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Europäische Märkte eröffnen: FTSE 100 legt, Stoxx 600 flach; Britische Arbeitsmarktdaten, Gespräche zwischen den USA und China im Auge

Europäische Märkte eröffnen: FTSE 100 legt, Stoxx 600 flach; Britische Arbeitsmarktdaten, Gespräche zwischen den USA und China im Auge
Deepali Singh
10. Juni 2025, 09:46 AM
  • Die europäischen Märkte eröffneten am Dienstag uneinheitlich; Stoxx 600 flach, FTSE 100 +0,4%, DAX -0,2%.
  • Europäische Rüstungsaktien fielen inmitten der Handelsgespräche zwischen den USA und China, die sich auf kritische Mineralien konzentrierten.
  • Die Zahl der offenen Stellen in Großbritannien sank zum 35. Mal in Folge auf 736.000 (März-Mai), was einem Rückgang von 7,9 % gegenüber dem Vorzeitraum entspricht.

Die europäischen Aktienmärkte begannen die Sitzung am Dienstag mit einem gemischten und etwas vorsichtigen Ton, da die Anleger die laufenden Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China in London genau beobachteten.

Während die wichtigsten Indizes leichte Schwankungen aufwiesen, war ein bemerkenswertes Merkmal der breite Rückgang der europäischen Verteidigungsaktien, der möglicherweise mit den Diskussionen über die Exporte kritischer Mineralien zusammenhängt.

In der Zwischenzeit lieferten neue britische Arbeitsmarktdaten neue Einblicke in die wirtschaftliche Gesundheit des Landes.

Etwa zehn Minuten nach der Eröffnungsglocke notierte der paneuropäische Stoxx 600-Index flach, was darauf hindeutet, dass es auf dem gesamten Kontinent an einer starken Richtungsüberzeugung mangelt.

Betrachtet man die einzelnen Ländermärkte, so stieg der Londoner FTSE 100 um respektable 0,4 %. Im Gegensatz dazu gab der deutsche DAX-Index um 0,2 % nach und der französische CAC 40 notierte zuletzt leicht höher.

Ein wesentlicher Schwachpunkt war heute Morgen der europäische Verteidigungssektor. Der regionale Stoxx Aerospace and Defense Index weitete seine jüngsten Verluste aus und notierte 0,8% niedriger.

Damit ist der Index auf dem Weg zum dritten Tag in Folge mit Rückgängen. Dieser Abschwung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Anleger die Handelsgespräche zwischen den USA und China beobachten, die am Dienstag in London fortgesetzt werden sollen.

Ein zentraler Punkt dieser Diskussionen dreht sich um kritische Mineralien, auf die China im April als Reaktion auf die US-Zölle auf chinesische Exporte Exportbeschränkungen verhängt hat.

Diese Seltenerdmineralien sind für die Herstellung von Waffen und anderen fortschrittlichen Verteidigungstechnologien von entscheidender Bedeutung, so dass jede Entwicklung in ihrem Handel ein zentrales Anliegen für den Sektor ist.

Ein Beispiel für diesen Druck ist, dass die Aktien des deutschen Rüstungsriesen Rheinmetall zuletzt um 3,4% niedriger gehandelt wurden.

Andere deutsche Rüstungsunternehmen, Renk und Hensoldt, verzeichneten mit einem Minus von 8 % bzw. 3,1 % noch stärkere Rückgänge.

Währung und britischer Arbeitsmarkt: Pfund rutscht ab, offene Stellen sinken, Lohnwachstum kühlt sich ab

An den Devisenmärkten fiel das britische Pfund am Dienstagmorgen gegenüber dem US-Dollar um 0,5% und notierte bei rund 1,35 $.

Trotz dieses Rückgangs hat das Pfund Sterling in diesem Jahr bisher bemerkenswerte 7,8 % gegenüber dem Greenback zugelegt.

Neue Daten des britischen Office for National Statistics (ONS) lieferten heute Morgen eine detaillierte Momentaufnahme des Arbeitsmarktes.

Die Zahl der offenen Stellen in Großbritannien sank zwischen März und Mai auf 736.000, was einem Rückgang von 63.000 offenen Stellen oder 7,9 % gegenüber dem vorangegangenen Dreimonatszeitraum entspricht.

Dies war der 35. Rückgang der offenen Stellen in Folge, was auf eine anhaltende Abkühlung der Einstellungsnachfrage hindeutet.

Unterdessen stiegen die Durchschnittsverdienste, einschließlich Boni, im Zeitraum von Februar bis April um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr.

Dies deutet darauf hin, dass das Lohnwachstum zwar anhält, sich aber seit dem Anstieg auf 6,1 % im Dezember stetig abgekühlt hat.

Die britische Arbeitslosenquote stieg in den drei Monaten bis April leicht auf 4,6% und entsprach damit den Erwartungen der Ökonomen.

In den vorangegangenen drei Monaten bis März hatte die Arbeitslosigkeit in Großbritannien bei 4,5 % gelegen.

Die ONS-Daten zeigten auch, dass die Nichterwerbsquote des Vereinigten Königreichs – eine Schätzung der 16- bis 64-Jährigen, die arbeitslos sind und entweder keine Arbeit suchen oder nicht in der Lage sind, unmittelbar eine Arbeit aufzunehmen – in den drei Monaten bis April auf 21,3 % gestiegen ist.