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Christian Horner entlassen: Ein überraschendes Ende für Red Bulls Regentmacher

Christian Horner entlassen: Ein überraschendes Ende für Red Bulls Regentmacher
Devesh Kumar
09. Juli 2025, 14:49 PM
  • Christian Horner nach zwei Jahrzehnten als Teamchef von Red Bull Racing entlassen.
  • Sein Ausstieg folgt auf Monate interner Spannungen und nachlassender Leistungen auf der Strecke.
  • Sein Ausstieg folgt auf Monate interner Spannungen und nachlassender Leistungen auf der Strecke.

Christian Horner wurde von seinem Posten als Teamchef von Red Bull Racing entbunden und beendete damit abrupt eine 20-jährige Serie, die den Aufstieg des Teams zur Dominanz geprägt hatte.

Die Red Bull GmbH bestätigte die Entscheidung am Mittwoch und markierte damit das Ende einer Ära, in der das Team aus Milton Keynes unter Horners Führung sechs Konstrukteurs- und acht Fahrertitel gewann.

Christian Horner wurde nach einer turbulenten Phase für das Team, die von Herausforderungen auf und neben der Strecke geprägt war, abrupt über seine sofortige Entlassung informiert.

Er sagte den Reportern, dass ihm kein Grund für die Entscheidung genannt wurde, eine Enthüllung, die den Schock, der durch das Fahrerlager hallte, nur noch verstärkte.

Im Gespräch mit Sky Sports F1 sagte er lediglich: "Mir wurde keine Erklärung gegeben", und betonte, wie plötzlich und unerklärlich der Schritt war.

Christian Horner und die Krise von Red Bull

Der Abgang von Christian Horner kam nicht aus dem Nichts, denn er folgt auf Monate zunehmender Spannungen innerhalb von Red Bull, wobei Personen aus dem Umfeld des Teams auf einen stetigen Absturz hinwiesen, der ihren Einbruch auf der Strecke in dieser Saison widerspiegelt.

Einst klarer Spitzenreiter, ist Red Bull in der Konstrukteurswertung auf den vierten Platz abgerutscht.

McLaren ist ins Rampenlicht getreten, und Max Verstappen, der im vergangenen Jahr dominierte, liegt nun auf dem dritten Platz in der Fahrerwertung, eine ungewohnte Position für den amtierenden Weltmeister.

Zu den Turbulenzen kommt hinzu, dass zwei der einflussreichsten Persönlichkeiten des Teams, der legendäre Designer Adrian Newey und Sportdirektor Jonathan Wheatley, ebenfalls gegangen sind.

Ihre Abgänge fanden nicht in einem Vakuum statt; Beide fanden vor dem Hintergrund langjähriger interner Spannungen statt, von denen ein Großteil seit dem Tod von Red-Bull-Mitbegründer Dietrich Mateschitz im Jahr 2022 andauert.

Kritisch wurde es zudem nach einer Kontroverse um Horner im vergangenen Jahr, als ihm eine Kollegin unangemessenes Verhalten vorwarf.

Christian Horner bestritt die Vorwürfe konsequent und wurde schließlich durch zwei getrennte Ermittlungen freigesprochen. Dennoch hinterließ die Episode Spuren, die über dem Team schwebten und zu einer Atmosphäre beitrugen, die bereits zunehmend angespannt war.

Das Timing wirft Fragen auf

Der Zeitpunkt von Horners Abgang hat viele verwirrt, zumal er nur wenige Tage zuvor beim Großen Preis von Großbritannien wie gewohnt zur Sache zu gehen schien.

Es gab keine offensichtlichen Anzeichen dafür, dass sich irgendetwas öffentlich zusammenbraute, aber hinter verschlossenen Türen ging es eindeutig schnell voran.

Quellen zufolge fand an den Rennwochenenden in Österreich und Großbritannien eine Reihe von Gesprächen hinter verschlossenen Türen statt, an denen Berichten zufolge Schlüsselfiguren wie Max Verstappen und Red-Bull-Manager Oliver Mintzlaff beteiligt waren.

Es wird angenommen, dass Verstappens langfristige Zukunft mit dem Team im Mittelpunkt dieser Gespräche stand.

Obwohl er bis 2028 unter Vertrag steht, war Verstappen auffallend unverbindlich, als er gefragt wurde, wie lange er bleiben will, zumal sich die interne Dynamik bei Red Bull weiter verschiebt.

McLaren-CEO Zak Brown nahm kein Blatt vor den Mund, als er sagte, dass der Verlust des amtierenden Weltmeisters nichts weniger als eine Katastrophe für das Team wäre.

Horner hinterlässt ein unbestreitbares Vermächtnis. Als er 2005 das Ruder übernahm, war er der jüngste Teamchef in der Geschichte der Formel 1.

Über zwei Jahrzehnte hinweg führte er Red Bull zu 124 Grand-Prix-Siegen und erwarb sich einen Ruf für seine mutige Strategie und seinen unerbittlichen Konkurrenzkampf.

In einer kurzen Erklärung dankte Red Bull Horner für seine "außergewöhnliche Arbeit" und sagte, dass er immer als integraler Bestandteil der Teamgeschichte in Erinnerung bleiben werde.