Apple erzielt 144 Millionen US-Dollar mit F1-Debüt, da der Markt eine Diversifizierungsstrategie ins Auge fasst

Apple erzielt 144 Millionen US-Dollar mit F1-Debüt, da der Markt eine Diversifizierungsstrategie ins Auge fasst
Diya Poddar
30. Juni 2025, 14:35 PM
  • Apple hat Werbetools in alle iPhone- und Maps-Anwendungen integriert, um den Start zu unterstützen.
  • Die Veröffentlichung folgte auf Apples enttäuschende Entwicklerkonferenz und KI-Ankündigungen.
  • Apple TV+ hinkt trotz der jüngsten Hit-Serien immer noch hinter den großen Streaming-Konkurrenten hinterher.

Apples Vorstoß in die Kinofilme hat mit dem weltweiten Erfolg von F1, dem von der Formel 1 inspirierten Sportdrama mit Brad Pitt und Damson Idris in den Hauptrollen, einen Gang höher geschaltet.

Der Film startete am Wochenende und hat bereits 144 Millionen US-Dollar an den weltweiten Kinokassen eingespielt – davon allein 55 Millionen US-Dollar aus den USA und Kanada.

Die starke Leistung des Films kommt inmitten einer breiteren Diskussion über Apples sich entwickelnde Unterhaltungsambitionen, insbesondere da das Kerngeschäft, das iPhone, Anzeichen einer Verlangsamung zeigt.

Debüt im Inland überschreitet am ersten Wochenende 55 Millionen US-Dollar

Die Formel 1 startete am Freitag mit über 55 Millionen US-Dollar an Ticketverkäufen in den US-Kinos.

Der Film setzte sich gegen große Konkurrenten wie Universal Pictures' Remake von Drachenzähmen leicht gemacht und Disneys Elio durch und sicherte sich den Spitzenplatz für das Wochenende.

Laut dem Verleiher Warner Bros. ist die Formel 1 aufgrund ihrer starken Leistung einer der bisher erfolgreichsten Original-Kinostarts des Jahres 2025.

In Übersee spielte der Film weitere 88 Millionen US-Dollar ein, so dass sich die weltweite Gesamtsumme innerhalb weniger Tage nach der Veröffentlichung auf 144 Millionen US-Dollar erhöhte.

Die Zahlen sind ein klarer Gewinn für Apples noch im Entstehen begriffenes Filmstudio, das seine Originalproduktionen seit dem Oscar-nominierten Killers of the Flower Moon im Jahr 2023 ausgeweitet hat.

Apple nutzt das Ökosystem, um die Einführung der Formel 1 zu fördern

Um das Interesse zu steigern, hat Apple mehrere Tools in sein Produktökosystem integriert, um für Begeisterung zu sorgen.

iPhone-Nutzer erhielten Push-Benachrichtigungen, in denen ermäßigte Tickets angeboten wurden.

Das Unternehmen verwendete Apple Maps auch, um reale Rennstrecken hervorzuheben, die während der Dreharbeiten verwendet wurden, und erstellte sogar einen benutzerdefinierten Trailer, der mit der iPhone-Haptik synchronisiert wurde, um das Gefühl von aufheulenden Motoren zu simulieren.

In Bezug auf die Starpower lehnte sich Apple stark an Auftritte und öffentliche Veranstaltungen an.

Idris besuchte die Met Gala 2025 in Rennkleidung, während Pitt Anfang des Monats einen unangekündigten Besuch in einem Apple Store in Manhattan abstattete, um den Film zu bewerben.

Diese Marketingmaßnahmen sorgten für zusätzliche Aufmerksamkeit in den Medien und steigerten die Zuschauerbeteiligung, insbesondere bei den Fans des Sports.

Die Veröffentlichung des Films folgt auf eine enttäuschende Apple-Entwicklerkonferenz

Der Zeitpunkt des Starts der Formel 1 hat bei Analysten besonderes Interesse geweckt, da er auf die Worldwide Developers Conference des Unternehmens im Juni folgt.

Während Apple auf der Veranstaltung seine neue "Liquid Glass"-Software vorstellte, enttäuschte das Fehlen einer herausragenden KI-Funktion die Märkte.

Der kommerzielle Erfolg des Films könnte Apple helfen, nach einem verhaltenen Empfang an der Wall Street wieder in Schwung zu kommen.

Branchenbeobachter wägen die weitreichenden Auswirkungen von Apples Kinoambitionen ab.

Einige Analysten vermuten, dass die Filminitiativen des Unternehmens als Markenerweiterung dienen könnten, die das Apple-Ökosystem subtil stärkt und die Loyalität der Nutzer erhöht.

Andere spekulieren, dass es sich um einen langfristigen Diversifizierungsschritt handeln könnte, da die iPhone-Verkäufe in mehreren Schlüsselmärkten gesättigt sind.

Streaming-Performance und zukünftige Content-Strategie

Obwohl Apple TV+ mit Shows wie The Studio mit Seth Rogen und Severance einige Erfolge verbucht hat, liegt es weiterhin weit hinter dominanten Playern wie Netflix und Amazon Prime Video zurück.

Im Gegensatz zu Streaming-nativen Plattformen scheint Apple auf ein hybrides Content-Modell zu setzen, das sich sowohl auf Kinostarts als auch auf exklusive Streaming-Inhalte konzentriert.

CEO Tim Cook sprach diese Strategie Anfang Juni an und wies auf das doppelte Ziel hin, "großartige Geschichten" zu erzählen und gleichzeitig die wirtschaftliche Rentabilität zu gewährleisten.

Der Ansatz scheint sich auszuzahlen - zumindest vorerst -, denn die Kassenzahlen der Formel 1 deuten auf das Interesse des Publikums an von Apple unterstützten Originalfilmen hin, insbesondere an solchen mit hohem Produktionswert und bekannten Talenten.

Ob der Erfolg der Formel 1 eine nachhaltige Blaupause für Apples Entertainment-Sparte darstellt, bleibt abzuwarten.

Aber mit einer Ausbeute von 144 Millionen US-Dollar am Eröffnungswochenende hat das Unternehmen gezeigt, dass es nicht nur Geräte bauen, sondern auch Kinos füllen kann.