Schwellenländeranlagen sind bereit für Gewinne, wenn der US-Dollar schwächer wird, sagt die BofA

Schwellenländeranlagen sind bereit für Gewinne, wenn der US-Dollar schwächer wird, sagt die BofA
Ananthu C U
06. Juni 2025, 15:13 PM
  • Die BofA geht davon aus, dass Schwellenländeranlagen im Jahr 2025 Renditen von mehreren Prozent" erzielen werden.
  • Als Hauptgrund wird eine Abschwächung des US-Dollars aufgrund der Unsicherheit über die US-Handels- und Fiskalpolitik genannt.
  • Der Dollar-Index ist im bisherigen Jahresverlauf um fast 9% gefallen.

Schwellenländeranlagen ziehen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich, da sie potenzielle Chancen für signifikante Renditen bieten.

Laut einer aktuellen Analyse der Bank of America (BofA) Securities werden diese Vermögenswerte im Jahr 2025 Renditen von "mehreren Prozent" erzielen, was vor allem auf einen schwächeren US-Dollar zurückzuführen ist.

Diese Prognose kommt vor dem Hintergrund wachsender wirtschaftlicher Unsicherheiten in den USA und einer sich verändernden Dynamik an den globalen Währungsmärkten.

Da der Dollar-Index in diesem Jahr bereits um fast 9 % gefallen ist, dürften die Schwellenländer von günstigen Bedingungen profitieren und möglicherweise erhebliche Kapitalzuflüsse anziehen.

Warum schwächt sich der US-Dollar ab?

Der Rückgang des US-Dollars im Jahr 2025 wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt. Der Dollar-Index, der die Stärke der Währung gegenüber einem Korb der wichtigsten globalen Währungen misst, ist seit Jahresbeginn um fast 9 % gefallen.

Diese Abschwächung hängt mit Unsicherheiten in Bezug auf die US-Politik, potenziellem wirtschaftlichen Gegenwind durch Zölle und einer Abschwächung der Arbeitsmarktbedingungen zusammen.

Darüber hinaus deuten die jüngsten Daten darauf hin, dass der geldpolitische Kurs der US-Notenbank in Verbindung mit fiskalischen Bedenken und einer steiler werdenden Zinsstrukturkurve den Status des Dollars als sicherer Hafen in den Augen der globalen Anleger verringert hat.

Optimistischer Ausblick der Bank of America

Die Bank of America Securities hat sich auf der Grundlage von Erkenntnissen des Strategen David Hauner optimistisch über die Entwicklung von Schwellenländeranlagen im Jahr 2025 geäußert.

Die BofA geht davon aus, dass der anhaltende Verfall des US-Dollars als Katalysator für die Renditen in diesen Märkten wirken wird.

Konkret merkte Hauner an, dass Schwellenländeranlagen in diesem Jahr Renditen von "mehreren Prozent" erzielen könnten, eine Prognose, die mit den jüngsten Marktbewegungen übereinstimmt.

Schwellenländeraktien sind Anfang Juni 2025 in Folge gestiegen, wobei südkoreanische Vermögenswerte die Rallye nach den Präsidentschaftswahlen anführten.

Regionale Lichtblicke und konkrete Zuwächse

Bestimmte Regionen und Länder innerhalb der Schwellenländer zeigen bereits eine bemerkenswerte Stärke.

Der MSCI Emerging Market Index hat den S&P 500 im Laufe des Jahres um mehr als 7 % übertroffen.

Südkorea zum Beispiel hat in den letzten Tagen seine weltweit überragenden Gewinne ausgeweitet, was auf politische Entwicklungen und robuste Wirtschaftsindikatoren zurückzuführen ist.

Die durchschnittliche Rendite von Lokalwährungsanleihen beträgt im Jahresverlauf 5,7 %. Brasilien war mit einer Rendite von 20 % der Spitzenverdiener, angetrieben durch Carry-Trades.

Bei einem Carry-Trade versuchen Anleger, von der Zinsdifferenz zwischen zwei Währungen oder Vermögenswerten zu profitieren.

In ähnlicher Weise haben sich die lateinamerikanischen Märkte im Jahr 2025 als überraschende Gewinner erwiesen, wobei die Renditen seit Jahresbeginn das erneute Interesse der Anleger widerspiegeln.

Diese Gewinne sind zum Teil auf ein günstiges Währungsumfeld und eine verbesserte Handelsdynamik infolge des Dollarverfalls zurückzuführen.

Neben Aktien profitieren auch die Währungen der Schwellenländer von der sich verändernden globalen Landschaft.

Da die US-Renditekurve aufgrund fiskalischer Sorgen steiler wird, hat sich die Korrelation zwischen höheren US-Laufzeitprämien und einem schwächeren Dollar verschärft, was diesen Währungen Rückenwind verleiht.

Dieser Trend unterstreicht die Verflechtung der globalen Finanzmärkte und die Kaskadeneffekte der US-Wirtschaftspolitik auf die Schwellenländer.

Auswirkungen auf Investoren und globale Märkte

Für Anleger bieten die potenziellen Gewinne in Schwellenländeranlagen sowohl Chancen als auch Herausforderungen.

Auf der einen Seite deuten der schwächere US-Dollar und die positive Prognose der BofA auf ein Zeitfenster für Portfoliodiversifizierung und höhere Renditen hin.

Auf der anderen Seite bleiben die Schwellenländer anfällig für Volatilität, sei es aufgrund geopolitischer Spannungen, plötzlicher politischer Veränderungen oder unerwarteter wirtschaftlicher Abschwünge.

Anlegern wird empfohlen, diese Märkte mit einer ausgewogenen Strategie anzugehen und gründliche Research- und Risikomanagement-Tools zu nutzen.