DAX-Indexanalyse vor den Gewinnen von Porsche, Adidas und BMW

DAX-Indexanalyse vor den Gewinnen von Porsche, Adidas und BMW
Crispus Nyaga
28. Juli 2025, 06:14 AM
  • Die DAX-Index-Futures stiegen nach dem jüngsten Handelsabkommen zwischen den USA und der EU sprunghaft an.
  • Top-Unternehmen wie Mercedes-Benz, BASF und Adidas werden ihre Ergebnisse veröffentlichen.
  • Der Index wird auch auf die bevorstehenden US-Gewinne reagieren.

Die deutschen DAX-Index-Futures stiegen am Montagmorgen um fast 1%, da die Anleger auf die bevorstehenden Ergebnisse und das am Sonntag angekündigte Handelsabkommen zwischen den USA und der EU reagierten. Er stieg auf 24.555 € und lag damit deutlich über dem Schlusskurs vom Freitag von 24.217 €.

Handelsabkommen zwischen der EU und den USA

Hauptauslöser für den DAX-Index war am Montagmorgen das jüngste Handelsabkommen zwischen den USA und Deutschland. In einer Erklärung nach dem Treffen mit Ursula von der Leyen sagte Trump, dass für die meisten Waren, die aus der EU in die USA verschifft werden, ein Zoll von 15 Prozent erhoben wird.

Diese Zölle gelten für viele beliebte Gegenstände wie Fahrzeuge. In der Erklärung wurde jedoch hinzugefügt, dass die Stahl- und Aluminiumzölle bei 25 % bleiben werden. Infolgedessen liegt der effektive US-Zoll auf EU-Waren bei etwa 16 %. Die EU hat sich außerdem verpflichtet, erhebliche Investitionen in den Vereinigten Staaten zu tätigen und deren Energieversorgung zu erhöhen.

Das neue Handelsabkommen trug dazu bei, eine Eskalation des Handelskriegs am 1. August zu verhindern, als die USA einen Zoll von 30 Prozent auf europäische Waren erhoben hätten. Vor allem aber hat die EU eine Liste von Gütern im Wert von über 100 Milliarden Euro erstellt, die mit Zöllen belegt werden sollen.

Die Einigung kam wenige Tage, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze in ihrer Juli-Sitzung unverändert gelassen hatte. Die Analysten von Goldman Sachs und BNP Paribas gehen nun davon aus, dass die Bank ihre Zinssenkungen für dieses Jahr abgeschlossen hat.

Top-Gewinne in Deutschland stehen bevor

Der nächste wichtige Katalysator für den DAX-Index werden die bevorstehenden deutschen Gewinne sein, die mehr Informationen über das zweite Quartal und die Auswirkungen der Zölle auf deutsche Unternehmen liefern werden.

Autohersteller wie Mercedes-Benz, BMW und Porsche werden diejenigen sein, die man im Auge behalten sollte, wenn sie diese Woche ihre Ergebnisse veröffentlichen. Diese Unternehmen werden weitere Einzelheiten darüber bekannt geben, was bei US-Zöllen von 15 % zu erwarten ist.

Der Aktienkurs von Porsche wird genauer beobachtet, da die USA die einzige wachsende Marke sind. China, Deutschland und das übrige Europa haben sich im ersten Quartal weiter verschlechtert.

Er ist auch deshalb exponierter, weil er im Gegensatz zu BMW und Mercedes-Benz alle seine Fahrzeuge in Deutschland fertigt. Das bedeutet, dass alle Fahrzeuge mit einem Zoll von 15 % belegt werden.

Der andere bemerkenswerte DAX-Bestandteil, den man im Auge behalten sollte, wird Adidas sein, wenn das Unternehmen seine Ergebnisse veröffentlicht. Der Aktienkurs von Adidas ist von seinem Höchststand in diesem Jahr um 23% gefallen, da das Geschäft vor Herausforderungen steht. Diese Ergebnisse werden mehr Details darüber liefern, ob das Unternehmen gewachsen ist.

Zu den anderen Unternehmen, die man im Auge behalten sollte, gehören Siemens Healthineers, BASF, HeidelbergCement, Covestro, Lufthansa, Linde und Daimler Truck. Darüber hinaus wird der Index auf die US-Berichtssaison reagieren, da Unternehmen wie Microsoft, Apple und Meta Platforms berichten.

DAX Index technische Analyse

Der Tageschart zeigt, dass der deutsche DAX-Index nach dem Handelsabkommen zwischen den USA und der EU sprunghaft angestiegen ist. Er hat ein inverses Kopf-Schulter-Muster gebildet, ein beliebtes bullisches Umkehrmuster.

Er hat sich über die 100- und 50-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitte (EMA) bewegt, ein beliebtes bullisches Umkehrmuster. Daher wird der Index weiter steigen, da die Bullen das wichtige Widerstandsniveau bei 25.000 € anpeilen. Ein Rückgang unter den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt bei 23.800 € würde die optimistische Prognose entkräften.