Alphabet (GOOG)-Aktien stürzen ab, nachdem Apples Eddy Cue einen KI-gesteuerten Wandel in der Online-Suche signalisiert hat.

Alphabet (GOOG)-Aktien stürzen ab, nachdem Apples Eddy Cue einen KI-gesteuerten Wandel in der Online-Suche signalisiert hat.
Srinibas Rout
07. Mai 2025, 19:57 PM
  • Die Alphabet-Aktien brachen um mehr als 8 % ein.
  • Cue erklärte, dass KI-gestützte Suchmaschinen traditionelle Suchwerkzeuge wie Google bald ersetzen könnten.
  • Dieser Schritt könnte Googles Dominanz im mobilen Suchbereich gefährden.

Die Alphabet-Aktien erlitten am Mittwoch einen Einbruch, nachdem Apples Senior Vice President of Services, Eddy Cue, eine bedeutende Veränderung in der Zukunft der Online-Suche angekündigt hatte.

Cue erklärte während einer Aussage vor einem Bundesgericht, dass KI-gestützte Suchmaschinen traditionelle Suchwerkzeuge wie Google bald ersetzen könnten – eine Bemerkung, die Investoren verunsicherte und neue Zweifel an der langjährigen Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen aufkommen ließ.

Während des Kartellverfahrens des US-Justizministeriums gegen Googles Mutterkonzern Alphabet vor einem US-Bezirksgericht in Washington gab Cue bekannt, dass Apple die Integration KI-gestützter Suchtools wie OpenAI, Anthropic und Perplexity in seinen Safari-Browser prüft.

Die Aussage ist Teil der umfassenderen Bemühungen der Regierung, Googles angebliches monopolistisches Verhalten auf den Märkten für digitale Werbung und Suchmaschinen zu untersuchen.

Alphabet-Aktien fallen um mehr als 8 %

Die Alphabet-Aktien brachen als Reaktion auf die Kommentare und den anhaltenden Rechtsdruck um mehr als 8 % ein, während die Apple-Aktien im gleichen Handelstag um etwa 2 % nachgaben.

Der Fall tritt nun in eine kritische Phase ein, da das Gericht mögliche Strafen gegen Google prüft, nachdem zuvor festgestellt wurde, dass Google durch die illegale Dominanz von Märkten für Werbetechnologie gegen Kartellgesetze verstoßen hat.

Im Mittelpunkt des Prozesses steht Googles lukrative Praxis, Plattformbetreiber – darunter Apple – dafür zu bezahlen, dass Google die Standard-Suchmaschine auf deren Geräten bleibt.

Aussagen haben ergeben, dass Google Apple bis 2022 jährlich bis zu 20 Milliarden Dollar zahlte, um seinen Standardstatus in Safari zu erhalten. Dieses Geschäft kommt beiden Unternehmen zugute, da es hohen Suchverkehr über Googles werbefinanziertes System leitet und Apple einen erheblichen Umsatzanteil zurückgibt.

Cues Aussage deutete jedoch auf eine veränderte Dynamik hin.

Er räumte Bedenken hinsichtlich der Stabilität der Partnerschaft ein und gab zu, er habe „schlaflose Nächte“ wegen des potenziellen Einnahmeverlusts verbracht, falls Google nicht mehr die Standard-Suchoption sein sollte.

Gleichzeitig bekräftigte er, dass Google vorerst die Standardsuchmaschine bleiben sollte, und verwies auf die insgesamt hohe Suchqualität.

Cue gab bekannt, dass Safari im April zum ersten Mal einen Rückgang der Suchaktivitäten verzeichnete, was er darauf zurückführte, dass Verbraucher zunehmend auf KI-Tools für ihre Anfragen zurückgreifen.

Diese neuen Plattformen versprechen konversationsorientiertere, genauere und kontextsensitivere Antworten als herkömmliche, schlüsselwortbasierte Suchmaschinen – ein potenzieller Wendepunkt für die Interaktion der Nutzer mit dem Web.

Apples Offenheit für die Integration mehrerer KI-Suchoptionen in Safari deutet darauf hin, dass das Unternehmen sich möglicherweise bald von seiner exklusiven Partnerschaft mit Google lösen wird.

Bei Umsetzung könnte dieser Schritt Googles Dominanz im mobilen Suchbereich erschüttern, die Werbeeinnahmen beeinträchtigen und neue Wettbewerbsdynamiken im sich entwickelnden Markt für KI-Suchmaschinen schaffen.