Bank of America enthüllt, wie Anleger handeln können, wenn Trump Jerome Powell feuert

Bank of America enthüllt, wie Anleger handeln können, wenn Trump Jerome Powell feuert
Ananthu C U
18. Juli 2025, 18:43 PM
  • Berichten zufolge hat Trump erwogen, den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zu entlassen, obwohl noch keine Maßnahmen ergriffen wurden.
  • Der Stratege der Bank of America skizziert Trades, die im Auge behalten werden sollten, wenn Powell abgesetzt und die Zinsen gesenkt werden.
  • Trotz der Spannungen flossen in dieser Woche 4,8 Mrd. $ in Aktien.

Die Bank of America wies auf Handelskonfigurationen hin, die Anleger vornehmen können, wenn US-Präsident Donald Trump den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, feuert.

Die seit langem schwelenden Spannungen zwischen Trump und Powell erreichten diese Woche ein neues Niveau: Berichten zufolge ist Trump dem Versuch einer Absetzung Powells einen Schritt näher gekommen.

Obwohl Trump später bestritt, dass Powells Entlassung unmittelbar bevorstehe, hat sich seine öffentliche Kritik an dem Fed-Chef verschärft, was an den globalen Märkten und bei den Anlegern Besorgnis auslöste.

Berichte über Entlassungspläne lösen Marktangst aus

Einem Bericht der New York Times zufolge ging Trump sogar so weit, einen Brief zur Entlassung Powells zu verfassen, ein Schritt, der angesichts der Unabhängigkeit der Federal Reserve wahrscheinlich eine Verfassungs- und Marktkrise auslösen würde.

CNBC berichtete auch, dass ein Beamter des Weißen Hauses bestätigt habe, dass Trump Powells Absetzung in Betracht ziehe.

Trump bestritt zwar öffentlich eine fristlose Entlassung, schloss sie aber nicht vollständig aus.

In einem Beitrag auf Truth Social am Freitag bekräftigte Trump seine Frustration über Powell und erklärte: "Senken Sie den Zinssatz, zu spät", während er die Fed weiterhin unter Druck setzte, die Zinssätze zu senken.

Die Kritik spiegelt frühere historische Spannungen zwischen Präsidenten und Fed-Vorsitzenden wider – insbesondere George H.W. Bush machte Alan Greenspans vorsichtige Zinssenkungen für seine gescheiterte Wiederwahl verantwortlich.

Dennoch hat kein moderner US-Präsident so direkt und beharrlich auf eine geldpolitische Lockerung gedrängt wie Trump.

Strategische Motive hinter dem Zinsdruck

Michael Hartnett, Stratege bei der Bank of America, skizzierte mögliche Gründe für Trumps aggressive Haltung bei Zinssenkungen.

In seinem jüngsten "Flow Show"-Bericht stellte Hartnett fest, dass die Dynamik der Bundesausgaben ein Schlüsselfaktor sein könnte.

"Ausgaben der US-Regierung = 7 Billionen Dollar und Trump kann die obligatorischen Ausgaben nicht um 4 Billionen Dollar kürzen, hat die Kürzung von 1 Billion Dollar an diskretionären Ausgaben (kein DOGE) und 1 Billion Dollar an Verteidigungsausgaben abgezogen", schrieb er.

Hartnett betonte, dass eine Absetzung Powells und eine Zinssenkung ohne Rezession wahrscheinlich zu erheblichen Auswirkungen auf den Markt führen würde.

Wie sich Anleger positionieren können

Hartnett skizzierte eine Reihe potenzieller Investitionsmöglichkeiten für den Fall von Powells Entlassung und anschließenden Zinssenkungen.

Zu seinen Empfehlungen gehören: Leerverkäufe des US-Dollars aufgrund des Potenzials einer Währungsabwertung, Long-Positionen bei Gold und Kryptowährungen als Absicherung gegen politische Unsicherheit und Leerverkäufe langfristiger Staatsanleihen, wenn die Fed die Zinsen während eines Wirtschaftsbooms und nicht während einer Pleite senkt.

Er schlug auch eine "Barbell"-Strategie bei Aktien vor, bei der US-Tech-Aktien mit Value-Titeln in Industrie- und Schwellenländern (EAFE/EM) kombiniert werden.

Diese Positionen könnten eine Absicherung gegen Spekulationsblasen oder politisch bedingte Marktverzerrungen bieten.

Trotz des politischen Trubels sind die Aktienmärkte widerstandsfähig geblieben. Der S&P 500 schloss am Donnerstag auf einem Rekordhoch und ist auf dem Weg zu einem Wochengewinn.

Die Anleger investierten auch weiterhin Geld in Aktien, wobei Kunden der Bank of America in dieser Woche 4,8 Mrd. $ in Aktien investierten, so Hartnett.

Während sich das Drama zwischen Trump und Powell entfaltet, beobachten die Marktteilnehmer genau.

Ein erzwungener Wechsel in der Führung der Federal Reserve wäre ein beispielloses Ereignis mit weitreichenden Folgen, sowohl wirtschaftlich als auch politisch.