Trumps Zölldrohungen verunsichern den venezolanischen Ölhandel mit China.

Trumps Zölldrohungen verunsichern den venezolanischen Ölhandel mit China.
Noris Soto
25. März 2025, 19:13 PM
  • Trumps Warnung vor einem 25-prozentigen Zoll auf venezolanische Ölimporte hat bei chinesischen Händlern Unsicherheit ausgelöst.
  • Chinesische Raffinerien haben den Kauf venezolanischen Öls ausgesetzt, bis Klarheit über die Auswirkungen der Zölle herrscht.
  • Peking hat seine Ablehnung einseitiger US-Sanktionen bekräftigt und damit die Lage im Ölhandel verkompliziert.

Die venezolanischen Ölexporte nach China waren am Dienstag von Störungen betroffen, nachdem US-Präsident Donald Trump einen 25-prozentigen Zoll auf Länder angekündigt hatte, die venezolanisches Rohöl importieren; dieser tritt am 2. April in Kraft.

Dieser Schritt verschärft die Unsicherheit auf dem Markt, insbesondere nach den jüngsten US-Beschränkungen für iranische Öllieferungen nach China.

Im Rahmen umfassenderer Sanktionen gegen Venezuela erteilte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) die Allgemeingenehmigung Nr. 41B, die es Chevron ermöglicht, bestimmte Joint Ventures im Land abzuwickeln – eine Entscheidung mit weitreichenden Auswirkungen auf den Energiesektor und die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela.

Chinesische Händler und Raffinerien, die bereits in komplexen globalen Märkten agierten, wurden überrascht. „Das Schlimmste am Ölmarkt ist die Unsicherheit. Wir werden das Öl vorerst nicht anfassen“, sagte ein Topmanager eines großen chinesischen Handelsunternehmens gegenüber Reuters.

Branchenkenner mahnen zur Vorsicht und betonen die Notwendigkeit, die Durchsetzung des Zolls und die Identifizierbarkeit venezolanischer Ölimporte zu prüfen.

Auswirkungen auf chinesische Käufer: Importstopp

Chinesische Händler reagierten schnell auf die drohende Steuererhöhung, indem sie die venezolanischen Öllieferungen für April aussetzten.

Diese Entscheidung spiegelt eine breitere Zurückhaltung unter unabhängigen Raffinerien wider, die manchmal als „Teekannen“ bezeichnet werden und einen beträchtlichen Anteil der venezolanischen Rohölkäufe ausmachen.

Ein anderer Handelsexperte sagte gegenüber Reuters: „Es ist ein totales Chaos“, so der Experte. „China befindet sich bereits in einem Handelskrieg mit den USA. So sei es.“

Diese Unsicherheit wirft Fragen nach der zukünftigen Verfügbarkeit und dem Preis venezolanischen Öls auf und verschärft die ohnehin angespannten Handelsbeziehungen weiter.

Venezuela, ein Land in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, ist stark von chinesischen Importen abhängig und liefert täglich fast 503.000 Barrel (bpd) an seinen größten Abnehmer, was fast 55 % seiner Ölexporte ausmacht.

Die meisten dieser Fässer werden als malaysisches Öl umetikettiert, was die Rückverfolgbarkeit des Ursprungs und die Einhaltung internationaler Sanktionen erschwert.

Chinas Ablehnung „einseitiger Sanktionen“

Als Reaktion auf Trumps Zölldrohungen kritisierte China erneut die einseitigen Sanktionen der Vereinigten Staaten.

„Die Vereinigten Staaten missbrauchen seit langem illegale einseitige Sanktionen und die sogenannte extraterritoriale Gerichtsbarkeit, um sich grob in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, auf einer Pressekonferenz.

Diese Reaktion der chinesischen Regierung spiegelt sowohl die aktuellen geopolitischen Spannungen als auch das Engagement Chinas für seine Energiebeschaffungsstrategie wider, unabhängig vom Druck der USA.

Dieses sich verändernde Umfeld fügt der internationalen Energiedynamik eine weitere Komplexitätsebene hinzu, insbesondere für Länder mit anhaltenden internen und externen wirtschaftlichen Herausforderungen wie Venezuela.

Die Zukunft des venezolanischen Ölhandels bleibt ungewiss.

Chinesische Händler und Raffinerien befinden sich in einer prekären Lage, da der venezolanische Ölmarkt aufgrund der von Trump angedrohten Zölle weiterhin instabil ist.

Der Importstopp spiegelt eine tiefgreifende Besorgnis über die Unberechenbarkeit der US-Außenpolitik und ihre möglichen Auswirkungen auf kritische Energieversorgung wider.

Mit Blick auf die Zukunft wird die Beilegung dieser Konflikte nicht nur für die venezolanische Wirtschaft, sondern auch für die globalen Ölmärkte von entscheidender Bedeutung sein, da eine konstante Versorgung aus dem Nahen Osten von geopolitischen Verbindungen abhängt.

Angesichts der ungewissen Zukunft der venezolanischen Ölexporte werden die Akteure der Branche die Entwicklungen genau beobachten, in der Hoffnung, in einem zunehmend volatilen Handelsumfeld Klarheit zu gewinnen.