Was besiegelte das Handelsabkommen zwischen den USA und Japan? Hier ist, was der Finanzminister enthüllte

Was besiegelte das Handelsabkommen zwischen den USA und Japan? Hier ist, was der Finanzminister enthüllte
Devesh Kumar
23. Juli 2025, 14:34 PM
  • Die USA senken die japanischen Autozölle im Rahmen des neuen Handelsabkommens von 25 % auf 15 %.
  • Japan verspricht Investitionen in Höhe von 550 Milliarden US-Dollar in US-Lieferketten und Technologie.
  • Keine Einfuhrobergrenzen für japanische Fahrzeuge; Die Beschränkungen für Reis bleiben bestehen.

Die USA und Japan haben ein wichtiges Handelsabkommen geschlossen, das darauf abzielt, die Spannungen abzubauen und einen ausgewachsenen Handelskonflikt zu vermeiden.

Das am Dienstagabend von US-Präsident Trump angekündigte Abkommen senkt den angedrohten US-Zoll von 25 % auf japanische Exporte auf 15 % und beinhaltet eine japanische Investition in Höhe von 550 Milliarden US-Dollar in amerikanische Lieferketten.

Finanzminister Scott Bessent sprach mit Bloomberg und erwähnte die Faktoren, die beiden Ländern geholfen haben, das Handelsabkommen nach einigen schwierigen Verhandlungen abzuschließen.

"Sie haben den Satz von 15 Prozent bekommen, weil sie bereit waren, diesen innovativen Finanzierungsmechanismus zur Verfügung zu stellen", sagte Bessent, als er über die Einzelheiten des Handelsabkommens zwischen den USA und Japan sprach.

"Sie kamen mit der Idee einer japanisch-amerikanischen Partnerschaft zu uns, bei der sie Eigenkapital, Kreditgarantien und Finanzierungen für Großprojekte in den USA bereitstellen werden", fügte der Finanzminister hinzu.

Japan stellt den USA im Rahmen des neuen Handelsabkommens 550 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, und das Geld wird in die Stärkung der amerikanischen Lieferketten in Bereichen wie Halbleiter, Elektrofahrzeuge, Energie und künstliche Intelligenz fließen.

Ein großer Teil der Investitionen wird durch staatlich gesicherte Kredite und Garantien getätigt. Der Rest wird voraussichtlich aus dem japanischen Privatsektor kommen, obwohl die endgültigen Details noch nicht veröffentlicht wurden.

Große Erleichterung aus Japans Autosektor

Im Mittelpunkt des Abkommens steht der japanische Automobilsektor. Anstelle des höheren Zolls von 25 Prozent, der am 1. August in Kraft treten sollte, werden die japanischen Autohersteller mit einem Zoll von 15 Prozent konfrontiert sein, der immer noch erheblich, aber weit weniger schädlich ist.

Bei einem Sieg Japans wird es keine Einfuhrobergrenzen für Fahrzeuge geben.

Tokio hat sich auch bereit erklärt, seine Märkte etwas stärker für amerikanische Produkte zu öffnen, insbesondere für Autos und Landwirtschaft, obwohl es einige Beschränkungen für Reis beibehalten wird.

Für japanischen Stahl und Aluminium gilt jedoch weiterhin ein separates Zollregime von 25 %.

Trump feierte auf Truth Social, nannte es "den größten Deal, der je gemacht wurde", sagte voraus, dass er "Hunderttausende von Arbeitsplätzen" schaffen würde, und behauptete, die USA würden "90 Prozent der Gewinne" erhalten.

Die Einzelheiten darüber, wie diese Gewinnaufteilung funktionieren könnte, sind jedoch noch unklar. Die japanische Seite hat sich relativ ruhig verhalten, wobei die Unterhändler das Abkommen bestätigten, aber bisher nur wenige Details nannten.

Für Japan dürfte das Abkommen einem großen wirtschaftlichen Schlag entgangen sein. Ökonomen hatten davor gewarnt, dass die höheren Zölle das BIP um einen vollen Prozentpunkt schmälern könnten.

Die Nachricht löste eine Rallye an den japanischen Märkten aus: Die Aktien von Toyota und Honda stiegen um 10% bzw. 9%, und der Nikkei schloss mehr als 2% höher.

Das Abkommen kommt zu einem politisch heiklen Zeitpunkt in Tokio. Premierminister Shigeru Ishiba, der bei den letzten Wahlen einen Rückschlag erlitten hat, steht zunehmend unter Druck, zurückzutreten.

Berichte in japanischen Medien deuten darauf hin, dass er bis Ende August zurücktreten könnte, auch wenn seine Regierung daran arbeitet, neben diesem neuen Handelspakt auch innenpolitische Reformen voranzutreiben.

Das Abkommen markiert zwar eine Abkühlungsphase der Handelsspannungen zwischen den USA und Japan, aber es gibt noch einiges Kleingedrucktes zu klären, insbesondere in Bezug auf die Investitionsbedingungen und die Agrarhandelsquoten.

Dennoch wird es weithin als ein bedeutender Schritt zur Stabilisierung der Beziehungen und zum Aufzeigen eines neuen Weges für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbündeten angesehen.