutet auf Expansion hin.

Der Dienstleistungssektor war der Haupttreiber dieses Wachstums und profitierte teilweise von den verbesserten Wetterbedingungen.

Der Fertigungssektor fiel jedoch wieder in die Kontraktion zurück und machte damit zwei Monate des Wachstums zunichte.

Trotz des Anstiegs der Wirtschaftstätigkeit bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich des verlangsamten Wirtschaftswachstums und der steigenden Inflation.

Analysten warnen davor, dass die PMI-Daten zwar auf eine positive Dynamik hindeuten, andere Indikatoren wie Einzelhandelsumsätze und Beschäftigungszahlen jedoch auf eine fragilere wirtschaftliche Basis schließen lassen.

Die Federal Reserve senkte letzte Woche ihre BIP-Wachstumsprognose für 2025 von 2,1 % im Dezember auf 1,7 % und verstärkte damit die Befürchtungen einer wirtschaftlichen Abschwächung.

Steigende Kosten und Inflationsdruck

Eine der drängendsten Sorgen in der Umfrage war der starke Anstieg der Inputkosten.

Der Index, der die von Unternehmen gezahlten Preise misst, stieg im März auf 60,9 und erreichte damit den höchsten Stand seit April 2023.

Insbesondere die Hersteller sahen die Kosten auf den höchsten Stand seit August 2022 steigen, hauptsächlich aufgrund von Zöllen und höheren Personalkosten.

Infolgedessen haben Unternehmen begonnen, diese Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, wobei der Index für die Preise von Waren und Dienstleistungen von 52,3 im Februar auf 53,6 gestiegen ist.

Obwohl auch die Dienstleister mit steigenden Kosten konfrontiert waren, wurde ihre Fähigkeit, die Preise zu erhöhen, durch die schwächere Verbrauchernachfrage und den verschärften Wettbewerb eingeschränkt.

Dies deutet auf einen möglichen Druck auf die Gewinnmargen in den kommenden Monaten hin.

Ausgabenkürzungen und Importzölle erhöhen die wirtschaftliche Unsicherheit.

Die Marktstimmung wurde auch durch politische Maßnahmen der Trump-Regierung erschüttert.

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Präsident Donald Trump wieder Zölle auf Importwaren eingeführt, wobei einige im nächsten Monat in Kraft treten sollen.

Darüber hinaus hat seine Regierung tiefgreifende Ausgabenkürzungen vorgenommen, die zu Tausenden von Arbeitsplatzverlusten im öffentlichen Sektor geführt haben – obwohl einige Entlassungen vor Gericht angefochten wurden.

Diese politischen Veränderungen haben bei Unternehmen Unsicherheit über das langfristige makroökonomische Umfeld ausgelöst und zum zweitniedrigsten Wert des Geschäftsklimaindex seit 2022 beigetragen.

Die Einstellungsaussichten bleiben verhalten, da Unternehmen zögern, ihre Belegschaft zu erweitern. Der Beschäftigungsindex der Umfrage stieg leicht von 49,4 auf 50,6 und signalisiert damit kaum Wachstum. Dieses Zögern spiegelt die Sorgen über die zukünftige Nachfrage und die steigenden Arbeitskosten wider.

Unterdessen stiegen die Neuaufträge weiter an, wobei der entsprechende Wert des Umfrageindex von 51,9 im Februar auf 53,3 kletterte. Das Wachstumstempo deutet jedoch darauf hin, dass die Unternehmen weiterhin vorsichtig hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung bleiben.

Obwohl die PMI-Daten vom März eine Widerstandsfähigkeit der Wirtschaftstätigkeit nahelegen, bestehen weiterhin grundlegende Herausforderungen.

Die geldpolitische Haltung der Federal Reserve, der Inflationsdruck und die Regierungspolitik werden eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Wirtschaftswachstums für den Rest des Jahres spielen.