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Brasilien bereitet sich auf Überschuss vor, da die USA die Kaffeezölle auf 50 % anheben

Brasilien bereitet sich auf Überschuss vor, da die USA die Kaffeezölle auf 50 % anheben
Diya Poddar
28. Juli 2025, 17:23 PM
  • Die USA erhöhen die brasilianischen Kaffeeimportzölle mit Wirkung zum 1. August von 10 % auf 50 %.
  • Brasilien könnte mit einem Überangebot konfrontiert sein, da 8M-Säcke Gefahr laufen, den Zugang zum US-Markt zu verlieren.
  • US-Röster stellen sich auf höhere Preise und Unterbrechungen der Lieferkette ein.

Einem Bericht von Reuters zufolge bereitet sich die brasilianische Kaffeeindustrie auf erhebliche Störungen vor, da sich die Vereinigten Staaten darauf vorbereiten, die Zölle auf brasilianische Importe mit Wirkung zum 1. August auf 50 % zu erhöhen.

Der Schritt, der Anfang des Monats von Präsident Donald Trump angekündigt wurde, erhöht die Zölle von bisher 10 % und setzt eine der wichtigsten Handelsbeziehungen der Welt im Kaffeesektor unter Druck.

Brasilien liefert rund ein Drittel des gesamten in den USA konsumierten Kaffees und exportiert jährlich etwa 8 Millionen 60-Kilogramm-Säcke.

Die plötzliche Eskalation der Handelsbarrieren hat Schockwellen durch den brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro geschickt, insbesondere in der Stadt Vassouras, wo der Kaffeeanbau eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielt.

Die Erzeuger befürchten, dass das neue Zollsystem zu unverkauften Überschüssen, sinkenden Inlandspreisen und einem dringenden Bedarf an neuen internationalen Käufern führen könnte.

Brasilien sucht nach neuen Käufern für 8 Millionen Kaffeesäcke

Da die Exporte in die USA möglicherweise austrocknen, könnten brasilianische Kaffeebauern gezwungen sein, ihre Lieferungen auf alternative Märkte umzuleiten.

Die Umleitung solch großer Mengen an Spezialitätenkaffee ist jedoch angesichts der bestehenden Handelsbeziehungen und Qualitätsanforderungen in anderen Regionen keine einfache Aufgabe.

Branchenverbände warnen vor einem kurzfristigen Überangebot in Brasilien, das die Preise im In- und Ausland drücken könnte, wenn keine Lösung gefunden wird.

Brasilien ist nach wie vor der größte Kaffeeproduzent und -exporteur der Welt, und seine Handelsbilanz hängt stark von einem reibungslosen Zugang zu den internationalen Märkten ab.

Der potenzielle tarifbedingte Überschuss wirft umfassendere Fragen zur Preisdynamik und Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Kaffeelieferkette auf.

Unterbrechung der Lieferkette trifft US-Importeure

Die Auswirkungen dieser Zollerhöhung gehen über die Erzeuger hinaus.

US-Importeure, Röster und Einzelhändler könnten bald mit höheren Beschaffungskosten oder Lieferverzögerungen konfrontiert sein, je nachdem, wie schnell alternative Handelsrouten oder Lieferanten gefunden werden können.

Angesichts des Volumens und der Konsistenz der brasilianischen Kaffeelieferungen in die USA könnten Störungen in diesem Segment Auswirkungen auf die nordamerikanischen Kaffeepreise und die Produktverfügbarkeit haben.

Nur noch wenige Tage vor dem Inkrafttreten des neuen Zollsatzes hoffen brasilianische Produzenten noch auf eine Einigung oder Ausnahmeregelung, aber diplomatische Signale sind bisher still geblieben.

Branchenbeobachter beobachten genau, ob die bilateralen Verhandlungen vor Ablauf der Frist eine Erleichterung bringen werden.

US-Verbraucher müssen mit Preiserhöhung bei Brasilien-Zöllen rechnen

Für die US-Verbraucher könnte die Entscheidung, die Zölle zu erhöhen, in den kommenden Monaten höhere Kaffeepreise bedeuten. Da Brasilien etwa 33 % aller US-Kaffeeimporte liefert, wird ein Zoll von 50 % wahrscheinlich zu einer Kostenweitergabe im Einzelhandel und im Gastgewerbe führen.

Jede Verringerung der Importe könnte auch zu einer verstärkten Abhängigkeit von anderen wichtigen Lieferanten wie Kolumbien, Vietnam oder Äthiopien führen, die möglicherweise nicht mit Brasiliens Größe oder Konsistenz mithalten können.

Während die Frist näher rückt, haben beide Regierungen öffentlich geschwiegen, ob die Zölle rückgängig gemacht oder gesenkt werden könnten.

Unterdessen bereiten sich die Produzenten in Brasilien weiterhin auf eine unsichere zweite Jahreshälfte vor, da sie Verluste kalkulieren und Transportpläne in Erwartung des neuen Handelsumfelds anpassen.