Der Aktienkurs von Molina Healthcare bricht um 10% ein, nachdem die Prognose für 2025 erneut gesenkt wurde

Der Aktienkurs von Molina Healthcare bricht um 10% ein, nachdem die Prognose für 2025 erneut gesenkt wurde
Ananthu C U
24. Juli 2025, 18:06 PM
  • Molina Healthcare senkte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2025 auf mindestens 19 $ pro Aktie.
  • Der Gewinn von 5,48 $ pro Aktie im 2. Quartal verfehlte die Schätzungen, während die medizinische Versorgungsquote auf 90,4% stieg.
  • Die Mitgliederzahl stieg auf 5,7 Millionen, aber die Kosteninflation in den Segmenten Medicare und Marketplace drückte auf die Margen.

Der Aktienkurs von Molina Healthcare Inc. fiel am Donnerstag um 10%, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr zum zweiten Mal in diesem Monat gesenkt hatte und dies mit unerwartet hohen medizinischen Kosten begründete.

Der revidierte Ausblick und die schwächer als erwarteten Quartalsgewinne lösten einen starken Ausverkauf aus, bei dem die Aktie um bis zu 10% auf den niedrigsten Stand seit September 2020 fiel.

Verfehlte Gewinne und Senkung der Prognose lösen Besorgnis bei den Anlegern aus

Das Managed-Care-Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2025 einen bereinigten Gewinn von 5,48 $ pro Aktie und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten von 5,82 $.

Obwohl der Umsatz im Jahresvergleich um 15 % auf 11,43 Mrd. $ stieg und damit die Konsensschätzungen von 10,94 Mrd. $ übertraf, wurde die Rentabilität durch steigende medizinische Kosten beeinträchtigt.

Molina erwartet nun einen bereinigten Gewinn für das Gesamtjahr von nicht weniger als 19 $ pro Aktie, was eine deutliche Herabstufung gegenüber der Prognose vom 7. Juli von 21,50 $ auf 22,50 $ pro Aktie darstellt.

Diese frühere Schätzung war selbst eine Revision der vorherigen Prognose von mindestens 24,50 $ pro Aktie.

Die neue Prognose liegt auch deutlich unter dem Analystenkonsens von 22,53 $.

"Der derzeitige Ertragsdruck, den wir erleben, resultiert aus einer unserer Meinung nach vorübergehenden Verzerrung zwischen den Prämiensätzen und dem Trend der medizinischen Kosten, der sich in letzter Zeit beschleunigt hat", sagte Joseph Zubretsky, President und Chief Executive Officer. "Wir liegen immer noch in der Nähe unserer langfristigen Zielbandbreiten, und an unserem Ausblick für die langfristige Entwicklung des Unternehmens hat sich nichts geändert."

Medizinische Kosten drücken die Margen in allen Segmenten

Die Medical Care Ratio (MCR) des Unternehmens – ein wichtiges Maß für die medizinischen Kosten als Prozentsatz der Prämieneinnahmen – verschlechterte sich im Quartal auf 90,4 %, gegenüber 88,6 % vor einem Jahr.

Dieser Anstieg deutet darauf hin, dass ein größerer Teil der Prämien für die Begleichung medizinischer Ansprüche verwendet wird, was die Margen drückt.

Am ausgeprägtesten war der Kostendruck im Medicare-Segment, wo der MCR von 84,9 % im Vorjahresquartal auf 90,0 % stieg.

Auch im Segment Marketplace stieg der MCR deutlich auf 85,4 % nach 71,6 % im Vorjahr.

Molina führte den Anstieg auf höhere Auslastungsraten zurück, insbesondere bei Mitgliedern mit hoher Akutität, sowie auf die Kosteninflation bei verhaltensbezogenen Gesundheitsdiensten, Spezialmedikamenten sowie stationärer und ambulanter Versorgung.

Zubretsky räumte in einem Telefonat mit Analysten ein, dass Molina zwar die Ursachen der steigenden Kosten verstehe, die Krankenversicherungsbranche jedoch immer noch mit den Gründen dafür zu kämpfen habe.

"Wir haben unsere Arme um das Was gelegt", sagte er. "Ich denke, die Branche hat im Allgemeinen keine Ahnung vom Warum."

Mitgliederwachstum setzt sich trotz Gegenwind für Medicaid fort

Trotz der Enttäuschung bei den Ergebnissen verzeichnete Molina ein anhaltendes Wachstum seiner Mitgliederbasis.

Zum 30. Juni 2025 hatte das Unternehmen rund 5,7 Millionen Mitglieder, was einem Anstieg von 167.000 gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Das Wachstum wurde durch neue Verträge, Akquisitionen und die Expansion in den bestehenden Servicebereichen angetrieben, obwohl einige der Gewinne durch den laufenden Neubestimmungsprozess von Medicaid ausgeglichen wurden, der im Jahr 2024 begann.

Molina bestätigte seine Prognose für die Prämieneinnahmen für das Gesamtjahr von rund 42 Milliarden US-Dollar, was darauf hindeutet, dass das Umsatzwachstum auf Kurs bleibt.

Da die Gewinne jedoch unter Druck stehen und die Prognosen gesenkt werden, dürften die Anleger vorsichtig bleiben, bis die Trends bei den medizinischen Kosten Anzeichen einer Stabilisierung zeigen.