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IWF-Team reist nach Buenos Aires, um das Programm im Wert von 20 Milliarden US-Dollar inmitten des Währungsdrucks zu überprüfen

IWF-Team reist nach Buenos Aires, um das Programm im Wert von 20 Milliarden US-Dollar inmitten des Währungsdrucks zu überprüfen
Noris Soto
23. Juni 2025, 18:33 PM
  • Die technische Mission des IWF trifft am Dienstag in Buenos Aires ein, um die erste Finanzierungsvereinbarung in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar zu überprüfen.
  • Argentinien will seine Reserven trotz des anhaltenden Drucks auf den Peso um 4 Mrd. $ erhöhen.
  • Die Zentralbank stellt auf ein flexibles Währungsband um und beendet wichtige Währungskontrollen vor der IWF-Überprüfung.

Eine IWF-Quelle teilte Reuters am Montag mit, dass eine technische Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Dienstag in Buenos Aires eintreffen werde, um die erste Überprüfung einer Finanzierungsvereinbarung in Höhe von 20 Milliarden Dollar vorzunehmen.

Bei der Überprüfung geht es um eine vierjährige Extended Fund Facility (EFF), die im April freigegeben wurde, um Argentiniens Bemühungen zur Stabilisierung der Wirtschaft zu unterstützen.

Das Team wird vom IWF-Ökonomen Bikas Joshi geleitet, und die Ergebnisse der Mission und die nächsten Schritte werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Dieser Meilenstein ist der erste Schritt bei der Umsetzung der Wirtschaftsreformen, die seit der Ankunft der Mission mit dem Fonds im Rahmen des EFF-Abkommens vereinbart wurden.

Wichtige Reformen werden überprüft

Argentinien hatte das EFF-Abkommen im April unterzeichnet, nachdem es wichtige Schritte zur Neuausrichtung seiner makroökonomischen Politik unternommen hatte.

Die Abschaffung wesentlicher Bestandteile der seit langem bestehenden Währungskontrollen des Landes stand im Mittelpunkt dieser Bemühungen.

Vor dem Abkommen hat die Regierung ihren Griff auf den Peso gelockert und ein flexibleres Devisensystem eingeführt.

Der IWF plante, im Rahmen des Programms im April eine Auszahlung von 12 Milliarden US-Dollar vorzunehmen, weitere 2 Milliarden US-Dollar stehen im Juni zur Verfügung.

Diese Mittel sollen dazu beitragen, die argentinische Wirtschaft zu stabilisieren, das Vertrauen wiederherzustellen und den Bedarf an ausländischen Finanzmitteln zu decken.

Der IWF behauptete, das Abkommen ziele darauf ab, "zusätzliche öffentliche multilaterale und bilaterale Unterstützung sowie einen rechtzeitigen Wiederzugang zu den internationalen Kapitalmärkten zu katalysieren".

Zu den Kernzielen des Programms gehören die Aufrechterhaltung eines starken Haushaltsankers und der Übergang zu einem flexibleren Wechselkursregime.

Peso trotz Politikwechsel unter Druck

Eines der Hauptziele des Programms ist die Anhäufung von Netto-Devisenreserven in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar bis Ende 2025 im Vergleich zu Ende 2024, was eines der Hauptziele des Programms ist.

Der Peso ist jedoch erneut unter Druck geraten, was es für die Regierung schwieriger macht, dieses Ziel zu erreichen.

Die argentinische Zentralbank kündigte an, dass sie im Rahmen der umfassenderen Reformen ab Montag eine feste Währungsbindung aufheben werde.

Der Peso, der einen flexiblen Wechselkurs hat, unterliegt stattdessen einer gleitenden Bandbreite von 1.000 bis 1.400 pro US-Dollar.

Die Währung schloss am Freitag bei 1.074 pro Dollar.

Diese neue Regelung soll mehr Flexibilität bieten und Verzerrungen auf dem Devisenmarkt verringern.

Die Zentralbank kündigte außerdem an, dass sie wichtige Elemente des sogenannten Cepo beenden werde, einer Reihe von Kapitalkontrollen, die im Laufe der Jahre den Zugang zu Dollars eingeschränkt haben.

Das ist eine deutliche Abkehr vom monetären Würgegriff der Vorgängerregierungen.

Ein entscheidender Test für die Wirtschaftsstrategie der Regierung

Der IWF-Besuch findet zu einem kritischen Zeitpunkt für Argentinien statt.

Während ausländische Märkte und multilaterale Organisationen die ersten Reformschritte begrüßten, sieht sich die Regierung weiterhin mit großen makroökonomischen Problemen wie hoher Inflation, fiskalischen Ungleichgewichten und geringem Vertrauen der Anleger konfrontiert.

Der Abschluss der technischen Evaluierung in dieser Woche wird entscheidend sein, um die nächste Phase der IWF-Auszahlungen und das Tempo der wirtschaftlichen Erholung Argentiniens zu bestimmen.

Es wird auch einen klareren Überblick darüber geben, wie sich die Veränderungen der Regierung in konkreten Erfolgen vor Ort niederschlagen, insbesondere im Hinblick auf die Wiedererlangung der Devisenreserven und die Stabilisierung des Peso.