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Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 fällt um 1%, FTSE 100 -0,5% inmitten der Eskalation zwischen Israel und Iran; Rohöl erholt sich

Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 fällt um 1%, FTSE 100 -0,5% inmitten der Eskalation zwischen Israel und Iran; Rohöl erholt sich
Deepali Singh
13. Juni 2025, 09:33 AM
  • Europäische Aktien (Stoxx 600 -1%) fielen am Freitag nach den Nachrichten über israelische Luftangriffe auf den Iran stark.
  • Die Ölpreise stiegen (Brent +7,96% auf 74,88 $, WTI +8,23% auf 73,65 $) aufgrund von Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen.
  • Bei dem Angriff wurden Berichten zufolge der Chef der iranischen Streitkräfte und zwei führende Nuklearwissenschaftler getötet.

Die europäischen Aktienmärkte eröffneten am Freitag deutlich niedriger, da die Anleger schnell auf eine deutliche Eskalation des Konflikts im Nahen Osten nach den israelischen Luftangriffen auf den Iran reagierten.

Der paneuropäische Stoxx 600 Index gab nach, und die Ölpreise stiegen, da Bedenken hinsichtlich der regionalen Stabilität und möglicher Versorgungsunterbrechungen im Mittelpunkt standen.

Etwa 20 Minuten nach der Eröffnungsglocke notierte der paneuropäische Stoxx 600 um 1% niedriger, ein deutliches Zeichen für die Nervosität des Marktes.

Der Ausverkauf war breit angelegt, wobei sich fast alle Sektoren im negativen Bereich befanden, mit der bemerkenswerten Ausnahme von Öl- und Gasaktien, die vom Anstieg der Rohölpreise profitierten.

Die nationalen Börsen auf dem gesamten Kontinent spiegelten die gestiegene Risikoaversion wider. Der deutsche DAX fiel im frühen Handel um 1,4%, während der französische CAC 40 um 1,1% nachgab.

Der Londoner FTSE 100, der gerade ein Rekordhoch erreicht hatte, fiel um 0,5 %.

Die Terminmärkte hatten bereits einen turbulenten Start signalisiert: Die Futures-Märkte des paneuropäischen Stoxx 600 gaben zuletzt um 1,2 % nach und die Futures, die an den deutschen DAX-Index gekoppelt sind, gaben um 1,7 % nach.

Sogar die Futures für den FTSE 100 zeigten trotz seines jüngsten Rekords um 0,5% nach unten.

Israel greift Iran an: Details des Angriffs kommen ans Licht

Die Nervosität auf dem Markt war eine direkte Folge der israelischen Militäraktion gegen den Iran in den frühen Morgenstunden des Freitags.

Berichte deuteten darauf hin, dass Israel eine Reihe von Luftangriffen geflogen hat, und später wurde erklärt, dass bei diesen Aktionen der Chef der iranischen Streitkräfte sowie zwei der führenden Nuklearwissenschaftler des Landes getötet wurden.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete die Militäraktion in einer Ansprache als "gezielte Militäroperation" gegen das iranische Atom- und Raketenprogramm.

Er präzisierte, dass Israel die wichtigste iranische Anreicherungsanlage in Natanz angegriffen habe, seine führenden Nuklearwissenschaftler ins Visier genommen und das Herz seines ballistischen Raketenprogramms getroffen habe.

Dieses direkte und bedeutende militärische Engagement, das Berichten zufolge ohne Unterstützung der USA durchgeführt wurde, markiert eine erhebliche Eskalation der Spannungen in der ohnehin schon instabilen Region.

Öl steigt, sichere Häfen gesucht, da Anleger vor Risiken fliehen

Die unmittelbare und dramatischste Marktreaktion war an den Ölmärkten zu beobachten.

Die Rohöl-Futures stiegen am Donnerstagabend nach der Nachricht von den israelischen Luftangriffen um bis zu 13%.

US West Texas Intermediate stieg zuletzt um 8,23% auf 73,65 $ pro Barrel, während die globale Benchmark-Rohölsorte Brent um 7,96% auf 74,88 $ pro Barrel zulegte.

Diese starken Anstiege bringen beide Benchmarks auf Kurs zu ihren größten Tagesgewinnen seit 2020.

Das Ausmaß des israelischen Angriffs, der explizit auf das iranische Atomprogramm abzielte, überraschte die Märkte und führte zu einer raschen Flucht in sichere Anlagen.

Die Anleger suchten Schutz in Vermögenswerten, die in Zeiten erhöhter Volatilität traditionell als stabil gelten.

"Die Nachricht hat zu erheblichen Befürchtungen über eine Eskalation und einen größeren regionalen Konflikt geführt", stellten die Strategen der Deutschen Bank in einem Bericht am frühen Freitag fest.

Das plötzliche Wiederauftreten akuter geopolitischer Risiken hat die Anleger sichtlich verunsichert, die ihre Positionen nun angesichts der sich schnell entwickelnden Situation im Nahen Osten neu bewerten.