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Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 stabil, da sich USA und China auf Handelsplan einigen; Inditex-Umsatz im 1. Quartal schwächer

Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 stabil, da sich USA und China auf Handelsplan einigen; Inditex-Umsatz im 1. Quartal schwächer
Deepali Singh
11. Juni 2025, 09:51 AM
  • Die europäischen Märkte eröffneten am Mittwoch uneinheitlich; Stoxx 600 flach, CAC 40 +0,3%, FTSE 100 +0,1%, DAX wenig verändert.
  • Die USA und China haben in London ein Rahmenabkommen zur Entspannung der Handelsspannungen geschlossen, das auf die Zustimmung des Präsidenten wartet.
  • Der Zara-Eigentümer Inditex meldete schwächer als erwartete Q1-Verkäufe und kündigte einen langsamen Sommerstart an.

Die europäischen Aktienmärkte zeigten im frühen Handel am Mittwoch eine gemischte und allgemein flache Performance, da die Anleger die positiven Entwicklungen in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China gegen einige enttäuschende Unternehmensgewinne abwogen und auf wichtige Wirtschaftsdaten warteten.

Während ein vorläufiges Handelsabkommen ein gewisses Maß an Optimismus bot, waren die einzelnen Marktbewegungen nuanciert.

Etwa 30 Minuten nach Beginn der Handelssitzung am Mittwoch wurde der paneuropäische Stoxx 600-Index flach gehandelt, was darauf hindeutet, dass es keine kohärente Richtungsdynamik zwischen den einzelnen Sektoren gibt.

Betrachtet man die großen nationalen Börsen, so kristallisierte sich der französische CAC 40 mit einem Plus von rund 0,3 % als früher Spitzenreiter heraus.

Der Londoner FTSE 100 notierte zuletzt 0,1% höher, während der deutsche DAX-Index kaum Veränderungen gegenüber seinem vorherigen Schlusskurs zeigte.

Handelsgespräche zwischen den USA und China: ein Rahmen für ein Abkommen

Ein wesentlicher Treiber für die globale Marktstimmung waren die Nachrichten aus den hochrangigen Handelsgesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und China in London.

Nach einem zweiten Tag der Gespräche gaben Vertreter beider Länder bekannt, dass sie eine Einigung über einen Rahmen zum Abbau der Handelsspannungen erzielt haben, wobei das Abkommen nun auf die Zustimmung der Staats- und Regierungschefs der beiden Länder wartet.

"Wir haben einen Rahmen erreicht, um den Genfer Konsens und das Telefonat zwischen den beiden Präsidenten umzusetzen", sagte US-Handelsminister Howard Lutnick gegenüber Reportern.

Ein wichtiger Bestandteil dieses jüngsten Abkommens sind die chinesischen Beschränkungen für die Ausfuhr von Seltenen Erden in die USA. Lutnick erklärte, dass dies ein "grundlegender Teil" des Abkommens sei und dass die USA erwarteten, dass das Problem "in diesem Rahmen gelöst wird".

Er wies ferner darauf hin, dass die in den letzten Wochen verhängten US-Beschränkungen für den Verkauf fortschrittlicher Technologie nach China wahrscheinlich zurückgenommen würden, wenn Peking die Exporte von Seltenen Erden genehmigt.

Die globalen Märkte reagierten zunächst gemischt auf diesen zaghaften Konsens. Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum kletterten über Nacht nach dem scheinbaren Durchbruch.

Die US-Aktienfutures gaben jedoch leicht nach, da die Anleger auch auf die US-Inflationsdaten für Mai blickten, die die zukünftige Politik der US-Notenbank beeinflussen könnten.

Corporate Spotlight: Inditex-Verkäufe verfehlen

An der Unternehmensfront meldete der Zara-Eigentümer Inditex am Mittwoch einen schwächer als erwarteten Quartalsumsatz.

Der spanische Einzelhandelsriese wies auch auf einen langsameren Start in die Sommersaison im Vergleich zum Vorjahr hin und begründete dies mit der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit.

Inditex erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres (1. Februar bis 30. April) einen Umsatz von 8,27 Milliarden Euro (9,44 Milliarden US-Dollar) und lag damit leicht unter der von den LSEG-Analysten prognostizierten Prognose von 8,39 Milliarden Euro.

Der Quartalsüberschuss lag bei 1,3 Milliarden Euro und damit knapp unter den von Analysten geschätzten 1,32 Milliarden Euro.

In einer weiteren bemerkenswerten Nachricht erklärte der Tech-Milliardär Elon Musk am Mittwoch, dass er einige der Social-Media-Posts bedauere, die er letzte Woche während eines explosiven und sehr öffentlichen Streits mit seinem ehemals engen Verbündeten, US-Präsident Donald Trump, gemacht habe.

Dieses Eingeständnis folgt auf eine Zeit eskalierender Spannungen zwischen den beiden prominenten Persönlichkeiten.