Boeing liefert 737 MAX-Jets zurück, nachdem China Fluggesellschaften vor Zöllen gewarnt hat.

Boeing liefert 737 MAX-Jets zurück, nachdem China Fluggesellschaften vor Zöllen gewarnt hat.
Diya Poddar
29. Apr. 2025, 08:50 AM
  • Boeing gibt drei 737 MAX-Jets zurück, da die Auslieferungen nach China ins Stocken geraten.
  • Safran gibt an, dass China Flugzeugtriebwerke und Fahrwerke ausnimmt.
  • Boeing riskiert, Marktanteile in China an Airbus und COMAC zu verlieren.

Das chinesische Handelsministerium hat eine Warnung herausgegeben, dass die von den Vereinigten Staaten verhängten Zölle chinesische Fluggesellschaften und Boeing stark beeinträchtigen und damit eine tiefere Belastung für die globale Luftfahrt signalisieren.

Die Ankündigung folgt auf Boeings Entscheidung, drei 737 MAX-Jets in die USA zurückzufliegen, nachdem chinesische Kunden aufgrund der Zölle die Auslieferung abgelehnt hatten.

Diese jüngste Entwicklung bedroht nicht nur Boeings Geschäftstätigkeit in China, sondern verdeutlicht auch die zunehmenden Störungen in kritischen globalen Lieferketten.

Während der Luftfahrtsektor unter politischem Druck leidet, hat Peking Washington aufgefordert, ein stabiles Umfeld für Unternehmen zu priorisieren und die von Unternehmen beider Seiten geäußerten Bedenken anzugehen.

Peking warnt vor Störungen.

Das chinesische Handelsministerium erklärte am Dienstag, dass die US-Zölle die globalen Lieferketten, den Luftverkehr und die Investitionstätigkeiten gestört hätten.

Das Ministerium betonte, dass „die betroffenen chinesischen Fluggesellschaften und Boeing stark gelitten haben“, und warnte, dass der anhaltende Handelskrieg ein unberechenbares Geschäftsklima nicht nur für chinesische Unternehmen, sondern auch für große US-amerikanische Hersteller geschaffen habe.

Dies ist Pekings erste offizielle Reaktion auf die Auswirkungen der Zölle auf den Luftfahrtsektor seit Boeings Schritt, nicht ausgelieferte Flugzeuge zurückzufordern.

Die Aussage deutet auf wachsende Besorgnis der chinesischen Behörden über die weitreichenderen Folgen der Handelskonflikte hin.

Boeing, das einen großen Auftragsbestand an Flugzeugen aus China hat, erklärte letzte Woche, dass mehrere chinesische Kunden signalisiert hätten, keine neuen Jets abnehmen zu wollen.

Infolgedessen versucht Boeing nun, Dutzende von Flugzeugen, die ursprünglich für China gebaut wurden, an alternative Käufer weiterzuverkaufen.

China gewährt Ausnahmen.

In einem Schritt zur Entlastung seiner inländischen Fluggesellschaften hat China begrenzte Ausnahmen für bestimmte US-amerikanische Luft- und Raumfahrtimporte gewährt.

Der französische Triebwerkshersteller Safran gab am vergangenen Freitag bekannt, dass er über Zollbefreiungen für wichtige Ausrüstung, darunter Flugzeugtriebwerke und Fahrwerkskomponenten, informiert worden sei.

Die selektive Aufhebung der Zölle unterstreicht Pekings Bemühungen, wichtige Industriezweige zu schützen, ohne auf Vergeltungsmaßnahmen zu verzichten.

Branchenkenner betonen jedoch, dass die gesamte Luftfahrt-Lieferkette weiterhin stark unter Druck steht, wobei chinesische Fluggesellschaften mit Kostensteigerungen und Verzögerungen beim Ausbau ihrer Flotten konfrontiert sind.

Trotz einer gewissen Entspannung bleiben die Unternehmen angesichts der Unberechenbarkeit der US-chinesischen Beziehungen und der Risiken weiterer Unterbrechungen kritischer Lieferungen vorsichtig.

Boeing ist Marktrisiken ausgesetzt.

Boeings Schwierigkeiten in China fallen in eine Zeit, in der das Unternehmen mit regulatorischen Herausforderungen und Produktionsverzögerungen zu kämpfen hat.

China, einst als Boeings größter Überseemarkt prognostiziert, tendiert nun stärker zu Airbus für zukünftige Flugzeugbestellungen, was zum Teil auf den eskalierenden Handelskonflikt zurückzuführen ist.

Die Entscheidung, die drei 737 MAX-Jets zurückzuziehen, spiegelt tiefere Bedenken hinsichtlich der langfristigen Nachfrage wider.

Analysten warnen, dass chinesische Fluggesellschaften bei anhaltenden Zöllen zunehmend auf Airbus und inländische Alternativen wie COMAC umsteigen könnten, wodurch Boeings Marktanteil in einem der am schnellsten wachsenden Luftfahrtmärkte der Welt weiter erodieren würde.

Das chinesische Handelsministerium bekräftigte seine Bereitschaft, die normale wirtschaftliche Zusammenarbeit zu unterstützen, betonte jedoch, dass Washington ein „vorhersehbareres“ Umfeld für Handel und Investitionen schaffen müsse, damit sich diese vollständig erholen könnten.

Luftfahrtsektor schwer getroffen

Die eskalierenden Zölle haben den Luftfahrtsektor in eine tiefere Unsicherheit gestürzt und betreffen nicht nur Boeing und chinesische Fluggesellschaften, sondern auch globale Lieferketten, die auf ein stabiles Handelsumfeld angewiesen sind.

Obwohl die Ausnahmen für bestimmte Luft- und Raumfahrtteile eine gewisse Erleichterung bieten, werden sie die bereits laufenden größeren Auswirkungen wahrscheinlich nicht umkehren.

Boeings Bemühungen, nicht ausgelieferte Flugzeuge neu zu positionieren, spiegeln den wachsenden Bedarf wider, finanzielle Schäden zu begrenzen.

Ohne politische Fortschritte zwischen den beiden Ländern wird sich die Situation voraussichtlich weiter verschlechtern und sowohl Hersteller als auch Fluggesellschaften in langwierige wirtschaftliche Schwierigkeiten stürzen.