Hang-Seng-Index durchbricht wichtige Unterstützung, da die Risikoaversion die Märkte erfasst: Was kommt als nächstes?

Hang-Seng-Index durchbricht wichtige Unterstützung, da die Risikoaversion die Märkte erfasst: Was kommt als nächstes?
Vatsala Gaur
19. Juni 2025, 09:02 AM
  • Der Hang Seng Index fiel inmitten der geopolitischen Unsicherheit um fast 500 Punkte.
  • Technologie- und Konsumaktien führten den Rückgang an; Die Ölaktien legten zu.
  • Analysten sagen, dass der Index bei einem Waffenstillstand in Richtung 24.000 steigen könnte, aber bei einer Beteiligung der USA auf 23.000 fallen könnte.

Die Aktien in Hongkong stürzten am Donnerstag stark ab, da die zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die vorsichtige Haltung der US-Notenbank zu den Zinssätzen eine Welle der Risikoaversion an den asiatischen Märkten auslösten.

Um 14:09 Uhr Ortszeit war der Benchmark-Index Hang Seng um 463 Punkte auf 23.247,38 gefallen, durchbrach das entscheidende Unterstützungsniveau von 23.500 Punkten und testete seinen exponentiellen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt bei 23.230.

Der Ausverkauf spiegelte die Besorgnis der Anleger über eine mögliche US-Militärintervention im Nahen Osten wider, nachdem berichtet worden war, dass der ehemalige Präsident Donald Trump Angriffspläne für den Iran genehmigt hatte.

Spannungen im Nahen Osten und Fed-Politik treiben Marktvolatilität an

Die hohen Verluste kamen, als die US-Notenbank die Zinssätze stabil hielt, aber Vorsicht in Bezug auf die zukünftigen wirtschaftlichen Bedingungen signalisierte, auch wenn sich die Händler weiterhin auf die sich entfaltenden geopolitischen Risiken konzentrierten.

Die Eskalation der Feindseligkeiten zwischen Israel und dem Iran, gepaart mit dem Einsatz von US-Kampfflugzeugen und der Androhung von Vergeltungsmaßnahmen, veranlasste die Investoren, nach sichereren Vermögenswerten zu suchen.

Ein fragiles globales Umfeld belastet weiterhin die Stimmung, insbesondere in Asien.

Am 18. Juni schlossen die US-Märkte uneinheitlich – der Nasdaq Composite legte um 0,13% zu, während der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 leichte Verluste verzeichneten.

Die asiatischen Märkte trugen jedoch am 19. Juni die Hauptlast der Anlegerängste, wobei der Hang Seng Index am Morgen um 2,02% fiel und der chinesische CSI 300 und der Shanghai Composite ebenfalls nachgaben.

Tech- und Einzelhandelsaktien hart getroffen, da die Ölaktien steigen

Technologie- und Konsumgüter gehörten zu den größten Opfern im Handel am Donnerstag.

Der Hang Seng Tech Index verlor 2,36 %, da die schwergewichtigen Aktien einbrachen.

Die E-Commerce-Plattformen Meituan und JD.com fielen um mehr als 3 %, während Alibaba und Baidu um 1,96 % bzw. 1,56 % zurückgingen.

Pop Mart, der Spielzeughersteller, der für seine Labubu-Figuren bekannt ist, fiel um 5,3 % auf 248,60 HK$.

Der Luxusjuwelier Laopu Gold brach um 6,4% ein.

Chinas führender Gewürzhersteller, Foshan Haitian Flavouring and Food, verzeichnete einen bescheidenen Anstieg von 0,14% auf 36,35 HK$, nachdem er bei seinem Debüt kurzzeitig unter seinem IPO-Angebotspreis von 36,30 HK$ gehandelt worden war.

Die Hersteller von Elektrofahrzeugen folgten der allgemeinen Schwäche, wobei BYD um 2,51 % und Li Auto um 1,34 % fielen.

Der Hang Seng Mainland Properties Index fiel um 2,42 %, was die allgemeine Besorgnis über das Wirtschaftswachstum und die Wohnungsnachfrage in China widerspiegelt.

Im Gegensatz dazu stiegen einige Öl- und Gasaktien angesichts der zunehmenden Besorgnis über eine Unterbrechung der Energieversorgung.

JX Energy stieg um 68 %, während Petro-king Oilfield Services um 20,8 % kletterte.

Quelle: FXEmpire

Ausblick auf den Hang Seng: Waffenstillstand könnte Index auf 24.000 erhöhen; Die Beteiligung der USA könnte sie auf 23.000 senken

Analysten warnen davor, dass weitere Volatilität wahrscheinlich ist, da die Märkte sehr empfindlich auf militärische Entwicklungen oder diplomatische Durchbrüche reagieren.

FXEmpire merkte an , dass ein Waffenstillstand im Nahen Osten oder bedeutende Fortschritte bei einem Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran den Hang Seng Index in Richtung der Marke von 24.000 Punkten anheben könnten.

Sollte der Index durchbrechen und sich über 24.000 halten, könnte dies den Weg für einen erneuten Test des Höchststandes vom 11. Juni bei 24.439 ebnen.

Auf der anderen Seite könnte das militärische Engagement der USA den Index jedoch auf 23.000 Punkte drücken, wobei sich weitere Verluste möglicherweise auf 22.500 erstrecken könnten.

Die Marktstimmung könnte etwas Unterstützung finden, wenn Peking neue Stimulusmaßnahmen signalisiert.

Der kurzfristige Widerstand liegt bei 23.500, 24.000 und 24.439 – dem Hoch vom 11. Juni.

Die Unterstützung liegt beim 50-Tage-EMA (23.230), gefolgt von 23.000 und 22.500. Der kurzfristige Ausblick bleibt vorsichtig optimistisch, hängt aber von den geopolitischen und politischen Entwicklungen ab.

Bis dahin dürfte die Risikostimmung fragil bleiben.