Elon Musk feuert Teslas Betriebsleiter Omead Afshar inmitten sinkender Umsätze

Elon Musk feuert Teslas Betriebsleiter Omead Afshar inmitten sinkender Umsätze
Devesh Kumar
30. Juni 2025, 10:48 AM
  • Omead Afshar verlässt Tesla, da die Verkäufe von Elektrofahrzeugen einbrechen und der Marktanteil weltweit schrumpft.
  • Die Verkäufe von Tesla in Europa gingen im Mai um 28 % zurück, während der EV-Markt um 27 % wächst.
  • Die Einführung von Robotaxis steht vor Gegenreaktionen, da in frühen Versuchen Sicherheitsprobleme auftreten.

Omead Afshar, Teslas Betriebsleiter in Nordamerika und Europa, verließ das Unternehmen, nachdem CEO Elon Musk ihn Berichten zufolge inmitten sinkender Verkäufe und sinkender Markenpopularität gefeuert hatte.

Der Abgang des Top-Managers erfolgt nur wenige Tage vor dem Ende des zweiten Quartals und kurz nachdem Berichte enthüllt hatten, dass die EV-Verkäufe von Tesla in Europa den fünften Monat in Folge zurückgegangen sind.

Omead Afshar, ein Amerikaner mit iranischen Wurzeln, begann seine Reise bei Tesla als Projektmanager und wurde nach und nach zu einem der vertrauenswürdigsten Berater von Elon Musk.

Sinkende Umsätze und erodierender Marktanteil

Tesla steht in Europa vor wachsenden Herausforderungen, wo seine Fahrzeugverkäufe im Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 28 % zurückgingen, was fünf Monate in Folge einen Rückgang bedeutet.

Der Rückgang ist umso deutlicher, als der europäische Markt für Elektrofahrzeuge in diesem Zeitraum insgesamt um mehr als 27 % gewachsen ist.

Die Käufer wenden sich kostengünstigeren chinesischen Modellen und vertrauenswürdigen europäischen Marken zu, was zu einem Rückgang des Marktanteils von Tesla auf 1,2 % führte, gegenüber 1,8 % im Vorjahr.

In den USA sind die Aussichten nicht viel besser, wo Tesla stetig an Boden gegenüber traditionellen Autoherstellern und aufstrebenden EV-Startups abgibt.

In der Zwischenzeit sind die Verkäufe auch in China eingebrochen, das als größter Markt für Elektrofahrzeuge bekannt ist.

Marktanalysten gehen davon aus, dass die weltweiten EV-Auslieferungen von Tesla für das am 30. Juni endende Quartal um mindestens 10 % zurückgehen werden, mit geschätzten Zahlen von rund 392.800 Einheiten, gegenüber 443.956 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Trump-Effekt?

Die Marktbeobachter behaupten, dass die engen Verbindungen von Elon Musk zu Präsident Donald Trump dem Image von Tesla geschadet haben, insbesondere während seiner Beteiligung an der umstrittenen Kostensenkungsinitiative DOGE.

In einer Zeit, in der das Unternehmen dringend seine Fahrzeugpalette auffrischen muss, nachdem der Cybertruck seine Produktionsziele verfehlt und weithin in die Kritik geraten ist, sieht sich Tesla auch wachsendem Druck durch schnell vorrückende chinesische Wettbewerber ausgesetzt.

Doch anstatt sein Angebot an Elektrofahrzeugen zu erweitern, um wieder in Schwung zu kommen, hat Elon Musk den Fokus auf ehrgeizige Projekte wie Robotaxis, humanoide Roboter und künstliche Intelligenz verlagert.

Das ist ein riskanter Schritt, wenn man bedenkt, dass fast der gesamte aktuelle Umsatz von Tesla immer noch aus dem Kerngeschäft stammt: Elektrofahrzeuge, Batterien und Ladelösungen.

Tesla setzt groß auf die Zukunft, da das Kerngeschäft ins Stocken gerät

Der Ausstieg von Omead Afshar erfolgt wenige Tage, nachdem Tesla am 22. Juni seinen mit Spannung erwarteten Robotaxi-Piloten in Austin, Texas, gestartet hat.

Die Einführung des Robotaxi von Tesla, die ursprünglich trotz des starken Widerstands von Sicherheitsbefürwortern eingeführt wurde, verlief reibungslos, aber jetzt gibt es Anzeichen für Probleme.

Die Videos der vom Unternehmen ausgewählten Fahrer zeigen, dass Tesla-Robotaxis in mehrere Verkehrsprobleme und Fahrprobleme verwickelt sind.

In den Berichten heißt es, dass Tesla-Robotaxis auf die falsche Spur geraten, mitten auf stark befahrenen Straßen oder Kreuzungen abrupt Passagiere absetzen, plötzlich bremsen, Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreiten und sogar Bordsteine montieren.