Die Wall Street eröffnet flach, da die Nervosität der Zölle die Stimmung belastet; Dow rutscht ins Minus

Die Wall Street eröffnet flach, da die Nervosität der Zölle die Stimmung belastet; Dow rutscht ins Minus
Devesh Kumar
10. Juli 2025, 15:45 PM
  • Die Wall Street handelt angesichts neuer Bedenken hinsichtlich der US-Zölle vorsichtig.
  • Der Dow rutscht leicht ab; Der Nasdaq steigt aufgrund des Tech-Optimismus leicht an.
  • Delta und MP Materials legen vorbörslich aufgrund positiver Entwicklungen zu.

Die Anleger an der Wall Street gingen am Donnerstag vorsichtig vor und erwarteten, dass Präsident Donald Trump neue Ankündigungen über die Verhängung hoher Zölle auf Länder und Sektoren machen würde.

Der Dow Jones Industrial Average rutschte um 43 Punkte oder 0,1 % ab, während der S&P 500 weitgehend unverändert gehandelt wurde. Der Nasdaq Composite legte um 0,2 % zu.

Die wichtigsten US-Aktienindizes beendeten die letzte Sitzung im positiven Bereich, was den anhaltenden Optimismus der Anleger widerspiegelt. Angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Trends beobachten viele nun genau, ob diese Aufwärtsdynamik von Dauer ist.

Die Handelsgespräche mit den USA bleiben im Fokus, insbesondere nach den jüngsten Zollbriefen an 21 Nationen.

Während immer mehr Länder mit höheren Zöllen rechnen, prüfen die Anleger nun, was dies für die globale Handelsdynamik und die Unternehmensgewinne bedeuten könnte.

Unterdessen hält die Unsicherheit über die Position des Weißen Hauses zu den bevorstehenden Zollplänen die Terminmärkte in Atem.

Die Verdienstsaison steht bevor

Mit der bevorstehenden Veröffentlichung der Unternehmensgewinne sind sich die Analysten erneut uneins, ob es den Unternehmen gelingen wird, bessere Ergebnisse als erwartet zu erzielen.

Während die vorangegangenen Quartale aufgrund der Inflation und der mit Zöllen belasteten Lasten nicht sehr nachsichtig waren, zeichnet sich ein Gefühl der gedämpften Hoffnung ab.

Die meisten Experten sind der Meinung, dass die Unternehmen ausreichend Zeit hatten, sich anzupassen, sei es durch Umstrukturierungen, die Diversifizierung der Lieferketten oder die Kostenverlagerung auf die Verbraucher.

Für den Fall, dass diese Strategien funktioniert haben, könnten wir eine Reihe ungewöhnlich positiver Ergebnisse erleben.

Dies könnte folglich für einen neuen Marktschub sorgen und die steigenden Aktienmärkte weiter stärken.

Der nächste Schritt der Fed?

Die jüngste Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank hat bei den Anlegern für neue Unsicherheit gesorgt.

Während unter den politischen Entscheidungsträgern allgemeiner Konsens darüber besteht, dass eine Zinssenkung irgendwann in diesem Jahr gerechtfertigt sein könnte, bleiben die genaueren Details, wann und in welchem Umfang, heiß diskutiert.

Einige Beamte scheinen bereit zu sein, eine Zinssenkung bereits auf der Sitzung am 29. und 30. Juli in Betracht zu ziehen, und verweisen auf Anzeichen einer Abkühlung in Teilen der Wirtschaft.

Andere bleiben jedoch vorsichtig und nennen den anhaltenden Inflationsdruck, der zum Teil durch die neu verhängten Zölle von Präsident Trump angeheizt wird, als Grund, die Zinsen vorerst stabil zu halten.

Das Fehlen eines klaren Weges in die Zukunft hält die Anleger in Atem, während sie versuchen, abzuschätzen, wie der nächste Schritt der Fed aussehen könnte.

Was geschah im vorbörslichen Handel?

Der Aktienkurs von Delta stieg im vorbörslichen Handel um 11%, nachdem die Fluggesellschaft ihre Gewinnprognose für 2025 bekräftigt hatte, was das Vertrauen der Anleger in den gesamten Reisesektor stärkte.

Das Unternehmen übertraf die Schätzungen für das zweite Quartal, senkte aber seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr.

Delta rechnet nun für 2025 mit einem bereinigten Gewinn zwischen 5,25 und 6,25 US-Dollar pro Aktie, gegenüber der früheren Prognose vom Januar von über 7,35 US-Dollar pro Aktie.

Der Aktienkurs von MP Materials stieg um fast 40%, nachdem bekannt wurde, dass es eine bedeutende Partnerschaft mit dem US-Verteidigungsministerium gibt.

Der Anstieg erfolgte, nachdem das Unternehmen einen Deal bekannt gegeben hatte, der darauf abzielte, die inländische Lieferkette für Seltenerdmagnete wiederzubeleben – ein wichtiger Schritt, um die Abhängigkeit von ausländischen Importen zu verringern.

Die Initiative wird durch private Investitionen in Höhe von 750 Millionen US-Dollar und ein Darlehen des Pentagons in Höhe von 150 Millionen US-Dollar unterstützt, wobei die Mittel in die Entwicklung einer hochmodernen Magnetproduktionsanlage in den USA fließen, die als "10X Facility" bezeichnet wird.