LATAM-Krypto-Update: Bitso bringt an den Peso gekoppelte Stablecoin auf den Markt, während lateinamerikanische Banken Blockchain-Technologie einsetzen.

LATAM-Krypto-Update: Bitso bringt an den Peso gekoppelte Stablecoin auf den Markt, während lateinamerikanische Banken Blockchain-Technologie einsetzen.
Noris Soto
29. März 2025, 10:11 AM
  • Bitso bringt den an den Peso gekoppelten MXNB auf den Markt, um grenzüberschreitende Zahlungen zu fördern.
  • Blockchain fördert die finanzielle Inklusion in Lateinamerika.
  • Guatemala plant Bitcoin-Rechenzentren auf Mülldeponien.

Die Kryptowährungslandschaft in Lateinamerika wächst weiter.

Zu den Highlights dieser Woche gehört die bahnbrechende Entscheidung von Bitso, seinen an den Peso gekoppelten Stablecoin in Mexiko einzuführen.

Dies geschieht, da der Bankensektor in Lateinamerika die Blockchain-Technologie annimmt.

Bitso Business, ein Teil der mexikanischen Cryptocurrency exchange Bitso, plant die Schaffung eines an den mexikanischen Peso gekoppelten Stablecoins auf dem Ethereum Layer-2-Netzwerk Arbitrum.

Ein Bericht von Cointelegraph zeigt, dass der neue Stablecoin MXNB von Juno, dem neu gegründeten Unternehmen von Bitso, herausgegeben und kontrolliert wird.

Laut einer Erklärung von Bitso Business wird MXNB eins zu eins mit mexikanischen Pesos gedeckt sein und den Nutzern Stabilität und Zuverlässigkeit bieten.

Ben Reid, Leiter Stablecoins bei Bitso Business, erklärte, dass der Hauptanwendungsfall von MXNB die Erleichterung internationaler Investitionen und des Handels innerhalb der lateinamerikanischen Märkte sei.

Er betonte, dass der Stablecoin es Unternehmen ermöglichen würde, „effizienter“ zu arbeiten als die traditionelle Finanzinfrastruktur, die häufig erhebliche monetäre Probleme mit sich bringt.

Mit Hindernissen wie hohen Zwischenhändlergebühren und langsamen Transaktionszeiten beabsichtigt MXNB, grenzüberschreitende Zahlungen für multinationale Unternehmen zu vereinfachen, die Kunden in neuen Ländern bedienen möchten.

Der Aufstieg von Stablecoins in Mexiko, kombiniert mit einem günstigen Umfeld für Geldüberweisungen, hat das Interesse an Kryptowährungen verstärkt.

Laut Chainalysis ist Mexiko ein „Schlüsselmarkt“, den man im Hinblick auf kryptowährungsbasierte Überweisungen im Auge behalten sollte, mit jährlichen Einnahmen von rund 61 Milliarden US-Dollar, größtenteils aus den USA.

Dieser Trend wird durch die steigende Akzeptanz von Stablecoins verstärkt, wie ein Anstieg der Stablecoin-Käufe um 9 % an der Bitso-Börse zeigt. Dieser Anstieg ist auf lokale Nutzer zurückzuführen, die angesichts der hohen Inflation und der Währungsabwertung nach zuverlässigen Wertspeichern suchen.

Blockchain und Tokenisierung verändern die Finanzlandschaft Lateinamerikas.

Während der Fintech Americas Miami 2025 betonten Experten von Bitso, Koibanx und der Banco Nación (Argentinien) die Fortschritte von Blockchain und Tokenisierung im traditionellen Finanzsystem, die Effizienz steigern und die finanzielle Inklusion in der gesamten Region verbessern.

Laut Cointelegraph zeigten Vertreter, wie diese Technologien verschiedene Prozesse revolutionieren, von Überweisungen bis hin zum Zugang zu Investitionen durch Asset-Tokenisierung.

Leo Elduayen, CEO von Koibanx, wies darauf hin, dass regulatorische Rahmenbedingungen die Tokenisierung von Finanzinstrumenten zunehmend umfassen und damit einen entscheidenden Schritt zur Demokratisierung der Kapitalmärkte darstellen.

Die Debatte konzentrierte sich auch auf die wachsende Bedeutung der Blockchain für Überweisungen und internationale Zahlungen.

Nano Rodríguez, Direktor für strategische Allianzen bei Bitso, berichtete, dass Stablecoins und Blockchain-Technologie bereits bei 10 % der Überweisungen zwischen den USA und Mexiko eingesetzt werden und möglicherweise ein Transaktionsvolumen von über 64 Milliarden US-Dollar ausmachen.

Argentiniens Bedarf an dezentralisierten Finanztransaktionen in Echtzeit zeigt sich an den Bitcoin-Transaktionen im Wert von 98 Milliarden Dollar im Jahr 2023, die den Gesamtwert der importierten Waren des Landes übersteigen.

Da Banken wie Macro und Mercantil Blockchain-Lösungen für die Zahlungsabwicklung integrieren, ist klar, dass sich traditionelle Banken weiterentwickeln, um eine größere Rolle bei der Bitcoin-Akzeptanz zu spielen.

Guatemala plant, Mülldeponien in Bitcoin-Rechenzentren umzuwandeln.

Die Blockchain Association of Guatemala hat eine neuartige Methode zur Bewältigung von Umweltproblemen auf Mülldeponien vorgeschlagen: die Umwandlung in Bitcoin-Rechenzentren.

Dieses Projekt versucht, zwei Hauptprobleme zu lösen: den begrenzten Platz und die Brandgefahr auf Mülldeponien.

Mit dem Wachstum der Städte nimmt die Müllproduktion dramatisch zu, was zu Kapazitätsproblemen bei Mülldeponien führt und den dringenden Bedarf an neuen Entsorgungsstandorten verdeutlicht.

Ohne geeignete Lösungen könnten viele Gemeinden in den kommenden Jahren vor Herausforderungen im Abfallmanagement stehen.

Die Gruppe argumentiert, dass die Ansiedlung von Bitcoin-Rechenzentren auf Mülldeponien eine neuartige Lösung für die Bewältigung von Abfallmanagement- und Energieproblemen darstellen könnte.

Bitcoin-Rechenzentren führen die komplexen Berechnungen durch, die zur Validierung von Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk erforderlich sind, was den Einsatz erneuerbarer, kontinuierlicher und kostengünstiger Energiequellen zwingend notwendig macht.

Dieses Konzept zielt durch die Nutzung bestehender Mülldeponien nicht nur darauf ab, die Effizienz der Müllentsorgung zu verbessern, sondern unterstützt auch den Einsatz erneuerbarer Energien im wachsenden Bitcoin-Sektor.