UK-BIP sinkt im April um 0,1 % — Dienstleistungen belasten das monatliche Wachstum

UK-BIP sinkt im April um 0,1 % — Dienstleistungen belasten das monatliche Wachstum
Rivanshi Rakhrai
12. Juni 2026, 09:12 AM

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Invezz
Kaufen: Gewinner durch Energieinflation im UK

Energiekosten sind der Übertragungsmechanismus: Höhere Ölpreise und Störungen in der Schifffahrt erhöhen Inputkosten und stärken die Preissetzungsmacht in Teilen der Energie-Wertschöpfungskette. Kaufen Sie in Großbritannien gelistete integrierte Energieproduzenten (z. B. BP) und/oder Nordsee-Dienstleistungs-/Produktionsunternehmen, die von höheren nominalen Energiepreisen und resilienten CAPEX-Prognosen profitieren. These: Der Konflikt stützt energiegebundene Gewinne, selbst wenn das Wachstum nachlässt.

Kernrisiko: Ein schneller Ölpreisrückgang oder politisch getriebene Sondersubventionen/Preisregulierungen drücken Margen und tilgen die Gewinnunterstützung.

Short GBP/USD

UK-BIP −0,1 % und Dienstleistungen −0,2 % bestätigen das risiko einer energiegetriebenen Abschwächung. Mit steigendem Energiepreisdeckel und Befürchtungen eines Rückgangs im Q2 steigt die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen, und die moderate GBP-Erholung dürfte verblassen. Sell GBP/USD (oder buy USD/GBP) mit Ziel einer Rückkehr unter 1,33, falls Inflations‑/Arbeitsmarktdaten die schwache Nachfrage bestätigen.

Kernrisiko: Inflationsdaten fallen heißer aus als erwartet, zwingen die BoE zu einer restriktiven Haltung und treiben das GBP trotz schwachen Wachstums nach oben.

  • Die britische Wirtschaft schrumpfte im April um 0,1 % nach Wachstum im März.
  • Steigende Energiekosten im Zusammenhang mit dem Konflikt belasten die wirtschaftliche Aktivität.
  • Das Pfund erholt Verluste trotz schwachem BIP und Wachstumsbedenken.

Die britische Wirtschaft schrumpfte im April um 0,1 % und kehrte damit einen Teil des starken Wachstums zu Jahresbeginn um, da steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen die wirtschaftliche Aktivität zu belasten begannen, wie offizielle Daten zeigen.

Zahlen, die vom Office for National Statistics veröffentlicht wurden, zeigten, dass das Bruttoinlandsprodukt im Monat um 0,1 % zurückging, nach einem Anstieg von 0,3 % im März.

Die Kontraktion entsprach den Erwartungen der Ökonomen und hat die Befürchtungen verstärkt, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal schrumpfen könnte.

Der Abschwung fällt zusammen mit höheren Energiepreisen, die im Zusammenhang mit dem Konflikt um den Iran stehen und die wirtschaftlichen Bedingungen zu beeinflussen begonnen haben.

Die Sperrung der Straße von Hormus, einer wichtigen globalen Schifffahrtsroute, hat zu steigenden Kosten und wachsender Unsicherheit für Unternehmen und Verbraucher beigetragen.

Nach Angaben des ONS wurde der Rückgang im April hauptsächlich durch Schwäche im Dienstleistungssektor verursacht, der im Monat um 0,2 % sank.

Die Behörde erklärte, dass schwächere Aktivität in der öffentlichen Verwaltung sowie im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung wesentlich zum Rückgang der Dienstleistungsleistung beigetragen habe.

Die Bautätigkeit bot der Wirtschaft etwas Unterstützung und stieg im Monat um 0,1 %.

Allerdings stellte das ONS fest, dass der Anstieg vollständig auf Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten zurückzuführen war.

Neubauarbeiten fielen um 0,3 %, trotz des Regierungszusagens, die Bautätigkeit zu beschleunigen und 1,5 Millionen neue Wohnungen zu schaffen.

Langfristiges Wachstum bleibt positiv

Trotz des monatlichen Rückgangs blieb die breitere wirtschaftliche Entwicklung positiv.

Über die drei Monate bis April wuchs das BIP laut ONS um 0,7 %.

Dieses längerfristige Maß gilt allgemein als weniger volatil als Monatsdaten und deutet darauf hin, dass die wirtschaftliche Aktivität stärker blieb, als eine Einzelmonatszahl vermuten ließe.

Ökonomen haben jedoch zunehmend ihre Wachstumsprognosen für große Volkswirtschaften, einschließlich des Vereinigten Königreichs, nach unten korrigiert, da befürchtet wird, dass höhere Öl- und Energiepreise die Inflation anheizen und die wirtschaftliche Aktivität dämpfen werden.

Ökonomen warnen vor weiterer Abkühlung

Fergus Jimenez-England, Associate Economist am National Institute of Economic and Social Research, warnte, dass sich der wirtschaftliche Druck in den kommenden Monaten verschärfen könnte.

„Wir erwarten, dass sich diese Abkühlung verstärkt, wenn höhere Energiekosten durch die Wirtschaft durchschlagen, wobei die Auswirkungen voraussichtlich im dritten Quartal am stärksten spürbar sein werden, wenn der Energiepreisdeckel steigt“, sagte er, zitiert von The Guardian.

Marktreaktion

Marktteilnehmer warten nun auf bevorstehende Inflations- und Arbeitsmarktdaten, die voraussichtlich eine klarere Einschätzung darüber liefern werden, wie sich der Konflikt auf die britische Wirtschaft ausgewirkt hat.

Unterdessen zog das britische Pfund nach der BIP-Veröffentlichung etwas Kaufinteresse auf sich.

Sterling erholte sich größtenteils von seinen frühen Verlusten gegenüber dem US-Dollar, wobei GBP/USD trotz eines schwächer als erwarteten wirtschaftlichen Umfelds wieder in Richtung 1,3410 anstieg.