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Die britischen Hauspreise steigen im April um 3,5 %, da sich die regionalen Unterschiede vergrößern

Die britischen Hauspreise steigen im April um 3,5 %, da sich die regionalen Unterschiede vergrößern
Diya Poddar
18. Juni 2025, 15:42 PM
  • Die Käufer werden angesichts der Lebenshaltungskosten und der knapperen Budgets immer vorsichtiger.
  • Die Swap-Sätze sind in letzter Zeit gestiegen, was den Druck auf die Hypothekengeber erhöht, ihre festen Angebote neu zu kalibrieren.
  • Analysten sagen, dass die aktuelle Richtung des Marktes vom nächsten Zinsschritt der Bank of England abhängt.

Die durchschnittlichen britischen Hauspreise setzten ihren Aufwärtstrend im April fort und stiegen um 3,5 % auf 265.000 £, wie aus den neuesten Daten des britischen Hauspreisindex des Grundbuchamts hervorgeht.

Diese Zahl ist zwar niedriger als der jährliche Anstieg von 7,0 % im März, unterstreicht aber die anhaltende Widerstandsfähigkeit des Immobilienmarktes trotz der Änderungen der Stempelsteuer im April und des allgemeinen finanziellen Gegenwinds.

Bemerkenswert war die regionale Variation des Preiswachstums, wobei der Nordosten mit einer jährlichen Inflation von 6,4 % unter den englischen Regionen an der Spitze stand, während der Südwesten mit 0,9 % das schwächste Preiswachstum verzeichnete.

Analysten sagen, dass die aktuelle Richtung des Marktes vom nächsten Zinsschritt der Bank of England abhängt.

England verzeichnete im April einen Preisanstieg von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr, während die Preise in Wales und Schottland mit einem Plus von 5,3 % bzw. 5,8 % stärker stiegen. Innerhalb Englands verzeichnete der Nordosten die stärkste jährliche Inflation, obwohl sie sich von 15,3 % im März abgekühlt hatte.

In London kam es zu einer leichten Beschleunigung, wobei die jährliche Inflation bei 3,3 % lag und damit über der Rate vom März lag. Der Südwesten verzeichnete das geringste Wachstum unter den englischen Regionen, wobei die Preisinflation von 5,9 % im März auf nur 0,9 % im April zurückging.

Branchenbeobachter gehen davon aus, dass diese gemischten Muster die lokale Marktdynamik widerspiegeln, wobei einige Gebiete weiterhin von lifestyle-getriebenen Umzugstrends und einer höheren Zahl neuer Angebote profitieren, während andere mit Einschränkungen bei der Erschwinglichkeit und einer rückläufigen Nachfrage zu kämpfen haben.

Änderungen der Stempelsteuer, Hypothekenkosten belasten die Aktivität

Trotz des Preisanstiegs im April stellen Experten fest, dass sich der Markt immer noch an die Abschaffung der Stempelsteuererleichterungen gewöhnen muss, die während der Pandemie eingeführt wurden.

Es wurde erwartet, dass das Ende dieses Vorteils die Nachfrage abkühlen würde, doch der Preisanstieg deutet darauf hin, dass der Appetit der Käufer intakt geblieben ist.

Die kumulierten Ersparnisse der privaten Haushalte und die Zinsen der Käufer tragen dazu bei, die Auswirkungen der politischen Änderungen auszugleichen.

Die Marktstabilität in den kommenden Monaten wird jedoch davon abhängen, wie schnell die Zinssätze gesenkt werden, sowie von breiteren Wirtschaftsindikatoren wie Inflation und Lohnwachstum.

Auch die Swap-Sätze sind in den letzten Wochen gestiegen, was den Druck auf die Hypothekengeber erhöht, ihre Festzinsangebote neu zu kalibrieren.

Einige Kreditgeber haben die Kosten für die Aufrechterhaltung wettbewerbsfähiger Produkte übernommen, während andere die Preisgestaltung als Reaktion auf Marktvolatilität und geopolitische Unsicherheit angepasst haben.

Das Vertrauen der Käufer bleibt, aber die Vorsicht wächst

Der Preisanstieg im April wurde zum Teil durch eine erhöhte Käuferaktivität im März vor der Anpassung der Stempelsteuer angetrieben. Die steigende Inflation könnte den erwarteten Rückgang der Hypothekenzinsen verzögern, was die Dynamik des Marktes möglicherweise verlangsamen könnte.

Die Käufer werden angesichts der Lebenshaltungskosten und der knapperen Budgets immer vorsichtiger.

Bestimmte regionale Hotspots wie Bury St Edmunds, Cornwall, Exeter, Newmarket und Sevenoaks verzeichneten im Mai jedoch eine robuste Nachfrage, sowohl in Bezug auf die Fertigstellung von Immobilien als auch auf neue Angebote. Das Vertrauen der Verkäufer ist nach wie vor stark, mit einem bemerkenswerten Anstieg der Angebote im Vergleich zu vor zwei Jahren.

Während die Ausgabenüberprüfung der Regierung den Wohnungsbau ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt hat, bleibt der Zeitrahmen für die Umsetzung der politischen Maßnahmen in eine tatsächliche Angebotsausweitung ungewiss.

Solange die strukturellen Probleme des Wohnungsangebots nicht angegangen werden, dürfte der Aufwärtsdruck auf die Preise anhalten.

Erstkäufer kehren trotz Inflationssorgen zurück

Saisonale Trends trugen ebenfalls zu den Preissteigerungen im April bei, da die Frühlings- und Sommerperioden traditionell für den Wohnungsmarkt aktiv sind. Die Käufernachfrage in den Kernpreisklassen ist nach wie vor gesund.

Es gab ein Wiederaufleben der Erstkäuferaktivität, auch wenn es keinen Stempelsteuerfeiertag gibt. Viele wenden sich an die Unterstützung ihrer Familie und werden aufgrund der anhaltenden Herausforderungen auf dem Mietmarkt zum Kauf gedrängt.

Das Ausscheiden von Vermietern hat den verfügbaren Mietbestand reduziert, was die Nachfrage und die Mieten in die Höhe getrieben hat, was wiederum einige Mieter in Richtung Wohneigentum drängt.

Während die Erwartungen an eine kurzfristige Zinssenkung aufgrund der anhaltenden Inflation gesunken sind, könnte eine weitere geldpolitische Lockerung im Laufe des Jahres dazu beitragen, das Preiswachstum aufrechtzuerhalten und zusätzliches Käuferinteresse zu wecken.