Indische Märkte öffnen: Sensex und Nifty bereiten sich nach „Operation Sindoor“ auf Auswirkungen vor

Indische Märkte öffnen: Sensex und Nifty bereiten sich nach „Operation Sindoor“ auf Auswirkungen vor
Deepali Singh
07. Mai 2025, 06:01 AM
  • Die indischen Märkte eröffneten am Mittwoch nach den indischen „Operation Sindoor“-Angriffen deutlich niedriger.
  • Indische Streitkräfte greifen als Reaktion auf den Anschlag in Pahalgam neun Terroristenstützpunkte in Pakistan/PoK an.
  • Gift Nifty deutete auf eine Kurslücke von etwa 72 Punkten nach unten hin; der Rupie eröffnete schwächer bei 84,63/USD.

Die indischen Aktienmärkte stehen am Mittwoch vor einem turbulenten Handelsbeginn. Die Leitindizes Sensex und Nifty 50 werden voraussichtlich deutlich niedriger starten, da die Anleger auf eine dramatische Eskalation der geopolitischen Spannungen reagieren.

Die Nachrichten über Vergeltungsschläge der indischen Streitkräfte mit Präzisionsraketen gegen Terroristenstützpunkte in Pakistan und im von Pakistan besetzten Kaschmir (PoK) werden voraussichtlich die Marktstimmung dominieren und gemischte globale Signale in den Hintergrund drängen.

Der Hauptgrund für den erwarteten negativen Start ist die „Operation Sindoor“, die von indischen Streitkräften am frühen Mittwochmorgen eingeleitet wurde.

Diese starke militärische Reaktion richtete sich gegen neun spezifische terroristische Infrastrukturen und erfolgte als direkte Folge des brutalen Terroranschlags in Pahalgam, bei dem 26 Menschen ums Leben kamen.

Eine so bedeutende militärische Aktion führt zwangsläufig zu einem hohen Maß an Unsicherheit und Risikoaversion an den Finanzmärkten.

Diese Entwicklung folgt auf eine Phase, in der der Markt bereits angespannt war und auf Klarheit über Indiens Haltung nach dem Terroranschlag wartete.

Am Dienstag fiel der Nifty 50 Index um fast 100 Punkte und schloss unter der Marke von 24.400 (bei 24.379,60, minus 0,33 %), während der Sensex um 155,77 Punkte (0,19 %) auf 80.641,07 Punkte sank.

Die allgemeine Marktschwäche war bereits ein Problem, insbesondere als Reaktion auf einige enttäuschende Quartalsergebnisse. Die PSU-Banken verloren nach den Ergebnissen der Bank of Baroda am Dienstag bemerkenswerte ₹60.000 crore an Marktkapitalisierung.

Frühindikatoren deuten deutlich nach unten.

Frühe Signale am Mittwochmorgen verstärkten die Erwartung einer Eröffnung mit Kurslücke nach unten.

Die Trends am Gift Nifty deuteten auf einen negativen Start hin, wobei der Gift Nifty um die Marke von 24.359 gehandelt wurde – ein erheblicher Abschlag von fast 72 Punkten gegenüber dem vorherigen Schlusskurs der Nifty-Futures.

Auch die indische Rupie eröffnete schwächer gegenüber dem US-Dollar und begann den Handel bei 84,63 im Vergleich zum Schlusskurs von 84,43 am Dienstag.

Der India VIX, ein Maß für die Marktvolatilität, war bereits am Dienstag um 3,60 Prozent auf 19 gestiegen, was auf eine erhöhte Nervosität hindeutet.

Ein weiterer Anstieg des VIX, insbesondere über die Marke von 21, könnte auf stärkere Markteinbrüche hindeuten.

Technische Schwäche verstärkt

Laut Live Mint hatten technische Analysten bereits Anzeichen von Vorsicht in den Charts bemerkt.

Shrikant Chouhan, Leiter Aktienresearch bei Kotak Securities, beobachtete, dass der Sensex am Dienstag auf Tagescharts eine bärische Kerze und auf Intraday-Charts eine niedrigere Hochformation bildete, was auf ein Potenzial für weitere Schwäche hindeutet.

„Wir gehen davon aus, dass die schwache Stimmung anhalten wird, solange der Sensex unter 81.000 Punkten notiert“, erklärte Chouhan. Er prognostizierte ein mögliches Abwärtspotenzial in Richtung 80.300 und möglicherweise 80.000 Punkte und riet angesichts der richtungslosen Marktstruktur, dass „ein auf Niveaus basierender Handel die ideale Strategie für Daytrader wäre“.

Sektoren und Aktien im Fokus inmitten der Turbulenzen

Über die unmittelbaren geopolitischen Auswirkungen hinaus standen bestimmte Sektoren wie Textilien, Bekleidung und alkoholische Getränke aufgrund der laufenden Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Freihandelsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und Indien bereits im Fokus.

Die Vergeltungsschläge werden diese Überlegungen jedoch kurzfristig zweifellos in den Hintergrund drängen. Anleger werden genau beobachten, wie verschiedene Sektoren reagieren, insbesondere solche, die empfindlich auf geopolitische Instabilität reagieren.

Da der Markt die Auswirkungen der „Operation Sindoor“ verarbeitet und mit bestehenden technischen Belastungen umgeht, dürften erhöhte Volatilität und eine risikoscheue Stimmung den Handelstag am Mittwoch prägen.