Bewertungsprobleme trüben die D-Wave Quantum-Aktie, während QBTS Advantage2 auf den Markt bringt.

Bewertungsprobleme trüben die D-Wave Quantum-Aktie, während QBTS Advantage2 auf den Markt bringt.
Wajeeh Khan
20. Mai 2025, 18:04 PM
  • D-Wave Quantum bringt Advantage2 auf den Markt – seinen bisher fortschrittlichsten Quantencomputer.
  • Anleger sollten beim Kauf von QBTS-Aktien aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Bewertung Vorsicht walten lassen.
  • Die D-Wave Quantum-Aktie ist derzeit etwa 300 % höher als ihr Jahrestief.

D-Wave Quantum Inc (NASDAQ: QBTS) legte heute Morgen nach der Einführung seines bisher fortschrittlichsten Quantencomputers namens „Advantage2“ um bis zu 30 % zu.

Laut Alan Baratz, dem Geschäftsführer von QBTS, ist das neue System ein „technisches Wunderwerk“, das bedeutende technische Fortschritte bietet.

Er hob in einer heutigen Pressemitteilung hervor, dass „D-Wave Fortschritte bei der Skalierung von Quantentechnologie erzielt hat, um die Anforderungen der Industrie an wachsende Rechenleistung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Energieeffizienz zu erfüllen“.

Nach dem heutigen Anstieg liegt die D-Wave Quantum-Aktie fast 300 % über ihrem bisherigen Jahrestief.

Die Bewertung bleibt ein wesentliches Problem für die D-Wave-Aktie.

Das neu eingeführte Advantage2 bietet eine aufregende Steigerung der Energieeffizienz um 40 % und reduziert das Rauschen um bis zu 75 %. Es ist auch in der Lage, ein bestimmtes Problem mit relativ weniger Qubits zu lösen.

Diese Entwicklung reicht jedoch bei Weitem nicht aus, um die größte und besorgniserregendste Belastung für die QBTS-Aktie zu beseitigen, die nach der heutigen Rallye sogar noch an Bedeutung gewonnen hat.

Und das ist „Bewertung“.

Die Aktien von D-Wave werden derzeit mit einem enormen Kurs-Umsatz-Verhältnis von mehr als 200 auf Basis zukünftiger Erwartungen gehandelt, was darauf hindeutet, dass Investoren einen außergewöhnlichen Aufschlag auf das zukünftige Wachstum des Unternehmens zahlen.

Das ist ein Warnsignal, wenn man bedenkt, dass selbst Nvidia, der KI-Liebling schlechthin, zum aktuellen Zeitpunkt nur ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von etwas über 30 anstrebt – und D-Wave zahlt auch keine Dividende, um Risiko einzugehen.

QBTS-Aktien könnten aufgrund des immensen Wettbewerbs an Dynamik verlieren.

Investoren raten angesichts des immensen Wettbewerbs im Bereich der Quantentechnologie dazu, beim Kauf von D-Wave Quantum-Aktien auf dem derzeitigen Niveau Vorsicht walten zu lassen.

Während reine Quantencomputer-Unternehmen wie IonQ und Rigetti normalerweise als Konkurrenten angepriesen werden, ist es umso besorgniserregender, dass auch die Giganten, darunter Google und Microsoft, recht aggressiv in die Quantentechnologie investieren.

Diese US-amerikanischen Technologiekonzerne verfügen über liquide Mittel in Milliardenhöhe, die sie einsetzen können, um im Bereich Quantencomputer schnell voranzukommen und letztendlich den Nischenansatz von D-Wave in den Schatten zu stellen.

Alles in allem könnten die Mega-Cap-Technologieunternehmen den QBTS-Aktien das dringend benötigte institutionelle Kapital entziehen, um langfristig einen Aufwärtstrend beizubehalten.

Lohnt es sich, im Jahr 2025 in D-Wave Quantum zu investieren?

Es ist anzumerken, dass D-Wave zu den wenigen Quantentechnologie-Spezialisten gehört, die bereits einen begehrten Meilenstein erreicht haben, nämlich die Erlangung der Quantenüberlegenheit.

Dennoch sind die oben genannten Herausforderungen den Analysten nicht verborgen geblieben. Laut Daten von Barchart bleibt die Konsensbewertung für D-Wave-Aktien ein „starker Kauf“ – das durchschnittliche Kursziel von 12,33 US-Dollar deutet jedoch ein potenzielles Abwärtspotenzial von mehr als 25 % gegenüber dem aktuellen Niveau an.

Die Schätzung von Street für das in Burnaby ansässige Quantencomputerunternehmen untermauert die These, dass die heutige Rallye der QBTS-Aktien etwas zu weit gegangen ist. Anleger sind daher möglicherweise besser beraten, diese KI-Aktie in der Stärke zu verkaufen.