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China nimmt Sojabohnenimporte von fünf brasilianischen Unternehmen vor Lulas Besuch wieder auf.

China nimmt Sojabohnenimporte von fünf brasilianischen Unternehmen vor Lulas Besuch wieder auf.
Noris Soto
08. Mai 2025, 16:51 PM
  • China hebt die Verbote gegen fünf brasilianische Sojabohnenunternehmen auf, darunter Cargill und ADM.
  • Brasilien ist Chinas wichtigster Sojabohnenlieferant und deckte 2024 über 70 % der Importe Pekings.
  • Die Wiederaufnahme erfolgt vor dem China-Besuch von Präsident Lula.

China hat die Sojabohnenimporte von fünf brasilianischen Unternehmen wieder aufgenommen, die zuvor aufgrund phytosanitärer Bedenken ausgesetzt worden waren.

Die Entscheidung fällt mit dem erwarteten Staatsbesuch des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva zusammen und unterstreicht die vertiefte Handelskooperation zwischen den beiden Nationen.

Die wieder zugelassenen Exporteure – Terra Roxa Comercio de Cereais, Olam Brasil, C.Vale Cooperativa Agroindustrial, Cargill Agricola SA und ADM Brasil – sind nun in der chinesischen Zolldatenbank aufgeführt, berichtete Reuters.

Allerdings erscheinen nicht alle auf der aktualisierten Registrierungsliste, was darauf hindeutet, dass die Genehmigungen möglicherweise noch vorläufig sind.

Der Zeitpunkt spiegelt Pekings strategisches Bestreben wider, die Nahrungsmittelversorgungsketten zu diversifizieren und die Abhängigkeit von US-Agrarprodukten zu verringern.

Dieser Schritt steht im Einklang mit Chinas umfassenderen geopolitischen Bemühungen, von den USA geführte Handelsallianzen auszugleichen und gleichzeitig die Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

Brasiliens Rolle bei der Sojabohnenversorgung Chinas

Brasilien hat sich zum weltweit größten Sojabohnenproduzenten und -exporteur entwickelt und liefert über 70 % der chinesischen Sojabohnenimporte.

Allein im Jahr 2024 importierte China rekordverdächtige 105,03 Millionen Tonnen Sojabohnen, wobei über 74 Millionen Tonnen aus Brasilien stammten.

Es wird erwartet, dass sich der Trend im zweiten Quartal beschleunigen wird, unterstützt durch eine starke brasilianische Ernte.

China, das über 60 % der weltweit gehandelten Sojabohnen abnimmt, ist auf Brasilien angewiesen, um den Inlandsbedarf zu decken, insbesondere für seine Viehzucht- und Lebensmittelverarbeitungsindustrie.

Die Wiederaufnahme der Lieferungen von zuvor gesperrten Unternehmen stärkt Brasiliens Dominanz auf dem chinesischen Markt und verringert den Marktanteil amerikanischer Exporteure weiter.

Der Zeitpunkt der chinesischen Entscheidung unterstreicht die sich verbessernden diplomatischen Beziehungen. Der erwartete Besuch von Präsident Lula ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Stärkung der Süd-Süd-Kooperation und zur Reduzierung der Abhängigkeit vom westlichen Handel.

Pekings Vorgehen verdeutlicht auch einen pragmatischen Ansatz bei Handelsstandards.

Nach der ersten Aussetzung reichte das brasilianische Landwirtschaftsministerium Unterlagen ein, die die von den chinesischen Behörden geäußerten phytosanitären Bedenken ausräumen sollten.

Obwohl chinesische und brasilianische Beamte noch keine öffentlichen Erklärungen abgegeben haben, dürfte die Wiedereinsetzung als diplomatischer Erfolg für Brasilien gewertet werden.

US-Exporteure stehen unter zunehmendem Druck.

Die jüngste Entwicklung ist ein weiterer Schlag für amerikanische Sojabohnenexporteure, die angesichts der anhaltenden Handelsspannungen in China weiterhin Marktanteile verlieren. Trotz der nachlassenden Rhetorik zwischen Washington und Peking bleibt der Agrarhandel angespannt.

Da globale Agrarkonzerne wie Cargill und ADM in beiden Ländern aktiv sind, wird die Wiederaufnahme der brasilianischen Exporte voraussichtlich Auswirkungen auf die internationale Sojabohnenlogistik haben.

Es könnte auch weitere Investitionen in die südamerikanische Infrastruktur fördern, da Brasilien seinen Status als bevorzugter Agrarpartner Chinas festigt.