Cardano stellt Cardinal vor, um Bitcoin-Nutzer mit dem DeFi-Ökosystem im Wert von 334 Millionen US-Dollar zu verbinden
- Cardano startete Cardinal am 9. Juni, um Bitcoin mit seinem DeFi-Ökosystem zu verbinden.
- Das Protokoll ermöglicht es BTC-Inhabern, ohne Verwahrer zu verleihen, zu staken oder zu leihen.
- Cardano DeFi TVL auf 334 Millionen US-Dollar gesunken; Cardinal zielt darauf ab, frische Liquidität anzuziehen.
Cardano hat Cardinal auf den Markt gebracht, ein neues Protokoll, das darauf abzielt, Bitcoin mit dem dezentralen Finanzökosystem (DeFi) von Cardano zu verbinden.
Die Ankündigung, die Cardano-Gründer Charles Hoskinson am 9. Juni während der Bitcoin 2025-Konferenz machte, markiert einen strategischen Wandel, um Liquidität aus dem riesigen Bitcoin-Netzwerk in die Smart-Contract-Infrastruktur von Cardano zu ziehen.
Cardinal ermöglicht es Nutzern, Bitcoin zu verleihen, zu leihen und zu staken, ohne die native Bitcoin-Kette zu verlassen oder traditionelle Verwahrstellen zu nutzen.
Der Start erfolgt, da der DeFi-Gesamtwert (TVL) von Cardano laut DefiLlama von 415 Millionen US-Dollar im Mai auf 334 Millionen US-Dollar am 10. Juni gesunken ist.
Bitcoin DeFi Integration ohne Brücken oder Verwahrer
Cardinal wurde entwickelt, um Bitcoin in den DeFi-Raum zu bringen, indem es unverbrauchte Transaktionsausgaben (UTXOs) umschließt und in Token umwandelt, die 1:1 an Bitcoin gekoppelt sind.
Auf diese Weise können Bitcoin-Inhaber ihre Vermögenswerte auf der Cardano-Plattform nutzen, ohne sich auf zentralisierte Brücken oder Depotbanken verlassen zu müssen. Der Prozess ist vertrauensminimiert und ermöglicht es den Nutzern, ihre Bitcoin jederzeit durch eine sichere und überprüfbare Methode zurückzufordern.
Im Gegensatz zu herkömmlichen verpackten BTC-Protokollen, die oft von einer zentralen Behörde abhängen, arbeitet Cardinal mit MuSig2, einem kryptografischen Schema mit mehreren Signaturen.
Diese Technik ermöglicht es mehreren Teilnehmern, Transaktionen kooperativ zu unterzeichnen, während die Sicherheitsgarantien von Bitcoin erhalten bleiben.
Solange sich mindestens eine Partei im Netzwerk ehrlich verhält, bleibt das System sicher und die verpackten Bitcoin bleiben auf der nativen Chain gesperrt.
Keine Weiterverpfändung, mehr Asset-Kontrolle für die Benutzer
Eines der Hauptunterscheidungsmerkmale von Cardinal ist seine Haltung zur Weiterverpfändung. In vielen Finanzsystemen verwenden Verwahrstellen hinterlegte Vermögenswerte wieder – oft ohne vollständiges Bewusstsein der Nutzer.
Cardinal eliminiert dieses Risiko, indem es Intermediäre daran hindert, die Vermögenswerte der Nutzer zu kontrollieren, und den Inhabern während des gesamten DeFi-Prozesses vollständige Transparenz und Eigenverantwortung bietet.
Das Smart-Contract-Framework von Cardinal vermeidet unnötige Zentralisierung, indem es BitVMX nutzt – ein Off-Chain-Berechnungsprotokoll.
BitVMX ermöglicht es Benutzern, komplexe Operationen mit Bitcoin durchzuführen, ohne Kompromisse bei der Dezentralisierung eingehen zu müssen.
In Kombination mit den Plutus Smart Contracts von Cardano ermöglicht diese Konfiguration eine nahtlose Bewegung von Vermögenswerten zwischen den beiden Blockchains.
Live-BTC-Cardano-Transfer-Demo zeigt Anwendungsfall
Auf der Bitcoin 2025 demonstrierte Input Output (IO), das Forschungs- und Entwicklungsunternehmen hinter Cardano, einen brückenlosen BTC-zu-Cardano-Asset-Transfer mit Cardinal und BitVMX.
Die Live-Demonstration diente als Proof-of-Concept und unterstrich die Fähigkeit von Cardinal, Bitcoin-native Liquidität auf die DeFi-Plattformen von Cardano zu bringen.
Dieser Schritt kommt zu einer Zeit, in der Cardano darauf abzielt, seinen TVL zu erhöhen und die DeFi-Traktion wiederzuerlangen. Laut DefiLlama hat der DeFi-Markt von Cardano seit seinem Höchststand im Mai einen Rückgang des gesperrten Wertes erlebt.
Indem Cardinal Bitcoin-Nutzern einen direkten DeFi-Zugang bietet, ohne ihr natives Netzwerk zu verlassen, könnte Cardinal die Liquiditätsspritze bereitstellen, die erforderlich ist, um die Aktivität auf der Cardano-Chain wiederzubeleben.
Auswirkungen auf den Markt und zukünftige Roadmap
Die DeFi-Infrastruktur von Cardano hatte in der Vergangenheit Schwierigkeiten, mit der Dominanz von Ethereum oder Solana mitzuhalten. Cardinal stellt jedoch ein neues Modell dar, um Bitcoin auf eine nicht-verwahrende, dezentrale Weise zu integrieren.
Das Protokoll ermöglicht nicht nur eine sichere Kreditvergabe und -aufnahme mit Wrapped Bitcoin, sondern führt auch die Interoperabilität zwischen Ökosystemen ein – einer der wichtigsten Engpässe für die DeFi-Expansion.
Input Output hat noch kein vollständiges Rollout-Datum bekannt gegeben, plant aber, Cardinal weiterhin unter realen Bedingungen zu testen.
Das Team wird sich wahrscheinlich darauf konzentrieren, die Akzeptanz von Cardinal bei Bitcoin-Nutzern zu erhöhen, die ein DeFi-Engagement suchen, ohne Kompromisse bei der Verwahrung oder Dezentralisierung einzugehen.
Der Schritt spiegelt auch einen breiteren Trend im DeFi-Bereich wider, in dem neuere Protokolle der Souveränität von Vermögenswerten, der kryptografischen Sicherheit und der Interoperabilität Vorrang einräumen.
Wenn Cardinal erfolgreich ist, könnte es einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie große Blockchain-Ökosysteme Bitcoin integrieren und wie sich Bitcoin von einem passiven Wertaufbewahrungsmittel zu einem aktiven Akteur im dezentralen Finanzwesen entwickelt.
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