Die werbefreien Tage von WhatsApp sind vorbei, da Meta mit der Monetarisierung beginnt

Die werbefreien Tage von WhatsApp sind vorbei, da Meta mit der Monetarisierung beginnt
Utkarsh Roshan
16. Juni 2025, 15:40 PM
  • Meta hat offiziell Pläne angekündigt, Werbung auf WhatsApp einzuführen.
  • Der Schritt markiert eine Abkehr vom langjährigen Ansatz von WhatsApp, das bisher jede Form von Werbung vermieden hatte.
  • Zusätzlich zu den Statusanzeigen plant Meta auch, die Kanalfunktion von WhatsApp zu monetarisieren.

Meta hat offiziell Pläne zur Einführung von Werbung für WhatsApp angekündigt, fast 11 Jahre nach der Übernahme der Messaging-Plattform in einem 19-Milliarden-Dollar-Deal.

Das Unternehmen kündigte an, dass Unternehmen jetzt in der Lage sein werden, "Statusanzeigen" auf der Registerkarte "Updates" der App zu schalten – ein Bereich, der von Nutzern genutzt wird, um verschwindende Inhalte ähnlich wie bei Instagram Stories zu teilen.

Der Schritt markiert eine Wende in der langjährigen Herangehensweise von WhatsApp, die bisher jede Form von Werbung vermieden hatte.

Laut Meta sind die Anzeigen so konzipiert, dass sie Interaktionen zwischen Nutzern und Werbetreibenden über die Messaging-Tools der App initiieren.

Meta-Führungskräfte sagten, dass diese Strategie darauf abzielt, die Beeinträchtigung persönlicher Gespräche zu vermeiden, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt bleiben.

Weitere Monetarisierungspläne für Meta

Zusätzlich zu den Statusanzeigen plant Meta auch, die Kanalfunktion von WhatsApp zu monetarisieren.

Die im Juni 2023 eingeführten Kanäle ermöglichen es Einzelpersonen und Organisationen, Updates an Follower zu senden.

Meta sagte, dass es Suchanzeigen im Kanalverzeichnis aktivieren und es Kanaladministratoren ermöglichen wird, monatliche Abonnementdienste anzubieten.

Obwohl Meta nicht sofort Einnahmen aus diesen Abonnements erzielen wird, plant das Unternehmen, in Zukunft eine Kürzung um 10 % vorzunehmen.

Unternehmen können auch bezahlen, um die Sichtbarkeit ihrer Kanäle zu erhöhen, wenn Benutzer das Verzeichnis durchsuchen, ein Modell, das den Suchanzeigen im App Store ähnelt.

WhatsApp-Gründer lehnten Werbung ab

Die Gründer von WhatsApp, Jan Koum und Brian Acton, hatten sich öffentlich gegen Werbung ausgesprochen und Meta Berichten zufolge nach Meinungsverschiedenheiten über die Bemühungen des Unternehmens, die Plattform zu monetarisieren, verlassen.

Seit der Übernahme von WhatsApp im Jahr 2014 hat sich Meta darauf konzentriert, seine Nutzerbasis weltweit zu vergrößern und gleichzeitig die Plattform weitgehend frei von kommerziellen Inhalten zu halten.

Obwohl Meta keine WhatsApp-spezifischen Finanzdaten offenlegt, schätzen Analysten, dass das Unternehmen jährlich zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar erwirtschaftet, hauptsächlich durch die Gebührenerhebung für die Nutzung von Messaging-Tools für die Kundeninteraktion.

Nikila Srinivasan, Head of Product für Business Messaging bei Meta, sagte, dass die neuen Anzeigen von begrenzten Targeting-Kriterien geleitet werden, darunter der Standort eines Nutzers, die Sprache, das Gerät und frühere Anzeigeninteraktionen.

"Wir glauben wirklich, dass die Registerkarte "Updates" der richtige Ort für diese neuen Funktionen ist", sagte sie.

Srinivasan bekräftigte auch, dass persönliche Nachrichten und Anrufe verschlüsselt bleiben würden.

CEO Mark Zuckerberg bezeichnete WhatsApp zuvor als "das nächste Kapitel" für Meta und sagte, dass das Messaging zwischen Unternehmen und Verbrauchern zu einer zentralen Säule der Wachstumsstrategie des Unternehmens werden sollte.