Das chinesische Unternehmen Unitree stellt einen humanoiden Roboter im Wert von 6.000 US-Dollar für den realen Einsatz vor

Das chinesische Unternehmen Unitree stellt einen humanoiden Roboter im Wert von 6.000 US-Dollar für den realen Einsatz vor
Devesh Kumar
25. Juli 2025, 14:27 PM
  • Der neue Roboter R1 von Unitree debütiert bei nur 5.566 US-Dollar und revolutioniert den Markt für humanoide Roboter.
  • R1 verfügt über 26 Gelenke, KI-Vision und Audiofunktionen für reale Aufgaben.
  • Die Markteinführung steht im Einklang mit Chinas KI-Strategie und signalisiert eine starke Unterstützung durch die Regierung.

Das chinesische Robotikunternehmen Unitree hat gerade den R1 vorgestellt, einen humanoiden Roboter mit einem Preis von unter 6.000 US-Dollar, der weitaus billiger ist als die meisten zweibeinigen Roboter, die derzeit auf dem Markt sind.

Der am Freitag angekündigte R1 zeichnet sich nicht nur durch seinen Preis aus, sondern auch durch das, was er darstellt: einen ernsthaften Versuch, humanoide Roboter aus den Laboren in den alltäglicheren Einsatz zu bringen.

Traditionell wird dieser Bereich von Unternehmen wie Boston Dynamics und Hanson Robotics dominiert, deren Roboter weit in den sechsstelligen Bereich gehen können.

Laut Unitree ist der R1 für eine Vielzahl von Anwendungen wie Fabrikarbeit, Forschung, Bildung und sogar Haushaltshilfe konzipiert.

Der Roboter R1 von Unitree: Technische Merkmale

Der neue humanoide Roboter von Unitree, der R1, wiegt etwa 25 Kilogramm und verfügt über 26 Gelenke, was ihm einen für eine Maschine seiner Klasse anständigen Bewegungsradius verleiht.

Es geht nicht nur um Gliedmaßen und Bewegung, sondern auch um Onboard-Kameras, Mikrofone und ein eingebautes KI-System, mit dem Sprache und Bilder zusammen verarbeitet werden können.

Im Klartext: Es kann in Echtzeit sehen, hören und reagieren.

Das Unternehmen sagt, dass der Roboter grundlegende Aufgaben erledigen kann, sei es das Tragen von Gegenständen durch einen Raum oder das Navigieren durch einfache Aufgaben am Arbeitsplatz. Noch nichts Auffälliges oder Futuristisches, aber das ist irgendwie der Punkt.

Dies ist kein Forschungsprototyp oder ein sechsstelliges technisches Wunderwerk, das für Messen gedacht ist.

Es ist so konzipiert, dass es nützlich, erschwinglich und im Alltag einsatzbereit ist.

Bisher lebten humanoide Roboter meist hinter verschlossenen Türen, gebaut für Forschungslabore, militärische Projekte oder Ausstellungsräume von Unternehmen, ohne einen wirklichen Weg zum Mainstream-Einsatz.

Unitree versucht eindeutig, dieses Drehbuch neu zu schreiben.

Durch die Preissenkung und die Positionierung des R1 für alltägliche Umgebungen versucht das Unternehmen nicht nur, einen Roboter zu verkaufen. Es wird die Idee vorangetrieben, dass diese Maschinen keine experimentellen Prunkstücke mehr sein müssen.

Die Preisverstimmung beginnt

Mit einem Grundpreis von 39.900 Yuan, etwa 5.566 US-Dollar, ist der R1 der mit Abstand günstigste humanoide Roboter von Unitree.

Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem früheren G1-Modell des Unternehmens, das erst letztes Jahr zum mehr als doppelten Preis auf den Markt kam.

Die Kostensenkung ist nach Angaben des Unternehmens vor allem auf eine optimierte Produktion und ein intelligenteres Komponentendesign zurückzuführen.

Zum Vergleich: Es wird erwartet, dass humanoide High-End-Roboter von großen Unternehmen wie Boston Dynamics oder Teslas Optimus immer noch weit im sechsstelligen Bereich liegen werden.

Selbst der H1-Roboter von Unitree hat immer noch einen Preis von über 90.000 US-Dollar.

Der Preis des R1 ist nicht nur niedrig, sondern auch eine direkte Herausforderung für eine Branche, die bisher auf finanzkräftige Institutionen und Forschungs- und Entwicklungslabore beschränkt war.

Der Zeitpunkt des Debüts der R1 ist kein Zufall. Es wurde während Chinas größtem jährlichen KI-Forum in Shanghai vorgestellt und unterstreicht die wachsende Rolle der Robotik in der langfristigen Technologiestrategie des Landes.

Die Veranstaltung war ein klares Signal für die Unterstützung der Regierung, da Peking weiterhin auf eine Führungsrolle in den Bereichen fortschrittliche Fertigung und intelligente Automatisierung drängt.