Asiatische Märkte eröffnen: Nikkei fällt um 0,6% nach Zolldrohung; Sensex eröffnet Wohnung
- Die asiatischen Märkte handelten am Donnerstag uneinheitlich; Der japanische Nikkei fiel um 0,6 %, der STI in Singapur erreichte ein neues Allzeithoch.
- Der indische Sensex eröffnete flach, wobei die Marktstimmung aufgrund der Hoffnungen auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und Indien vorsichtig optimistisch war.
- Präsident Trump dementierte Pläne, den Fed-Vorsitzenden Powell zu entlassen, bekräftigte aber, dass für Japan ein Zoll von 25 % gelten würde.
Die asiatischen Aktienmärkte zeigten bei der Eröffnung am Donnerstag ein gemischtes Bild, wobei sich die Anleger in einem komplexen Umfeld aus sinkenden japanischen Exporten, einer rekordverdächtigen Rallye in Singapur und der anhaltenden Unsicherheit über die Handels- und Geldpolitik der USA zurechtfanden.
Dieser unterschiedliche Hintergrund deutete auf einen flachen Start für indische Benchmarks wie den Sensex hin, da die Händler die jüngsten Entwicklungen bewerteten.
Der Handelstag begann mit einer Schwäche in Tokio. Stand 8:11 Uhr Der japanische Leitindex Nikkei 225 fiel um 0,6 %, während der breiter gefasste Topix-Index um 0,11 % nachgab.
Dies geschah, als die Daten zeigten, dass Japans Exporte den zweiten Monat in Folge zurückgingen, ein besorgniserregendes Zeichen für die handelsabhängige Wirtschaft.
Im krassen Gegensatz dazu setzte Singapurs 30 Aktien umfassende Benchmark Straits Times Index seine beeindruckende Gewinnserie auf den neunten Tag in Folge fort und erreichte zu Beginn der Sitzung ein neues Allzeithoch von 4.154,13 Punkten.
Der Index stieg zuletzt um 10 Uhr Ortszeit um 0,39% auf 4.148,28, wobei die Gewinne von den Sektoren Technologie, nicht-zyklische Konsumgüter und Finanzen angeführt wurden.
Diese Rallye wurde durch hervorragende Wirtschaftsdaten angeheizt; Singapurs Inlandsexporte ohne Öl stiegen im Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 % und übertrafen damit die von Reuters befragten Ökonomen prognostizierten 5 % Wachstum dramatisch.
Laut LSEG-Daten war dies der stärkste Anstieg seit Juli 2024, der auf höhere Lieferungen von elektronischen Produkten, nicht-monetärem Gold und Spezialmaschinen zurückzuführen ist.
Anderswo in der Region war die Leistung unterschiedlich. In Südkorea fiel der Kospi-Index um 0,26 %, während der Small-Cap-Index Kosdaq unverändert blieb.
In Australien konnte die Benchmark S&P/ASX 200 um 0,35% zulegen. Chinesische und in Hongkong notierte Aktien begannen den Tag inmitten des unruhigen Handels in anderen wichtigen Märkten ebenfalls höher, wobei der Hang Seng Index um 0,26% zulegte und der CSI 300 auf dem Festland um 0,16% um 9:40 Uhr Ortszeit zulegte.
Unsicherheit in der US-Politik: Trump über Powell und Zölle
Eine wichtige Quelle für Marktgespräche waren die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über die Zukunft des Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, und seine laufende Handelspolitik.
Am Mittwoch bestritt Präsident Trump die Möglichkeit, den Vorsitzenden Powell zu entlassen, nur wenige Stunden, nachdem er Berichten zufolge vor einem Raum voller republikanischer Abgeordneter gesagt hatte, dass er genau das tun würde.
"Wir haben nicht vor, das zu tun", sagte Trump bei einem Treffen mit Bahrains Kronprinz Salman bin Hamad Al Khalifa im Weißen Haus. Er fügte jedoch schnell eine Ebene der Unklarheit hinzu: "Ich schließe nichts aus, aber ich halte es für höchst unwahrscheinlich, es sei denn, er muss wegen Betrugs gehen."
Auf demselben Treffen bekräftigte Präsident Trump auch seine harte Haltung gegenüber Japan und erklärte, dass ein Zoll von 25 Prozent auf japanische Importe erhoben werde und dass er nicht erwarte, ein umfassenderes Handelsabkommen mit dem Land zu erreichen.
Indische Märkte: Vorsichtiger, aber optimistischer Start für Sensex
Die indischen Leitindizes eröffneten am Donnerstag flach. Der BSE Sensex stieg leicht um 66 Punkte auf 82.637, während der NSE Nifty im frühen Handel leicht auf 25.209 abrutschte.
Die allgemeine Marktstimmung wird als vorsichtig optimistisch beschrieben. Dies wird zum Teil durch die jüngste Aussage von US-Präsident Donald Trump gestützt, dass ein Handelsabkommen zwischen den USA und Indien kurz vor dem Abschluss steht, eine Entwicklung, die nach Ansicht von Analysten für indische Unternehmen günstig sein wird.
Diese positive Stimmung verlagert den Fokus der Anleger auf wichtige innenpolitische Vorschläge und die bevorstehende Berichtssaison der Unternehmen. Die Ergebnisse für das 1. Quartal werden von großen Unternehmen wie Axis Bank, Wipro, Jio Financial, LTI Mindtree, HDFC AMC und Indian Hotels erwartet.
Die Derivatedaten spiegeln einen vorsichtigen Optimismus wider, wobei sich das Put-Call-Verhältnis leicht auf 0,80 verbesserte. Die anhaltenden Short-Positionen ausländischer Portfolioinvestoren (FPIs) und die geringe Volatilität (der indische VIX fiel um 2,09 %) deuten jedoch auf eine zugrunde liegende Vorsicht hin.
Analysten gehen davon aus, dass die Widerstandsniveaus in der Nähe von 25.500 ein signifikantes Aufwärtspotenzial begrenzen könnten, wenn sie nicht entscheidend durchbrochen werden. Vorerst wird erwartet, dass sich der Markt konsolidieren wird, wobei aktienspezifische Bewegungen die kurzfristigen Maßnahmen bestimmen werden.
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