Air India streicht 15 % der weltweiten Flüge: Was das für Reisende und die Zukunft der Fluggesellschaft bedeutet

Air India streicht 15 % der weltweiten Flüge: Was das für Reisende und die Zukunft der Fluggesellschaft bedeutet
Deepali Singh
19. Juni 2025, 07:37 AM
  • Air India wird internationale Großraumflüge aufgrund von Absturzfolgen und Sicherheitsüberprüfungen wochenlang um 15 % kürzen.
  • Dies folgt auf den tödlichen Absturz des Fluges AI171 (Boeing 787) in der vergangenen Woche, bei dem 241 Menschen ums Leben kamen.
  • 26 der 33 Boeing 787 von Air India wurden inspiziert und abgefertigt; 777 Flottenchecks sind ebenfalls geplant.

Air India kündigte am Mittwoch eine erhebliche, wenn auch vorübergehende Reduzierung ihres internationalen Betriebs mit Großraumflugzeugen an.

Die Fluggesellschaft wird diese Flüge in den nächsten Wochen um 15 % kürzen, eine Entscheidung, die auf laufende Sicherheitsinspektionen und Betriebsstörungen nach dem katastrophalen Absturz eines ihrer Boeing 787 Dreamliner in der vergangenen Woche zurückzuführen ist, bei dem tragischerweise 241 Menschen ums Leben kamen.

Der Schritt, den internationalen Flugverkehr einzuschränken, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden ihre Ermittlungen zum Absturz des Fluges AI171 fortsetzen, einem Vorfall, der nun als die tödlichste Luftfahrtkatastrophe der Welt seit einem Jahrzehnt gilt.

In einer Erklärung erklärte Air India, die sich im Besitz der Tata Group befindet, dass die Flugreduzierungen, die mindestens bis Mitte Juli in Kraft treten, umgesetzt werden, "um die Stabilität des Betriebs, eine bessere Effizienz und ein Minimum an Unannehmlichkeiten für die Passagiere zu gewährleisten".

Die Fluggesellschaft gab ein Update zu ihren Flotteninspektionen und erklärte, dass die Kontrollen an 26 ihrer 33 Boeing 787-8 und 787-9 Flugzeuge abgeschlossen seien.

Diese 26 Dreamliner wurden anschließend für den Dienst freigegeben.

Die restlichen sieben 787 sollen in den kommenden Tagen einer Inspektion unterzogen werden.

Darüber hinaus wies Air India darauf hin, dass zusätzliche Kontrollen für ihre Flotte von Boeing 777-Flugzeugen geplant sind, was einen umfassenden Ansatz zur Gewährleistung der Flottensicherheit unterstreicht.

Unfalluntersuchung geht weiter: Triebwerkshistorie im Fokus

Flug AI171, der sich auf dem Weg zum Londoner Flughafen Gatwick befand, stürzte kurz nach dem Start in Ahmedabad ab.

Die Katastrophe führte zum Tod aller bis auf eine Person an Bord des Flugzeugs und forderte tragischerweise das Leben von etwa 30 Menschen am Boden.

Am Mittwoch sprach der Vorsitzende von Air India, N. Chandrasekaran, einen Schlüsselaspekt der Untersuchung an und erklärte, dass das an dem Absturz beteiligte Flugzeug eine saubere Triebwerksgeschichte habe.

In einem Interview mit dem indischen Sender Times Now erläuterte Chandrasekaran, dass das rechte Triebwerk des Air-India-Fluges 171 neu sei und im März 2025 eingebaut worden sei.

Er fügte hinzu, dass der linke Motor zuletzt im Jahr 2023 gewartet wurde. Der fragliche Dreamliner war mit GEnx-Triebwerken ausgestattet, die von GE Aerospace hergestellt wurden.

Umfassendere Herausforderungen

Neben den unmittelbaren Nachwirkungen des Absturzes und den anschließenden Sicherheitsinspektionen nannte Air India auch externe Faktoren, die zu den betrieblichen Herausforderungen beitrugen.

Die Fluggesellschaft verwies auf die geopolitischen Spannungen, die derzeit im Nahen Osten vorherrschen, und "nächtliche Ausgangssperren in vielen europäischen und ostasiatischen Lufträumen" als Faktoren für die jüngste Welle von Flugstornierungen.

Berichten zufolge gab es in den letzten sechs Tagen insgesamt 83 Annullierungen, was den vielschichtigen Druck unterstreicht, der sich auf den internationalen Flugplan der Fluggesellschaft auswirkt.

Die vorübergehende Reduzierung des Großraumbetriebs ist ein Versuch, diese kombinierten Störungen effektiver zu bewältigen.