Google und Meta werden von der indischen Behörde für Finanzkriminalität vorgeladen: Hier ist der Grund dafür

Google und Meta werden von der indischen Behörde für Finanzkriminalität vorgeladen: Hier ist der Grund dafür
Devesh Kumar
19. Juli 2025, 12:02 PM
  • ED untersucht die Anzeigenlinks von Google und Meta zu illegalen Wettplattformen.
  • Zu den Vorwürfen gehören Werbe-Boosts trotz Warnungen der Regierung.
  • Hier ist der Grund, warum die Tech-Titanen im Kreuzfeuer des digitalen Vorgehens Indiens gefangen sind.

Die indische Anti-Geldwäsche-Behörde, das Enforcement Directorate, hat am Montag Beamte von Google und Meta im Zusammenhang mit steigenden Fällen von Geldwäsche über Online-Wett-Apps vorgeladen.

Reuters erwähnte anonyme Regierungsquellen, die darüber informierten, dass sich die Untersuchung um Vorwürfe dreht, dass Google und Meta diesen Online-Wettplattformen den Weg erleichtert und ihnen durch Werbung eine größere Reichweite verschafft haben.

Dieser Schritt markiert eine bedeutende Entwicklung in Indiens eskalierenden Bemühungen zur Bekämpfung von Finanzkriminalität im schnell wachsenden digitalen Wett- und Glücksspielsektor.

Warum werden Google und Meta einbestellt?

Die Mitteilungen der Enforcement Directorate an Google und Meta sind Teil einer umfassenderen Untersuchung eines Netzes von Online-Wett-Apps, die angeblich unter dem Deckmantel von Geschicklichkeitsspielen betrieben werden.

Die Behörden vermuten, dass diese Online-Plattformen riesige Summen bewegt haben, die sich über undurchsichtige Finanzwege, einschließlich Hawala-Netzwerken, in die Höhe belaufen, was es schwierig macht, den Fluss des illegalen Geldes zurückzuverfolgen.

Was die Augenbrauen hochzieht, ist, wie diese Apps es geschafft haben, so viele Menschen zu erreichen. Die Ermittler sagen, dass sie Werbeflächen auf Plattformen von Google und Meta wie Facebook und Instagram gekauft und eine erstklassige Platzierung erhalten haben.

Die ED untersucht nun, ob die Tech-Giganten, wissentlich oder nicht, dazu beigetragen haben, diese Apps durch bezahlte Werbeaktionen und Algorithmen zu verbreiten, die sie den indischen Nutzern bekannt gemacht haben.

Zentrale Vorwürfe

Die ED behauptet, dass Google und Meta dazu beigetragen haben, dass Wett-Apps an Zugkraft gewonnen haben, indem sie es ihren Promotern ermöglichten, Anzeigen zu kaufen und die Sichtbarkeit zu erhöhen, obwohl die Regierung bereits 2022 vor jeglicher Art von wettenbezogener Werbung warnte, weder online noch offline.

Die Ermittler untersuchen auch, ob Zahlungen, die zwischen diesen Tech-Plattformen und den Betreibern der Wett-App ausgetauscht wurden, möglicherweise gegen den Prevention of Money Laundering Act (PMLA) verstoßen haben, was die Unternehmen möglicherweise mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung bringt.

Um die Komplexität noch zu erhöhen, liefen viele dieser Wett-Apps nicht einmal über eine eigene Technologie. Stattdessen nutzten sie White-Label-Plattformen, vorgefertigte Systeme, die von jedem, der bereit war zu zahlen, geleast und umbenannt werden konnten.

Lokale Betreiber klebten ihre eigenen Logos auf sie und zeigten die Show, während sie einen Teil des Gewinns mit den ursprünglichen Entwicklern teilten.

Für die Regulierungsbehörden ist das ein Albtraum. Es verwirrt die Spur, verwischt die Verantwortlichkeit und macht es viel schwieriger herauszufinden, wer tatsächlich hinter diesen Operationen steckt.

Bemerkenswerte Fälle

Die Untersuchung der ED hat den Vorhang für ein scheinbar riesiges und gut organisiertes Wettgeschäft zurückgezogen, das mit mehreren namhaften Plattformen wie Junglee Rummy, A23, JeetWin, Parimatch, Lotus365, Fairplay und Mahadev verbunden ist.

Allein der Fall Mahadev ist mit einem geschätzten Wert von 6.000 Millionen Pfund gewaltig und hat bereits Kontroversen über angebliche politische Verbindungen und Schmiergelder mit mächtigen Persönlichkeiten ausgelöst.

In einer großen Wendung in der vergangenen Woche nannte die Staatsanwaltschaft 29 indische Prominente im Zusammenhang mit dem Fall. Die Liste umfasst Schauspieler, TV-Persönlichkeiten, Influencer und YouTuber, die beschuldigt werden, für diese illegalen Wett-Apps zu werben.