Coinbase-Chef: Blockchain-getriebene "Zahlungsrevolution" kommt bald

Coinbase-Chef: Blockchain-getriebene "Zahlungsrevolution" kommt bald
Wajeeh Khan
19. Juni 2025, 20:41 PM
  • Faryar Shirzad sagt, dass das Stablecoin-Gesetz des Senats einen großen Durchbruch darstellt.
  • Er sagt, dass Blockchain-Zahlungen massive Vorteile bieten.
  • Der Chef von Coinbase erwartet, dass regulatorische Klarheit mehr Krypto-Investitionen freisetzen wird.

Der politische Chef von Coinbase, Faryar Shirzad, begrüßt die überparteiliche Dynamik hinter der jüngsten Verabschiedung des GENIUS Act durch den US-Senat.

In einem kürzlichen Interview mit CNBC sagte Shirzad, dass die daraus resultierende rechtliche Klarheit rund um Stablecoins ein entscheidender Moment für die Zukunft des Blockchain-fähigen Zahlungsverkehrs in den Vereinigten Staaten sei.

Das Oberhaus verabschiedete das bereits erwähnte Stablecoin-Gesetz mit der Unterstützung von 18 Demokraten – ein Ergebnis, das Shirzad als "die bisher größte parteiübergreifende Mehrheit bei der Krypto-Gesetzgebung" bezeichnete.

Ihm zufolge hätten bis zu 70 Ja-Stimmen erreicht werden können, wenn einige abwesende Senatoren anwesend gewesen wären.

Das, fügte er hinzu, signalisiere eine "Zweidrittelmehrheit", die ein gutes Zeichen für weitere Fortschritte im Repräsentantenhaus und eine umfassendere Transformation der amerikanischen Zahlungslandschaft sei.

Stablecoin-Gesetz wird als Katalysator für moderne Zahlungen bezeichnet

Shirzad zog eine überzeugende Parallele zwischen dem aktuellen Moment der Kryptowährung und den Anfängen des Internets.

"Stellen Sie sich vor, wir wären im Jahr 1990 und wir sprechen über das Internet und sein Potenzial, die Kommunikation zu beschleunigen", sagte er gegenüber CNBC und fügte hinzu, dass "es dasselbe" mit Krypto und Finanztransfers sei.

Shirzad wies auf die Ineffizienzen des US-Zahlungssystems hin, das immer noch weitgehend auf der Technologie des 20. Jahrhunderts aufbaut, und argumentierte, dass Blockchain grenzüberschreitende Transaktionen zu einem Bruchteil des Zeit- und Kostenaufwands liefern kann, der derzeit erforderlich ist.

"Wir stehen am Rande einer Revolution des Zahlungsverkehrs", bemerkte er, und Stablecoins sind nur das erste Teil dieses Puzzles.

Während die Stablecoin-Gesetzgebung die dringend benötigte regulatorische Klarheit schafft, sagte der Chief Policy Officer von Coinbase, dass die Branche auch einen breiteren Rahmen für die Struktur des Kryptomarktes benötigt.

"Unsere Hoffnung ist, dass wir jetzt, da der Senat sich bei den Stablecoins bewegt hat, ähnliche Maßnahmen zur Marktstruktur ergreifen werden", verriet er und betonte, dass beide Elemente für die Erschließung des vollen Potenzials der Krypto-Innovation unerlässlich sind.

Blockchain-Investitionen werden sich beschleunigen, da die Unsicherheit nachlässt

Sowohl für Coinbase als auch für andere Unternehmen im Bereich der digitalen Vermögenswerte steht ziemlich viel auf dem Spiel.

Regulatorische Unklarheiten werden seit langem als großes Hindernis für Innovationen genannt, aber Shirzad glaubt, dass sich das Blatt wendet.

Mit einem klareren föderalen Rahmen am Horizont erwartet Coinbase einen Anstieg der F&E-Ausgaben, da die Unternehmen zuversichtlicher sind, Kapital einzusetzen.

Laut dem Chef der Finanzabteilung von Coinbase gibt es bereits "Investitionsdollars, die bereit sind, die nächste Generation des Finanzsystems aufzubauen", und diese Gelder könnten nun dank der gesetzlichen Klarheit freigesetzt werden.

Es gebe zwar immer noch Unterschiede zwischen konkurrierenden Gesetzentwürfen, wie dem GENIUS Act und dem früheren Stable Act des Repräsentantenhauses, aber es sei unwahrscheinlich, dass sie die breitere parteiübergreifende Dynamik entgleisen lassen, fügte er hinzu.

Nach Ansicht von Shirzad nähert sich der Markt einem Wendepunkt. Er glaubt, dass mit dem Handeln in Washington der Grundstein für ein Finanzsystem gelegt wird, in dem die Blockchain nicht mehr am Rande sitzt, sondern den Kern antreibt.