Robotaxi von Pony.ai fängt in Peking Feuer, Aktienkurs sinkt um 10 %

Robotaxi von Pony.ai fängt in Peking Feuer, Aktienkurs sinkt um 10 %
Diya Poddar
14. Mai 2025, 16:31 PM
  • Die Brandursache wird derzeit untersucht, so das Unternehmen.
  • Die Aktie von Pony.ai ist nach dem Brand um 10 % gefallen.
  • Derzeit sind über 250 Pony.ai-Robotaxis in chinesischen Städten im Einsatz.

Eines von Chinas führenden Start-ups für autonomes Fahren, Pony.ai, bestätigte laut einem CNBC-Bericht, dass eines seiner fahrerlosen Robotaxis am 13. Mai in Peking Feuer gefangen hat.

Obwohl sich keine Fahrgäste im Fahrzeug befanden und niemand verletzt wurde, hat der Vorfall die Sicherheitsstandards in Chinas schnell wachsendem Robotaxi-Sektor erneut in den Fokus gerückt.

Das Unternehmen untersucht derzeit die Ursache des Brandes, der ausbrach, nachdem das Fahrzeug aufgrund einer Anomalie eine Notbremsung eingeleitet hatte.

Die Aktie von Pony.ai stürzte nach dem Vorfall um über 10 % ab.

Was hat das Feuer verursacht?

Laut einer Erklärung des Unternehmens wurde bei dem an dem Brand beteiligten Roboterauto gegen 9:30 Uhr Ortszeit in Peking ein "abnormaler Status" festgestellt.

Als Reaktion darauf aktivierte das Fahrzeug selbstständig ein Notstoppverfahren, das dazu dient, weitere Fehlfunktionen oder Risiken zu verhindern.

Es kam zu keiner Kollision, und es befanden sich zum fraglichen Zeitpunkt keine Fahrgäste im Auto.

Pony.ai teilte mit, dass Servicemitarbeiter sofort entsandt wurden und innerhalb von zwei Minuten am Unfallort eintrafen.

Im Zuge ihrer Bemühungen, die Situation zu bewältigen, fing das Fahrzeug jedoch Feuer.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass seine Mitarbeiter in Abstimmung mit den lokalen Behörden daran gearbeitet hätten, das Feuer einzudämmen.

Die genaue Brandursache ist noch unklar, und es wurde eine offizielle Untersuchung eingeleitet.

Videos, die angeblich ein brennendes Robotaxi zeigen, kursierten am Dienstag auf chinesischen Social-Media-Plattformen.

Das Unternehmen stellte keine weiteren Bilder oder Filmaufnahmen des Vorfalls zur Verfügung.

Ausbau von Robotaxis in China

Pony.ai, das in den Vereinigten Staaten börsennotiert ist, hat sich zu einem der chinesischen Spitzenreiter im Bereich der autonomen Mobilität entwickelt.

Das Unternehmen betreibt eine Flotte von mehr als 250 Robotaxis in großen Städten wie Peking, Shanghai und Guangzhou.

Die Systeme für autonomes Fahren werden zentral überwacht und sind so konzipiert, dass sie in Notfallsituationen, wie derjenigen vom 13. Mai, selbstständig reagieren.

Das Feuer könnte sich als Rückschlag für die Ambitionen des Unternehmens erweisen, insbesondere da es erst kürzlich bedeutende Partnerschaften mit Toyota, BAIC und Aion bekannt gegeben hat.

Diese Kooperationen zielen darauf ab, eine neue Generation von Robotaxis zu entwickeln, die versprechen, die Betriebskosten um bis zu 70 % zu senken.

Bedenken hinsichtlich der Systemzuverlässigkeit und Brandgefahren könnten jedoch die Zeitpläne für die Einführung verkomplizieren oder zu aufsichtsrechtlichen Überprüfungen führen.

Brandrisiken bei Elektrofahrzeugen und Robotertaxis werden erneut unter die Lupe genommen.

Obwohl selten, sind Brände bei Elektrofahrzeugen ein Problem in der gesamten Automobilindustrie, wobei frühere Vorfälle mit anderen Modellen ebenfalls weltweit Schlagzeilen gemacht haben.

Die Ursache für solche Brände liegt typischerweise im thermischen Durchgehen von Lithium-Ionen-Batterien, wobei auch andere technische Defekte verantwortlich sein können. Es ist unklar, ob im Fall von Pony.ai ein ähnlicher Mechanismus eine Rolle spielte.

Da der chinesische Markt für elektrische und autonome Fahrzeuge nun in direkter Konkurrenz zu US-amerikanischen Marken steht, dürfte die Überprüfung der Sicherheitsprotokolle verstärkt werden.

Die Branche hat sich schnell um die Kommerzialisierung von Robotaxi-Flotten bemüht, aber Ereignisse wie dieses verdeutlichen die Bedeutung robuster Notfallmaßnahmen und Systemredundanzen.

Pony.ai hat noch nicht bekannt gegeben, ob das Unternehmen angesichts des Vorfalls einen Teil seiner bestehenden Flotte stilllegen oder seine Einsatzpläne ändern wird.