GE Aerospace gut positioniert, um Trumps Zölle zu überstehen, sagt BofA-Analyst

GE Aerospace gut positioniert, um Trumps Zölle zu überstehen, sagt BofA-Analyst
Wajeeh Khan
30. Apr. 2025, 19:15 PM
  • Ein Analyst der Bank of America sieht GE Aerospace gut positioniert, um die Trump-Zölle zu bewältigen.
  • Ronald Epstein sagt, die Aktien von GE Aerospace könnten in den nächsten 12 Monaten auf 230 Dollar steigen.
  • Die Aktie von GE Aerospace hat seit der ersten Aprilwoche bereits etwa 20 % zugelegt.

Der Analyst der Bank of America, Ronald Epstein, sieht weiterhin Aufwärtspotenzial bei GE Aerospace (NYSE: GE), obwohl das in Boston ansässige Unternehmen seit Anfang April bereits um rund 20 % gestiegen ist.

Epstein empfiehlt den Kauf von GE-Aktien auf dem aktuellen Niveau, da diese außergewöhnlich gut positioniert sind, um die zollbedingte makroökonomische Unsicherheit im Jahr 2025 zu überstehen.

In einer kürzlich an Kunden gerichteten Mitteilung bekräftigte der Analyst seine Kaufempfehlung für die Aktie von GE Aerospace, von der er überzeugt ist, dass sie bis Ende des Jahres 230 Dollar erreichen könnte.

Epsteins Kursziel entspricht einem weiteren Aufwärtspotenzial von 15 %.

Epsteins optimistische Einschätzung der GE Aerospace-Aktie

GE Aerospace ist der führende Triebwerkslieferant für die beiden größten Flugzeughersteller der Welt: Boeing und Airbus.

BofA ist positiv gestimmt bezüglich der GE-Aktien, da deren „proaktive Strategie zur Abmilderung von Zöllen, Marktpositionierung und operative Stärke sie“ vor den potenziellen Auswirkungen der Trump-Zölle geschützt haben.

Ronald Epstein schätzt GE auch wegen der soliden Finanzlage. Im ersten Quartal erzielte das an der NYSE notierte Unternehmen einen Gewinn von 1,49 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 9,94 Milliarden US-Dollar.

Analysten hatten im Vergleich dazu mit 1,26 US-Dollar pro Aktie bzw. 9,77 Milliarden US-Dollar gerechnet. Eine Dividendenrendite von 0,73 % macht die GE Aerospace-Aktie im Jahr 2025 noch attraktiver.

GE bietet Einblicke in die Auswirkungen von Zöllen.

Trotz Zöllen und der damit verbundenen makroökonomischen Unsicherheit bekräftigte GE Aerospace letzte Woche seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr.

„GEs Fähigkeit, die Zölle und steigenden Kosten zu absorbieren, ohne ihre Aussichten zu gefährden, hebt das Unternehmen von seinen Wettbewerbern ab“, schrieb der Analyst der Bank of America in seinem jüngsten Bericht.

Damals erklärte der multinationale Konzern, er erwarte einen Kostenanstieg von 500 Millionen Dollar durch Zölle, was Epstein in seiner Forschungsnotiz als ermutigend bezeichnete, da es eine klare Sicht auf die potenziellen Auswirkungen neuer Abgaben signalisiere.

Außerdem werden GE-Aktien derzeit mit etwa dem 32-fachen des geschätzten Gewinns für 2025 gehandelt – eine Bewertung, die er im Vergleich zu den Branchenkollegen attraktiv findet.

Wie GE Aerospace mit den Trump-Zöllen umgehen will

BofA bleibt auch deshalb positiv gegenüber GE Aerospace eingestellt, weil das Management plant, durch Kostenkontrolle und Preisanpassungen die potenziellen Auswirkungen von Zöllen auszugleichen.

„GEs Fähigkeit, die Zölle und steigenden Kosten zu absorbieren, ohne seine Aussichten zu gefährden, hebt das Unternehmen von seinen Mitbewerbern ab“, sagte Ronald Epstein in seiner Research-Notiz an die Kunden und fügte hinzu, dass das Management alle zur Verfügung stehenden Hebel einsetze, um die Trump-Zölle zu bewältigen.

Für das Gesamtjahr erwartet GE weiterhin einen bereinigten Gewinn je Aktie von 5,10 bis 5,45 US-Dollar.

Der Luft- und Raumfahrtgigant erwartet für 2025 ein bereinigtes Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Es sei darauf hingewiesen, dass GE Aerospace ebenfalls ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm durchführt.

Es hat sich verpflichtet, in diesem Jahr Aktien im Wert von bis zu 7 Milliarden Dollar zurückzukaufen.